Anzeige
  • Kinderwunsch
    • Schwangerschaft
      • Geburt
        • Wochenbett
          • Baby
            • Kind

              • Stillen
                • Krankheiten
                  • Familie
                    • Frauengesundheit
                      • Erziehung
                        • Vater werden
                          • Gesund Leben
                            • Arbeit, Recht und Finanzen

                              Rö­teln beim Kind

                              Bei Kin­dern ver­läuft die­se klas­si­sche Kin­der­krank­heit meist harm­los, für Un­ge­bo­re­ne ist sie aber äus­serst ge­fähr­lich.

                              Roteln

                              Rö­teln ist eine hoch­an­ste­cken­de Vi­rus­er­kran­kung, aus­ge­löst durch das Rö­teln-Vi­rus (Rubi-Vi­rus). Die­se Kin­der­krank­heit wird durch Tröpf­chen­in­fek­ti­on wie Nie­sen oder Hus­ten über­tra­gen und ist für Un­ge­bo­re­ne, de­ren Müt­ter sich mit dem Vi­rus in­fi­zie­ren, ist Rö­teln sehr ge­fähr­lich.

                              Sym­pto­me von Rö­teln


                              Die In­ku­ba­ti­ons­zeit ist die Zeit, die vom Zeit­punkt der An­ste­ckung bis zum Aus­bruch der Krank­heit ver­geht. Bei Rö­teln be­trägt sie zwi­schen 14 und 23 Tage. An­ste­ckend ist man al­ler­dings be­reits eine Wo­che vor bis eine Wo­che nach den ers­ten Sym­pto­men.

                              Die ers­ten Sym­pto­me sind ähn­lich wie die­je­ni­gen ei­ner Er­käl­tung: leich­tes Fie­ber, Hus­ten und Kopf­schmer­zen. Manch­mal tritt zu­sätz­lich eine Bin­de­haut­ent­zün­dung auf. Häu­fig sind dies die ein­zi­gen Rö­teln­sym­pto­me und in die­sen Fäl­len bleit die Er­kran­kung auch oft un­er­kannt.

                              Ty­pisch ist eine Schwel­lung der Lymph­drü­sen im Na­cken und hin­ter den Oh­ren, Schmer­zen in den Ge­len­ken und ein manch­mal nur sehr schwach sicht­ba­rer Haut­aus­schlag mit klei­nen hell­ro­ten Fle­cken. Der Aus­schlag ist blas­ser als bei Ma­sern, die Fle­cken et­was klei­ner und flies­sen nicht zu­sam­men.

                              Die Be­hand­lung von Rö­teln


                              Rö­teln wird durch Vi­ren aus­ge­löst, An­ti­bio­ti­ka ist des­halb wir­kungs­los. Le­dig­lich die Sym­pto­me wie Fie­ber und Schmer­zen kön­nen me­di­ka­men­tös be­han­delt wer­den. Bett­ru­he tut gut und viel trin­ken ist wich­tig, vor al­lem bei Fie­ber.

                              Kom­pli­ka­tio­nen von Rö­teln


                              Rö­teln ver­lau­fen in der Re­gel harm­los, vor al­lem bei Kin­dern. Er­wach­se­ne ha­ben oft schwe­re­re Krank­heits­ver­läu­fe und es tre­ten häu­fi­ger Kom­pli­ka­tio­nen wie  Ge­lenks­ent­zün­dun­gen, Bron­chi­tis, Mit­tel­ohr­ent­zün­dun­gen, Herz­mus­kel- oder Herz­beu­tel­ent­zün­dun­gen auf.

                              Rö­teln in der Schwan­ger­schaft


                              Das Rö­teln­vi­rus wird von der Mut­ter über die Pla­zen­ta auf das un­ge­bo­re­ne Kind über­tra­gen. Vor al­lem zu Be­ginn der Schwan­ger­schaft – in den ers­ten 6 Wo­chen – kommt es in mehr als der Hälf­te der Fäl­le zu ei­ner Er­kran­kung des Un­ge­bo­re­nen. Das Rö­teln­vi­rus kann beim Kind schwe­re Schä­di­gun­gen ver­schie­de­ner Or­ga­ne ver­ur­sa­chen, aus­ser­dem be­steht ein er­höh­tes Ri­si­ko ei­ner Fehl- oder Früh­ge­burt. 

                              Vor Ein­füh­rung der Imp­fung ge­gen Rö­teln gab es in der Schweiz schät­zungs­wei­se 25 bis 35 Fäl­le von an­ge­bo­re­nen Rö­teln und etwa 100 Schwan­ger­schafts­ab­brü­che we­gen Rö­teln­kon­takt. Frau­en mit Kin­der­wunsch soll­ten vor ei­ner ge­plan­ten Schwan­ger­schaft also  über­prü­fen, ob sie ge­gen Rö­teln ge­impft oder als Kind dar­an er­krankt sind.

                              In der Schweiz wird bei al­len Schwan­ge­ren rou­ti­ne­mäs­sig an­hand ei­ner Blut­ent­nah­me ge­tes­tet, ob eine Im­mu­ni­tät ge­gen das Rö­teln­vi­rus vor­han­den ist, eine Imp­fung also er­folgt ist oder die Krank­heit durch­ge­macht wur­de.

                              Rö­teln-Imp­fung


                              Im Schwei­ze­ri­schen Impf­plan ist die Kom­bi­na­ti­ons­imp­fung von Mumps zu­sam­men mit Ma­sern und Rö­teln (MMR-Imp­fung) auf­ge­nom­men. Dank die­ser Schutz­imp­fung wer­den in der Schweiz zur Zeit zwi­schen 0 und 2 Rö­teln­fäl­le pro Jahr ge­mel­det, bei schwan­ge­ren Frau­en oder Neu­ge­bo­re­nen so­gar seit Jah­ren kei­ne mehr. Mit ei­ner Imp­fung mit zwei Do­sen wird in der Re­gel ein le­bens­lan­ger Schutz vor der Krank­heit er­reicht. 

                              Ma­sern, Rö­teln und die Kin­der­läh­mung (Po­lio­mye­li­tis) ge­hö­ren zu den mel­de­pflich­ti­gen Krank­hei­ten. Die Ma­sern- und Rö­tel­neli­mi­na­ti­on in Eu­ro­pa ist das Ziel der WHO, wel­ches die Schweiz un­ter­stützt. Bei der Kin­der­läh­mung wur­de die­ses Ziel be­reits er­reicht.

                              Letzte Aktualisierung: 25.08.2022, BH /KM

                              Mehr zum The­ma

                              Ak­tu­el­les

                              kurz&bündigkurz&bündig
                              8/27/2022
                              Tochter und Mutter, beide fassen sich in die Haare

                              Angst­stö­run­gen wer­den über­tra­gen

                              Kin­der, de­ren El­tern an Angst­stö­run­gen lei­den, er­kran­ken selbst häu­fi­ger an Angst­stö­run­gen. Da­bei fin­det die „Über­tra­gu…

                              Auch in­ter­es­sant

                              Neu­es­te Ar­ti­kel

                              Unsere Partner

                              Anzeige
                              Anzeige