Anzeige
Pränatale Entwicklung Woche 28

Ihr Baby in der 28. Wo­che der Schwan­ger­schaft


Die Lun­gen­rei­fung bei Ih­rem Baby ist schon sehr weit fort­ge­schrit­ten. Es pro­du­ziert jetzt eine gel­ar­ti­ge Sub­stanz (Sur­fac­tant), wel­che sich über die Lun­gen­ober­flä­che legt und ver­hin­dert, dass die Lun­gen­bläs­chen ver­kle­ben. Es be­steht eine re­el­le Chan­ce, dass Ihr Baby mit ein we­nig Un­ter­stüt­zung als Früh­ge­burt über­le­ben könn­te, wenn es jetzt schon ge­bo­ren wür­de. Trotz­dem wird man Ih­nen bei vor­zei­ti­gen We­hen nicht nur we­hen­hem­men­de Mit­tel, son­dern wahr­schein­lich auch eine Cor­ti­sol-Sprit­ze ge­ben. Die­ses Hor­mon regt die fe­ta­le Lun­gen­rei­fung noch wei­ter an und kann so ein Atem­not­syn­drom nach der Ge­burt ver­hin­dern.

In der Ge­bär­mut­ter ist es recht eng ge­wor­den. Die Wän­de im obe­ren Teil wer­den et­was di­cker, die un­te­ren da­ge­gen dün­ner. So fin­det das Baby die rich­ti­ge Lage für die Ge­burt. Es hat jetzt nicht mehr viel Platz zum Tur­nen, aber trotz­dem wird die Mus­ku­la­tur hef­tig trai­niert. Sei­ne Dre­hun­gen und Trit­te sind manch­mal recht schmerz­haft.

Die Au­gen sind kom­plett ge­formt, Au­gen­brau­en und Au­gen­li­der un­ter­schei­den sich. Wenn Sie in Ih­ren Bauch hin­ein­schau­en könn­ten, wäre zu se­hen, wie Ihr Baby die Au­gen öff­net und zu­kneift, Gri­mas­sen schnei­det und blin­zelt. Ihr Baby kann hell und dun­kel zu un­ter­schei­den! Nach der Ge­burt wird es zu­nächst ler­nen, sich oft wie­der­ho­len­de Bil­der wie­der zu er­ken­nen - das sind auf je­den Fall Mut­ter und Va­ter! Das Ge­hirn ent­wi­ckelt sich wei­ter, nimmt an Mas­se zu und es bil­den sich mehr Fal­ten und Struk­tu­ren. Der Kopf hat mitt­ler­wei­le ei­nen Durch­mes­ser von etwa 7,5 Zen­ti­me­tern.

Das Köpf­chen liegt in vie­len Fäl­len schon un­ten und gräbt sich im­mer mehr in das Be­cken ein. Wenn Ihr Un­ge­bo­re­nes noch auf­recht in der Ge­bär­mut­ter sitzt, brau­chen Sie sich den­noch kei­ne Sor­gen zu ma­chen, dass es zu ei­ner Ge­burt aus Be­cken­end­la­ge (Steiss­ge­burt) kommt. Bis zur 36. Schwan­ger­schafts­wo­che ist eine spon­ta­ne Dre­hung sehr wahr­schein­lich! We­ni­ger als drei Pro­zent al­ler Kin­der lie­gen zum Ent­bin­dungs­ter­min in der Steiss­la­ge.

Der klei­ne Kör­per be­ginnt, sich mit Mus­keln und ei­ner dün­nen Fett­schicht auf das Le­ben aus­ser­halb der war­men Ge­bär­mut­ter vor­zu­be­rei­ten. Lang­sam ver­schwin­det die dün­ne Schicht aus La­nugo­haa­ren. Bei der Ge­burt wird nur noch im Schul­ter­be­reich der fei­ne Flaum zu se­hen sein. Ihr Kind trinkt im­mer mehr Frucht­was­ser. Fast die ge­sam­te Flüs­sig­keit durch­läuft den Ver­dau­ungs­ap­pa­rat, wird von den Nie­ren ge­fil­tert und wie­der aus­ge­schie­den - bis zu ei­nem hal­ben Li­ter Urin lan­det so täg­lich im Frucht­was­ser!

Das Baby baut be­reits sein ei­ge­nes Im­mun­sys­tem auf. Über die Pla­zen­ta nimmt es Ab­wehr­stof­fe von der Mut­ter auf, die es di­rekt nach der Ge­burt vor be­stimm­ten In­fek­tio­nen schüt­zen. Man be­zeich­net dies auch als Nest­schutz.

Letzte Aktualisierung: 04.02.2020, BH
Anzeige
Anzeige