Anzeige
  • Kinderwunsch
    • Schwangerschaft
      • Geburt
        • Wochenbett
          • Baby
            • Kind

              • Stillen
                • Krankheiten
                  • Familie
                    • Frau
                      • Erziehung
                        • Vater werden
                          • Gesund Leben
                            • Arbeit, Recht und Finanzen

                              Junge wird beim Arzt untersucht
                              ©
                              GettyImages

                              Mumps (Zie­gen­pe­ter oder Paro­ti­tis epi­de­mi­ca)


                              Mumps­vi­ren wer­den durch Tröpf­chen- oder Schmier­in­fek­ti­on über­tra­gen. Die In­ku­ba­ti­ons­zeit be­trägt durch­schnitt­lich 18 Tage, kann aber auch län­ger oder kür­zer sein. Schon in den letz­ten Ta­gen der In­ku­ba­ti­ons­zeit ist der Er­krank­te an­ste­ckend und bleibt es bis ma­xi­mal zwei Wo­chen nach Aus­bruch der Sym­pto­me.

                              Mumps ist zwar ge­nau­so hoch­an­ste­ckend wie Ma­sern und Wind­po­cken, aber nur bei ei­nem Teil der In­fi­zier­ten zei­gen sich die klas­si­schen Sym­pto­me. Vie­le ma­chen die Er­kran­kung also un­be­merkt durch, sind aber trotz­dem ihr Le­ben lang im­mun. Kna­ben er­kran­ken häu­fi­ger als Mäd­chen. Und Säug­lin­ge fast nie: Sie ha­ben noch ei­nen gu­ten Nest­schutz von der Mut­ter mit­be­kom­men. Des­halb ist Mumps eine Krank­heit des Kin­der­gar­ten- und Schul­al­ters.

                              Das Vor­sta­di­um ist un­cha­rak­te­ris­tisch. Die Kin­der sind oft nur matt und lust­los, man­che ha­ben Fie­ber und Kopf­schmer­zen. Nach ein paar Ta­gen tre­ten ein- oder beid­sei­tig Schwel­lun­gen an den Ohr­spei­chel­drü­sen auf. Das Ohr­läpp­chen steht ab. Ein tro­cke­ner Mund, Schmer­zen beim Kau­en, Schlu­cken und beim Mund­öff­nen sind ty­pisch. Die Schwel­lung kann auch auf die an­de­ren Spei­chel­drü­sen im Mund- und Ra­chen­raum, die Trä­nen­drü­sen, die Schild­drü­se, die Bauch­spei­chel­drü­se, die Ei­er­stö­cke und bei Kna­ben be­son­ders schmerz­haft auf die Ho­den über­grei­fen.

                              Mumps ver­läuft im all­ge­mei­nen harm­los und ist nach ei­ner Wo­che über­stan­den. Selbst wenn es – wie re­la­tiv häu­fig bei Mumps - zu ei­ner Hirn­haut­ent­zün­dun­gen (Me­nin­gi­tis) kommt, ver­läuft die­se in der Re­gel gut­ar­tig. Sel­ten tre­ten aber schwe­re­re Kom­pli­ka­tio­nen auf, die Schwer­hö­rig­keit und Taub­heit hin­ter­las­sen kön­nen. Des­halb soll­ten Sie trotz­dem Ihr Kind beim Arzt vor­stel­len, vor al­lem wenn Ho­den­schmer­zen (Kna­ben) oder Un­ter­leibs­schmer­zen (Mäd­chen), Kopf­schmer­zen und ein stei­fer Na­cken auf­tre­ten.

                              Kin­der mit Mumps soll­ten Bett­ru­he ein­hal­ten. Mund­pfle­ge ist wich­tig: Ka­mil­len- oder Sal­bei­tee zum Spü­len des tro­cke­nen Mund­raums, dazu viel zu trin­ken ge­ben, be­son­ders bei Fie­ber. Wenn das Schlu­cken und Mund­öff­nen schmerz­haft ist, geht das leich­ter mit ei­nem Stroh­halm - Sup­pen, Trink­jo­ghurt, Milch­shakes. Eine mit ei­nem Hand­tuch um­wi­ckel­te Wärm­fla­sche auf der be­trof­fe­nen Ge­sichts­hälf­te lin­dert den Schmerz. Sind die Ho­den ent­zün­det, hilft die Hoch­la­ge­rung auf ei­nem klei­nen Kis­sen.

                              Ge­gen Mumps kann man sich im Rah­men ei­ner Kom­bi­na­ti­ons­imp­fung zu­sam­men mit Ma­sern und Rö­teln (MMR-Imp­fung) schüt­zen. Eine feh­len­de Imp­fung kann in je­dem Le­bens­al­ter nach­ge­holt wer­den. In der Schweiz gab es we­gen der un­ge­nü­gen­den Durch­imp­fung grös­se­re Epi­de­mi­en in den Jah­ren 1994/1995 und 1999/2000 mit 50-100.000 Er­krank­ten. Die MMR-Imp­fung soll bis zum 2. Ge­burts­tag ab­ge­schlos­sen sein und es wer­den 2 Impf­do­sen be­nö­tigt. Bei Säug­lin­gen mit er­höh­tem Ri­si­ko (Früh­ge­bo­re­ne, Krip­pe, Epi­de­mie) ist die Ma­sern-/MMR-Imp­fung ab 9 re­spek­ti­ve 6 Mo­na­ten emp­foh­len.

                              kurz&bündigkurz&bündig
                              11/21/2020
                              Spritze am Oberarm eines Babys

                              In­di­rek­te An­ti­kör­per­wir­kung

                              Eine neue Stu­die deu­tet dar­auf hin, dass der Ma­sern-Mumps-Rö­teln-Impf­stoff (MMR) auch vor dem neu­ar­ti­gen Co­ro­na­vi­rus …
                              Letzte Aktualisierung: 06.11.2019, BH
                              Anzeige
                              Anzeige