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                              Ma­sern

                              Was die Ma­sern ver­ur­sacht, wie die­se klas­si­sche Kin­der­krank­heit be­han­delt wird uns al­les über die ge­fähr­li­chen Kom­pli­ka­tio­nen.

                              An Masern erkranktes Kind liegt im Bett
                              ©
                              GettyImages

                              Das hoch­an­ste­cken­de Ma­sern­vi­rus wird durch Tröpf­chen­in­fek­tio­nen, also beim Spre­chen, Nie­sen oder Hus­ten, über­tra­gen. Die in­fi­zier­ten Ae­ro­so­le kön­nen bis zu zwei Stun­den in der Luft schwe­ben.

                              Sym­pto­me von Ma­sern


                              Die In­ku­ba­ti­ons­zeit ist die Zeit, die vom Zeit­punkt der An­ste­ckung bis zum Aus­bruch der Krank­heit ver­geht. Bei Ma­sern be­trägt sie 10 bis 11 Tage.

                              Ty­pisch für eine Ma­sern­er­kran­kung sind die zwei Krank­heits­schü­be: Als ers­tes be­kom­men die Er­krank­ten Fie­ber, Hus­ten, Schnup­fen Bauch-, Kopf- und Hals­schmer­zen. Aus­ser­dem sind sie oft licht­scheu und ha­ben eine  Ent­zün­dung der Schleim­haut im Mund. Die Mund­schleim­haut ist dann stark ge­rö­tet und weist oft klei­ne weis­se Fle­cken an den Wan­gen­in­nen­sei­ten auf.

                              In ei­ner zwei­ten Pha­se, etwa drei Tage nach den ers­ten Sym­pto­men, folgt ein er­neu­ter Fie­ber­an­stieg, die Sym­pto­me wer­den hef­ti­ger und ein Haut­aus­schlag kommt dazu. Die Fle­cken sind rot, leicht er­ha­ben und bis 5 Mil­li­me­ter gross. In­ner­halb von zwei Ta­gen ha­ben sie sich über den gan­zen Kör­per aus­ge­brei­tet, die Wan­gen er­schei­nen häu­fig be­son­ders rot.

                              So wer­den Ma­sern be­han­delt


                              Ma­sern wer­den durch Vi­ren aus­ge­löst, An­ti­bio­ti­ka ist des­halb wir­kungs­los. Le­dig­lich die Sym­pto­me wie Fie­ber und Schmer­zen kön­nen me­di­ka­men­tös be­han­delt wer­den. Bett­ru­he und das Ab­dun­keln des Rau­mes hel­fen und ge­nü­gend Flüs­sig­keit ist ge­ra­de bei ho­hem Fie­ber sehr wich­tig.

                              Als Haus­mit­tel ge­gen den Aus­schlag hat sich eine Salz­was­ser-Wä­sche be­währt: Lö­sen Sie 1 TL Salz in ¼ l lau­war­mem Was­ser auf, wa­schen Sie Ihr Kind da­mit von oben bis un­ten ab und trock­nen Sie es an­schlies­send.

                              Ge­fähr­li­che Kom­pli­ka­tio­nen bei Ma­sern


                              Von ei­ner harm­lo­sen Krank­heit kann bei Ma­sern kei­ne Rede sein. In vie­len Län­dern der drit­ten Welt sind Ma­sern im­mer noch eine der häu­figs­ten To­des­ur­sa­chen.

                              Das Ma­sern­vi­rus schwächt das Im­mun­sys­tem und macht das be­trof­fe­ne Kind an­fäl­lig für bak­te­ri­el­le In­fek­tio­nen al­ler Art. Das kann zu Durch­fall, Lun­gen­ent­zün­dun­gen, Mit­tel­ohr­ent­zün­dun­gen, Ver­ei­te­run­gen der Ne­ben­höh­len und Ent­zün­dun­gen der Au­gen füh­ren. Am meis­ten ge­fürch­tet ist die Ma­sern-En­ze­pha­li­tis, also eine Ent­zün­dung des Ge­hirns. Bei ei­nem von 1000 Er­krank­ten kommt es zu die­ser Kom­pli­ka­ti­on, die töd­lich ver­lau­fen, eine wie geis­ti­ge Ent­wick­lungs­stö­rung oder Läh­mung hin­ter­las­sen kann.

                              Das Ma­sern­vi­rus kann auch bei schein­bar kom­pli­ka­ti­ons­lo­sem Ver­lauf zu Stö­run­gen des Ner­ven­sys­tems füh­ren. Die Krank­heit kann zu zen­tral­ner­vö­sen Auf­fäl­lig­kei­ten füh­ren, die sich nicht sel­ten in Ver­hal­tens- und Kon­zen­tra­ti­ons­stö­run­gen der Kin­der äus­sert.

                              Eine be­sorg­nis­er­re­gen­de Spät­fol­ge von Ma­sern ist die sub­a­ku­te skle­ro­sie­ren­de Pa­n­en­ze­pha­li­tis (SSPE). Die­se lang­sam ver­lau­fen­de Ent­zün­dung ver­än­dert das Hirn­ge­we­be und en­det im­mer töd­lich. Sie ist eine so­ge­nann­ten „Slow vi­rus“-Er­kran­kung und tritt oft erst meh­re­re Jah­re nach der durch­ge­mach­ten Ma­sern­er­kran­kung auf. Sie be­ginnt mit Ver­hal­tens­auf­fäl­lig­kei­ten und führt un­ter fort­schrei­ten­dem Ab­bau geis­ti­ger und mo­to­ri­scher Fä­hig­kei­ten zur Zer­stö­rung des Ge­hirns und schliess­lich zum Tod.

                              War­um ist die Imp­fung so wich­tig?


                              Dank der MMR-Imp­fung (Ma­sern, Mumps, Rö­teln) sind die Ma­sern­fäl­le in der Schweiz deut­lich zu­rück­ge­gan­gen. 2019 wa­ren nicht ganz 90% al­ler Kin­der im Al­ter von zwei Jah­ren ge­gen Ma­sern ge­impft. Um die Krank­heit aber nicht nur wie jetzt ein­zu­däm­men, son­dern ganz aus­zu­rot­ten, bräuch­te es eine Impf­ra­te von 95% der Ge­samt­be­völ­ke­rung. 

                              Seit 2019 wur­den zwei To­des­fäl­le we­gen Ma­sern ge­mel­det. Ma­sern, Rö­teln und die Kin­der­läh­mung (Po­lio­mye­li­tis) ge­hö­ren zu den mel­de­pflich­ti­gen Krank­hei­ten. Die Ma­sern- und Rö­tel­neli­mi­na­ti­on in Eu­ro­pa ist das Ziel der WHO, wel­ches die Schweiz un­ter­stützt. Bei der Kin­der­läh­mung wur­de die­ses Ziel be­reits er­reicht.

                              Im Schwei­ze­ri­schen Impf­plan ist die Kom­bi­na­ti­ons­imp­fung von Ma­sern zu­sam­men mit Mumps und Rö­teln (MMR-Imp­fung) auf­ge­nom­men. Nach der Imp­fung mit zwei Do­sen ist man in der Re­gel le­bens­lang vor ei­ner In­fek­ti­on mit Ma­sern­vi­ren ge­schützt.

                              Aus der For­schung


                              kurz&bündigkurz&bündig
                              11/1/2019
                              Körper mit Ausschlag

                              Feh­len­de An­ti­kör­per

                              Dass auf die an sich schon ge­fähr­li­chen Ma­sern oft auch noch an­de­re Er­kran­kun­gen fol­gen, wur­de schon früh be­ob­ach­tet. …
                              kurz&bündigkurz&bündig
                              4/27/2017
                              Kind mit Masern

                              Ma­sern­schutz ist wich­tig

                              Die Ma­sern sind eine mel­de­pflich­ti­ge Krank­heit. Ärz­te sind ver­pflich­tet, neue Krank­heits­fäl­le in­ner­halb von 24 Stun­den …
                              Letzte Aktualisierung: 24.08.2022, BH/KM

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                              Ak­tu­el­les

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                              9/2/2022
                              Paar entspannt im Bett, sie liegt auf ihm

                              End­lich die Pil­le für den Mann?

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