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Schwan­ger­schaft nach Brust­ope­ra­ti­on

Hat eine Brust­ver­klei­ne­rung oder Brust­ver­grös­se­rung Aus­wir­kun­gen auf die Schwan­ger­schaft oder das Stil­len?

Hand auf der Brust
©
GettyImages

Eine Schwan­ger­schaft ist grund­sätz­lich auch nach ei­ner Brust­ope­ra­ti­on - sei es eine Brust­ver­grös­se­rung oder eine Brust­ver­klei­ne­rung - mög­lich.  Es wird aber emp­foh­len, den Kin­der­wunsch noch für min­des­tens drei Mo­na­te nach ei­ner Ope­ra­ti­on auf­zu­schie­ben.

Brust­ver­än­de­run­gen sind in der Schwan­ger­schaft oft ganz mas­siv. Auch eine ope­rier­te Brust macht die­se durch. Wie stark die­se in­di­vi­du­ell sind, kann man nicht ge­nau vor­aus­sa­gen. All­ge­mein gilt: Frau­en die eine Brust­ver­klei­ne­rung oder -straf­fung durch­füh­ren lies­sen, nei­gen auch in der Schwan­ger­schaft eher zu ei­nem star­ken Vo­lu­men­zu­wachs. Nach Brust­ver­grös­se­rung ist die Ge­fahr ge­rin­ger, denn die vor­her klei­nen und fes­ten Brüs­te ge­win­nen nicht viel Vo­lu­men dazu. In man­chen Fäl­len ist nach Ab­schluss der Still­zeit eine Kor­rek­tur­ope­ra­ti­on mit Brust­straf­fung oder Ein­brin­gung grös­se­rer Im­plan­ta­te nö­tig. 

Am häu­figs­ten wer­den zur Brust­ver­grös­se­rung Si­li­kon­im­plan­ta­te ver­wen­det, die über oder un­ter dem Brust­mus­kel ein­ge­bracht wer­den. Da­bei ist der Zu­gangs­weg, über den das Im­plan­tat ein­ge­bracht wird, sehr ent­schei­dend, wenn eine zu­künf­ti­ge Schwan­ger­schaft nicht aus­ge­schlos­sen wird. So­wohl beim Haut­schnitt in der Ach­sel als auch um den War­zen­hof be­steht die Ge­fahr der Ver­let­zung des na­tür­li­chen Drü­sen­ge­we­bes, was sich ne­ga­tiv auf das Stil­len aus­wir­ken kann. Der Zu­gang über die Un­ter­brust­fal­te gilt als güns­ti­ger, wenn (wei­te­rer) Kin­der­wunsch be­steht.

Die Ver­grös­se­rung der Brust durch Ein­sprit­zung von kör­per­ei­ge­nem Fett­ge­we­be (Li­po­aug­men­ta­ti­ons­plas­tik / Li­po­mo­de­ling / Li­po­fil­ling) ist eine re­la­tiv neue Me­tho­de. Da­bei wird auf Fremd­ma­te­ri­al (Brust­im­plan­ta­te) ver­zich­tet, sicht­ba­re Nar­ben wer­den ver­mie­den. Es kön­nen je­doch wie­der­hol­te Be­hand­lun­gen sinn­voll sein, um ein op­ti­ma­les Er­geb­nis zu er­zie­len. In der Schwan­ger­schaft und Still­zeit ver­hält sich das ein­ge­brach­te Fett­ge­we­be durch die Hor­mon­ein­wir­kung ähn­lich wie das na­tür­li­cher­wei­se in der Brust vor­han­de­ne, und Struk­tur, Form und auch Kon­sis­tenz der Brust kön­nen sich er­heb­lich ver­än­dern.

Letzte Aktualisierung: 30.12.2020, BH

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