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Schwangere mit Wehen telefoniert

Heb­am­men­tipp: Die Ge­burt be­ginnt


In den letz­ten Wo­chen wird das War­ten lang­sam an­stren­gend und kann ganz schön auf die Ner­ven ge­hen. Man horcht stän­dig in den Kör­per hin­ein, ob es dort nicht end­lich ers­te An­zei­chen für den Be­ginn der Ge­burt gibt.

Mit Vor- und Senk­we­hen be­rei­tet sich der Kör­per schon in den letz­ten drei bis vier Schwan­ger­schafts­wo­chen auf die Ge­burt vor. Die­se We­hen sind aber nicht von al­len Schwan­ge­ren gleich stark spür­bar. Ge­ra­de beim ers­ten Kind kann der Kör­per nicht ein­fach ei­nen Schal­ter um­le­gen, da­mit die Ge­burt be­ginnt. Das heisst, dass der Be­ginn der ers­ten Ge­burts­pha­se, die so­ge­nann­te La­tenz­pha­se, ge­ra­de beim ers­ten Kind et­was län­ger dau­ern kann. Die­se ers­te Pha­se weicht das Ge­we­be des Mut­ter­mun­des auf, da­mit im wei­te­ren Ver­lauf der Ge­burt die We­hen mit dem Druck des kind­li­chen Kop­fes den Mut­ter­mund öff­nen kön­nen.

So­mit ist es oft auch nicht so leicht zu ent­schei­den, wann der rich­ti­ge Zeit­punkt ge­kom­men ist, um ins Spi­tal zu fah­ren. Auf der ei­nen Sei­te las­sen sich die­se ers­ten We­hen meist zu Hau­se bes­ser er­tra­gen und auch das sub­jek­ti­ve Zeit­ge­fühl der Ge­burts­län­ge ver­kürzt sich, wenn Sie noch et­was in Ih­ren ver­trau­ten vier Wän­den blei­ben. Auf der an­de­ren Sei­te müs­sen Sie sich ent­span­nen kön­nen, da­mit am Mut­ter­mund et­was pas­sie­ren kann. Wenn Sie also Angst ha­ben, zu spät zu kom­men, ist das kon­tra­pro­duk­tiv für den Ge­burts­fort­schritt.

Wenn Sie das Ge­fühl ha­ben, die Ge­burt hat be­gon­nen, ru­fen Sie Ihr Spi­tal an und er­zäh­len Sie, wie es Ih­nen geht. Die zu­stän­di­ge Heb­am­me wird schon am Te­le­fon ver­su­chen, mit Ih­nen zu ent­schei­den, ob Sie noch zu Hau­se blei­ben kön­nen oder bes­ser di­rekt ins Spi­tal fah­ren soll­ten.

Ist bis jetzt al­les kom­pli­ka­ti­ons­los ver­lau­fen und Sie kön­nen noch zu Hau­se blei­ben, dann hor­chen Sie in ei­ner We­hen­pau­se in sich hin­ein. Er­spü­ren Sie, ob Sie Angst ha­ben oder nicht. Denn soll­ten Sie sich Sor­gen ma­chen, fah­ren Sie lie­ber für ei­nen Check-up ins Spi­tal. Ihr Kopf kann sonst dem Kör­per und sei­ner Ar­beit im Weg ste­hen. So­bald Sie dann wis­sen, dass al­les okay ist, kön­nen Sie sich bes­ser fal­len las­sen und Ih­ren Kör­per sei­ne Ge­burts­ar­beit ma­chen las­sen. 

Letzte Aktualisierung: 25.02.2021, JM
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