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                              Rin­gel­rö­teln (Ery­the­ma in­fec­tiosum)

                              Kind mit Ausschlag im Gesicht
                              ©
                              GettyImages

                              Die Rin­gel­rö­teln, auch fünf­te Kin­der­krank­heit ge­nannt, wer­den ver­ur­sacht durch das Par­vo­vi­rus B19, ha­ben also nichts mit den her­kömm­li­chen Rö­teln oder dem Rö­tel­ner­re­ger zu tun. Die Er­kran­kung ist höchst an­ste­ckend und be­fällt vor­wie­gend Kin­der, vor al­lem in den Win­ter- und Früh­lings­mo­na­ten. Dann kommt es in Krip­pen, Ki­tas und Kin­der­gär­ten zu re­gel­rech­ten Epi­de­mi­en. Etwa 70% der Er­wach­se­nen ha­ben be­reits eine Rin­gel­rö­teln-Er­kran­kung durch­ge­macht und sind des­halb im­mun.

                              Die In­ku­ba­ti­ons­zeit be­trägt 6-14 Tage. In­fi­zier­te Kin­der sind nur wäh­rend ei­ner Wo­che vor dem Be­ginn des Ex­zems an­ste­ckend. Der Aus­schlag tritt - al­ler­dings nur bei 10-20 % al­ler er­krank­ten Kin­der - ohne Vor­bo­ten oder Be­ein­träch­ti­gung des All­ge­mein­be­fin­dens auf und be­ginnt meist an den Wan­gen mit in­ten­si­ver Rö­tung und leich­ter Schwel­lung, die den Be­reich um den Mund her­um frei lässt (Schmet­ter­lings­form, Ohr­fei­gen­krank­heit). Der rö­teln­ähn­li­che Aus­schlag mit in­ein­an­der flies­sen­den röt­li­chen und in der Mit­te hel­le­ren Fle­cken ist am Kör­per gir­lan­den- oder git­ter­för­mig, da­her der Name „Rin­gel­rö­teln“. Die Haut ist heiss, spannt und juckt.

                              Be­gleit­erschei­nun­gen kön­nen Fie­ber, Frös­teln, Mus­kel- Ge­lenk- und Kopf­schmer­zen, Juck­reiz und Er­bre­chen sein. Nach zwei bis drei Ta­gen geht der Aus­schlag mit sei­nen blass­ro­ten Rin­gen auf die Glied­mas­sen, v.a. die Vor­der­sei­ten (Streck­sei­ten) der Bei­ne und Aus­sen­sei­ten der Arme, über. Nach etwa acht, spä­tes­tens 14 Ta­gen ver­schwin­det der Aus­schlag wie­der.

                              Kom­pli­ka­tio­nen gibt es ei­gent­lich bei den Rin­gel­rö­teln nicht; die Er­kran­kung ist sehr harm­los und be­darf meist nicht ein­mal ei­ner Be­hand­lung. Die Haut ist je­doch vier bis sechs Wo­chen lang sehr tro­cken und soll­te gut ge­pflegt wer­den. Ge­eig­net sind fett­rei­che und feuch­te Lo­tio­nen und Öl­bä­der. Fie­ber­sen­ken­de Zäpf­chen und Wa­den­wi­ckel kön­nen die Be­schwer­den bei Fie­ber lin­dern. Aus­ser­dem emp­feh­lens­wert sind eine aus­rei­chen­de Flüs­sig­keits­zu­fuhr und die Ein­hal­tung von Bett­ru­he. Die Kin­der sind bei Auf­tre­ten des Aus­schlags nicht mehr an­ste­ckend und brau­chen nicht iso­liert zu wer­den.

                              Vor­sicht ist je­doch im Kon­takt mit Schwan­ge­ren ge­bo­ten, da eine Rin­gel­rö­teln­in­fek­ti­on in die­ser Zeit eine Schä­di­gung des Un­ge­bo­re­nen her­vor­ru­fen kann. Lei­der sind In­fi­zier­te be­reits an­ste­ckend, be­vor sich die ers­ten Haut­aus­schlä­ge zei­gen (s.o.). Zu­min­dest soll­ten Kin­der, in de­ren Krip­pe, Kin­der­gar­ten oder Schu­le Rin­gel­rö­teln gras­sie­ren, Kon­takt zu Schwan­ge­ren mei­den. 

                              Ei­nen Impf­schutz gibt es nicht. Sel­te­ne Spät­fol­gen sind rheu­ma­ti­sche Be­schwer­den.

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                              Letzte Aktualisierung: 06.11.2019, BH

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