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                              Bauch mit Masern

                              Ma­sern


                              Die Ma­sern wa­ren frü­her eine weit ver­brei­te­te Krank­heit. Sie sind sehr an­ste­ckend. Prak­tisch je­der un­ge­schütz­te Mensch wird bei Kon­takt mit Ma­sern­vi­ren, also mit ei­nem Er­krank­ten, in­fi­ziert. Aber auch ei­ni­ge Me­ter weit über die Luft kön­nen Ma­sern über­tra­gen wer­den, wenn ein Er­krank­ter z.B. niest oder hus­tet. Wer ein­mal Ma­sern durch­ge­macht hat oder da­ge­gen ge­impft wur­de, ist sein Le­ben lang im­mun.

                              Wie er­kennt man Ma­sern?


                              Die In­ku­ba­ti­ons­zeit be­trägt 10-11 Tage. Die Vor­zei­chen der Ma­sern er­in­nern an eine Er­käl­tung und dau­ern etwa drei Tage. Aber bald tre­ten ho­hes Fie­ber zwi­schen 38 und 39°C, eine Au­gen­bin­de­haut­ent­zün­dung und ein ty­pi­scher Aus­schlag mit schwe­rem Krank­heits­ge­fühl, Kopf­weh und quä­len­dem Hus­ten auf. Die Mund­schleim­haut ist stark ge­rö­tet und weist oft klei­ne weis­se Fle­cken an den Wan­gen­in­nen­sei­ten auf. Der Aus­schlag be­ginnt oft hin­ter dem Ohr und brei­tet sich über den gan­zen Kör­per aus. Er ist ty­pi­scher­wei­se von ei­nem Wie­der­an­stieg des Fie­bers auf bis über 40°C be­glei­tet. Die Fle­cken sind rot, leicht er­ha­ben und bis 5 mm gross. In­ner­halb von zwei Ta­gen ha­ben sie sich über den gan­zen Kör­per aus­ge­brei­tet. Die Wan­gen er­schei­nen be­son­ders rot. Mit Aus­bruch des Aus­schlags lässt die An­ste­ckungs­ge­fahr ra­pi­de nach. Vier bis fünf Tage spä­ter ist das Kind meist fie­ber­frei, aber noch er­ho­lungs­be­dürf­tig und matt.

                              Wie be­han­delt man Ma­sern?


                              Un­kom­pli­zier­te Ma­sern wer­den nicht mit An­ti­bio­ti­ka be­han­delt. Bett­ru­he, ein ab­ge­dun­kel­ter Raum, reich­lich Flüs­sig­keits­zu­fuhr und evtl. ein Me­di­ka­ment ge­gen das Fie­ber sind aus­rei­chend. Als Haus­mit­tel hat sich eine Salz­was­ser-Wä­sche be­währt: Lö­sen Sie 1 TL Salz in ¼ l lau­war­mem Was­ser auf und wa­schen Sie Ihr Kind da­mit von oben bis un­ten ab. Trock­nen Sie es an­schlies­send gut ab.

                              Kann es Kom­pli­ka­tio­nen ge­ben?


                              Von ei­ner „harm­lo­sen“ Krank­heit kann bei Ma­sern trotz­dem kei­ne Rede sein. Das Ma­sern­vi­rus schwächt die na­tür­li­chen Ab­wehr­kräf­te des Kör­pers und macht das be­trof­fe­ne Kind für In­fek­tio­nen al­ler Art an­fäl­lig. Das kann zu Durch­fall, Lun­gen­ent­zün­dun­gen, Mit­tel­ohr­ent­zün­dun­gen (mit evtl. fol­gen­der Taub­heit), Ver­ei­te­run­gen der Ne­ben­höh­len und Ent­zün­dun­gen der Au­gen füh­ren. Auch Krämp­fe kön­nen auf­tre­ten. In vie­len Län­dern der drit­ten Welt sind Ma­sern im­mer noch die häu­figs­te To­des­ur­sa­che.

                              Aus­ser­dem ist das Vi­rus „neu­ro­trop“ („ner­ven­gän­gig“) und kann zu Stö­run­gen des Ner­ven­sys­tems füh­ren. Bei vie­len Kin­dern führt die Krank­heit bei schein­bar kom­pli­ka­ti­ons­lo­sem Ver­lauf zu zen­tral­ner­vö­sen Auf­fäl­lig­kei­ten, die sich nicht sel­ten in Ver­hal­tens- und Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen der Kin­der über lan­ge Zeit hin aus­wir­ken kön­nen. Am meis­ten ge­fürch­tet ist die Ma­sern-En­ze­pha­li­tis, also eine Ent­zün­dung des Ge­hirns. Bei ei­nem von 1000 bis 2000 Er­krank­ten und umso häu­fi­ger je äl­ter das Kind ist, kommt es zu die­ser Kom­pli­ka­ti­on, die töd­lich ver­lau­fen oder blei­ben­de Schä­di­gun­gen (geis­ti­ge Ent­wick­lungs­stö­run­gen, Läh­mun­gen) hin­ter­las­sen kann.

                              Seit 40 Jah­ren kennt man eine be­sorg­nis­er­re­gen­de Spät­fol­ge von Ma­sern, die SSPE: Sub­a­ku­te (also lang­sam ver­lau­fen­de) skle­ro­sie­ren­de (mit Ge­webs­um­bau ein­her­ge­hen­de) Pa­n­en­ze­pha­li­tis (d.h. Ent­zün­dung, die das ge­sam­te Ge­hirn be­fällt). SSPE wird zu den so ge­nann­ten „Slow vi­rus“-Er­kran­kun­gen ge­rech­net und tritt oft erst meh­re­re Jah­re nach der durch­ge­mach­ten Ma­sern­er­kran­kung auf. Sie be­ginnt mit Ver­hal­tens­auf­fäl­lig­kei­ten und führt meist in­ner­halb von sechs bis zwölf Mo­na­ten (manch­mal al­ler­dings im Lau­fe meh­re­rer Jah­re) un­ter fort­schrei­ten­dem Ab­bau geis­ti­ger und mo­to­ri­scher Fä­hig­kei­ten zur Zer­stö­rung des Ge­hirns und schliess­lich zum Tod.

                              War­um ist die Imp­fung so wich­tig?


                              In der Schweiz ist die Impf­dis­zi­plin hin­sicht­lich Ma­sern un­ge­nü­gend, die Durch­imp­fung be­trägt nur ca. 80%. Es gibt je­des Jahr neu rund 14 000 un­ge­impf­te Klein­kin­der. Ent­spre­chend wird von Ex­per­ten in ei­ni­gen Jah­ren mit Ma­sern­epi­de­mi­en in der Schweiz ge­rech­net. In­ner­halb der letz­ten fünf­zehn Jah­re wur­den in der Schweiz noch min­des­tens sie­ben To­des­op­fer bei Kin­dern durch Ma­sern ge­zählt. Ein Im­pfob­li­ga­to­ri­um wird des­halb zur Zeit dis­ku­tiert.

                              In den Län­dern, die sehr um­fas­send imp­fen (z.B. Schwe­den, Finn­land, Hol­land, USA), sind die Ma­sern hin­ge­gen sehr sel­ten ge­wor­den oder ganz ver­schwun­den. Dazu müs­sen al­ler­dings 95% al­ler Klein­kin­der zwei­mal ge­impft wer­den (MMR-Imp­fung). Die MMR-Imp­fung soll vor dem 2. Ge­burts­tag ab­ge­schlos­sen sein und es wer­den 2 Impf­do­sen be­nö­tigt. Bei Säug­lin­gen mit er­höh­tem Ri­si­ko (Früh­ge­bo­re­ne, Krip­pe, Epi­de­mie) ist die Ma­sern-/MMR-Imp­fung ab 9 re­spek­ti­ve 6 Mo­na­ten emp­foh­len.

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                              11/1/2019
                              Körper mit Ausschlag

                              Feh­len­de An­ti­kör­per

                              Dass auf die an sich schon ge­fähr­li­chen Ma­sern oft auch noch an­de­re Er­kran­kun­gen fol­gen, wur­de schon früh be­ob­ach­tet. …
                              kurz&bündigkurz&bündig
                              4/27/2017
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                              Letzte Aktualisierung: 06.11.2019, BH
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