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Mü­dig­keit

Be­son­ders zu Be­ginn der Schwan­ger­schaft füh­len sich fast alle Frau­en be­son­ders müde und ab­ge­spannt. Die­se Mü­dig­keit kann sehr ex­trem sein und manch­mal die gan­ze Schwan­ger­schaft über an­hal­ten.

Frau im Büro gähnt
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iStock

War­um bin ich sooo müde?


Die Mü­dig­keit ist be­dingt durch ei­nen er­höh­ten Blut­spie­gel des Hor­mons Pro­ges­te­ron, das ei­nen be­ru­hi­gen­den Ef­fekt hat. Aber auch die zu­sätz­li­chen An­stren­gun­gen des müt­ter­li­chen Kör­pers für das Wachs­tum und die aus­rei­chen­de Blut­ver­sor­gung des Ba­bys ist er­mü­dend. Wenn dann der Blut­druck noch ab­fällt, kön­nen auch Schwin­del­ge­füh­le auf­tre­ten, be­son­ders wenn Sie sich hin­ge­legt ha­ben und zu schnell auf­ste­hen.

Wenn Sie un­ter Mor­gen­übel­keit lei­den, füh­len Sie sich in der Re­gel so­gar noch schwä­cher, da der Kör­per mit we­ni­ger Nah­rung ver­sorgt wird und so we­ni­ger En­er­gie zur Ver­fü­gung steht. Häu­fi­ge­res Aus­ru­hen zwi­schen­durch und eine aus­ge­wo­ge­ne und vit­amin­rei­che Er­näh­rung kön­nen die ex­tre­me Mü­dig­keit auch et­was ver­min­dern.

Wenn Sie nachts nicht ge­nug schla­fen oder sich tags­über nicht aus­ru­hen, kön­nen sich die Be­schwer­den ver­stär­ken. Ver­su­chen Sie, sich trotz der Mü­dig­keit mehr zu be­we­gen oder trei­ben Sie so­gar ein we­nig Sport - das regt Ih­ren Kreis­lauf an und sorgt für ei­nen zu­sätz­li­chen En­er­gie­schub, da­mit Sie die­sen Teu­fels­kreis durch­bre­chen. 

Im zwei­ten Tri­me­non wird es bes­ser


Im zwei­ten Schwan­ger­schafts­drit­tel wer­den die En­er­gie­re­ser­ven wie­der auf­ge­füllt, wes­halb sich vie­le Schwan­ge­re dann ak­tiv und fit füh­len.

Je nä­her aber die Ge­burt rückt, des­to mü­der und er­schöpf­ter wer­den Sie wie­der. Eine zum Bei­spiel durch Ei­sen­man­gel her­vor­ge­ru­fe­ne An­ämie (Blut­ar­mut) kann eine star­ke Mü­dig­keit ver­ur­sa­chen.

Ge­gen Ende der Schwan­ger­schaft sind auch Schlaf­stö­run­gen für die Mü­dig­keit ver­ant­wort­lich. Vie­le Schwan­ge­re fin­den durch die Ge­wichts­zu­nah­me und den grös­se­ren Kör­per­um­fang kei­ne be­que­me Schlaf­po­si­ti­on. Aus­ser­dem drückt die schwe­re Ge­bär­mut­ter auf die Harn­bla­se und da­durch wird die Nacht­ru­he mehr­mals un­ter­bro­chen. Auch das Ge­dan­ken­ka­rus­sell im Kopf kann für Näch­te mit we­nig Schlaf ver­ant­wort­lich sein.

Was hilft ge­gen die blei­er­ne Mü­dig­keit?


Die Mü­dig­keit ist also ganz nor­mal, kann aber Ih­ren All­tag be­ein­flus­sen. Mit fol­gen­den Tipps kön­nen Sie ver­su­chen, et­was ge­gen die Mü­dig­keit zu un­ter­neh­men: 

  • Kämp­fen Sie nicht ge­gen die Er­schöp­fung an, son­dern ver­su­chen Sie sich auch tags­über, wann im­mer es geht, et­was aus­zu­ru­hen.

  • Ge­hen Sie abends frü­her schla­fen - am bes­ten nach ei­nem ent­span­nen­den Bad.

  • Ver­zich­ten Sie für eine Zeit lang dar­auf, den Haus­halt per­fekt zu füh­ren. Vie­les kann erst ein­mal lie­gen blei­ben. 

  • Neh­men Sie Hil­fe an. Jetzt ist nicht der rich­ti­ge Zeit­punkt, al­les al­lei­ne schaf­fen zu wol­len.

  • Wenn Sie be­rufs­tä­tig sind, neh­men Sie sich nach Mög­lich­keit ei­ni­ge Tage Ur­laub oder er­ho­len Sie sich zu­min­dest an Ih­ren frei­en Ta­gen gut.

  • Ach­ten Sie auf eine ge­sun­de und aus­ge­wo­ge­ne Er­näh­rung.

  • Trin­ken Sie viel.

  • Es­sen Sie häu­fig klei­ne­re Mahl­zei­ten, da­mit Ihre En­er­gie­re­ser­ven im­mer ge­füllt sind.

  • Ge­hen Sie re­gel­mäs­sig an der fri­schen Luft spa­zie­ren und at­men Sie da­bei ganz be­wusst.

  • Trei­ben Sie Sport - das regt Ih­ren Kreis­lauf an und sorgt für ei­nen zu­sätz­li­chen En­er­gie­schub.

  • Wenn Sie schon Kin­der ha­ben: Or­ga­ni­sie­ren Sie je­man­den, der ab und zu et­was mit den Kin­dern un­ter­nimmt.

  • Wenn Sie zum ers­ten Mal schwan­ger sind: Ge­nies­sen Sie Ihre vor­erst letz­te Chan­ce, sich aus­rei­chend um sich selbst küm­mern zu kön­nen.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Dass Sie sich ge­ra­de im ers­ten Schwan­ger­schafts­drit­tel sehr müde füh­len, ist ganz ty­pisch. Der Bauch ist zwar noch nicht zu se­hen, aber trotz­dem voll­bringt ihr Kör­per Höchst­leis­tun­gen. In den ers­ten drei Mo­na­ten wird das Ver­sor­gungs­sys­tem für Ihr Baby ge­schaf­fen und Ihr Or­ga­nis­mus muss sich an …
Der Hä­mo­glo­bin­ge­halt des Blu­tes (Hb) wird meist am An­fang der Schwan­ger­schaft und dann wie­der re­gel­mäs­sig ab dem sechs­ten Mo­nat ge­mes­sen. Dazu ist nur ein Trop­fen Blut, z.B. aus der Fin­ger­kup­pe, not­wen­dig. Der Hb-Wert soll­te im ers­ten und drit­ten Tri­me­non mög­lichst nicht un­ter 11,0 g/dl und im …
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Letzte Aktualisierung: 03.08.2022, BH

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