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                              Frau mit Schwangerschaftstest
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                              GettyImages

                              Psy­chi­sche Pro­ble­me der Ste­ri­li­täts­be­hand­lung


                              Wir le­ben in ei­ner Zeit des ra­san­ten, tech­ni­schen Fort­schritts. Al­les er­scheint mög­lich, wenn der Mensch es nur will. Trotz­dem stos­sen wir im­mer wie­der an un­se­re Gren­zen. In kaum ei­nem an­de­ren Be­reich wird das so deut­lich wie beim un­er­füll­ten Kin­der­wunsch.

                              Kin­der sind für vie­le von uns die Krö­nung ei­ner Lie­bes­be­zie­hung oder die Ver­voll­stän­di­gung der Fa­mi­lie. Das Aus­blei­ben des er­sehn­ten Nach­wuch­ses wird als be­son­ders schmerz­haft und als Schuld er­lebt. Das Ge­fühl der Hilf­lo­sig­keit bei ei­nem Pro­blem, wel­ches den kom­plet­ten Le­bens­plan nach­hal­tig be­ein­flusst, ist sehr be­las­tend und schwer zu be­wäl­ti­gen. 

                              Un­frucht­bar­keit ist nur sel­ten auf psy­chi­sche Fak­to­ren zu­rück­zu­füh­ren. Aber es ist der Kin­der­wunsch selbst, der häu­fig bei­de Part­ner psy­chisch be­las­tet. Und das kann die Frucht­bar­keit wei­ter min­dern. Die stän­di­ge in­ne­re Span­nung und ein ho­her Er­folgs­druck lö­sen Stress aus. Der see­li­sche Druck kommt von den Er­war­tun­gen Aus­sen­ste­hen­den (El­tern, Schwie­ger­el­tern, Kol­le­gen), wel­che durch we­nig ein­fühl­sa­me Fra­gen ver­let­zen, vom Part­ner oder von den ei­ge­nen Schuld­ge­füh­len. Je mehr man sich un­ter Druck setzt, des­to mehr kön­nen die an der Frucht­bar­keit be­tei­lig­ten Hor­mo­ne ir­ri­tiert wer­den. Die Fol­ge bei der Frau: Der Ei­sprung kann aus­blei­ben. Aus­ser­dem kann Stress zu ei­ner Ver­kramp­fung der Ei­lei­ter füh­ren, wo­durch der Trans­port der be­fruch­te­ten Ei­zel­le in die Ge­bär­mut­ter ge­stört wird. Und die männ­li­che See­le ist in punk­to Kin­der­wunsch kei­nes­wegs un­emp­find­li­cher als die der Frau. Kör­per­li­cher und see­li­scher Stress kön­nen die Bil­dung der Sa­men­zel­len hem­men und ih­ren Trans­port be­hin­dern. Die Sper­mi­en­qua­li­tät kann so zu­min­dest vor­über­ge­hend her­ab­ge­setzt sein.

                              Lei­der gibt es kein Pa­tent­re­zept, den Kin­der­wunsch nicht so über­mäch­tig wer­den zu las­sen, dass er den Kör­per blo­ckiert. Mehr Ge­las­sen­heit lässt sich nicht vom Arzt ver­schrei­ben. Wich­tig ist: Tei­len Sie Ihre Ge­füh­le Ih­rem Part­ner und Ih­rem Arzt mit, pfle­gen Sie Ihre Part­ner­schaft in schwie­ri­gen Zei­ten! Denn Schuld­ge­füh­le sind nicht an­ge­bracht. Die we­nigs­ten Paa­re ma­chen et­was in ih­rer Le­bens­wei­se so falsch, dass es als mass­geb­li­cher Grund für das Fer­ti­li­täts­pro­blem her­hal­ten könn­te. Wenn Sie sich ge­sund er­näh­ren, auf­hö­ren zu rau­chen, Ih­ren Kaf­fee­kon­sum ein­schrän­ken und wäh­rend der Tage vor dem Ei­sprung zwei- oder drei­mal Ge­schlechts­ver­kehr ha­ben, ha­ben Sie schon viel ge­tan. Stress am Ar­beits­platz kann man ge­ra­de heut­zu­ta­ge nicht im­mer aus dem Weg ge­hen, und nur eine be­ruf­li­che Ver­än­de­rung bringt manch­mal die not­wen­di­ge Ent­span­nung. 

                              Wenn Sie ge­mein­sam als Paar kei­ne Stra­te­gie ent­wi­ckeln kön­nen, um dem Er­folgs­druck zu ent­kom­men, soll­ten Sie dar­an den­ken, pro­fes­sio­nel­le Hil­fe ein­zu­schal­ten. Da­bei geht es vor al­lem um die ganz grund­le­gen­de und ehr­li­che Be­ant­wor­tung die­ser Fra­gen:

                              • Was be­deu­tet uns ein Kind?

                              • Was be­deu­tet das Kind für un­se­re Part­ner­schaft?

                              • Wer von uns bei­den lei­det mehr un­ter der Kin­der­lo­sig­keit?

                              • Wie ste­hen wir zur Ad­op­ti­on?

                              • Wie könn­te für uns ein Le­ben ohne Kind aus­se­hen?

                              Letzte Aktualisierung: 24.02.2021, BH
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