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Wehenschreiber wird angeschlossen
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Kom­pli­ka­tio­nen

Ob­wohl eine Ge­burt ein na­tür­li­cher Vor­gang ist, be­steht lei­der im­mer ein Ri­si­ko für plötz­lich auf­tre­ten­de und un­er­war­te­te Kom­pli­ka­tio­nen.


Ein­lei­tung der Ge­burt


Wenn die We­hen durch Hor­mo­ne oder die Spren­gung der Frucht­bla­se künst­lich aus­ge­löst wer­den, ohne ab­zu­war­ten, ob sie auf na­tür­li­chem Weg ein­set­zen, spricht man von ei­ner Ge­burts­ein­lei­tung.

Eine Ein­lei­tung der Ge­burt ist vor al­lem dann sinn­voll, wenn so­wohl die Mut­ter als auch das Kind da­von pro­fi­tie­ren, wenn nicht ab­ge­war­tet wird, bis die We­hen von al­lei­ne ein­set­zen.

Die Lage und Hal­tung des Ba­bys 


In 90 % der Fäl­le dre­hen sich Un­ge­bo­re­ne bis zur 36. Schwan­ger­schafts­wo­che so, dass Sie Kopf vor­an mit dem Ge­sicht zum Rü­cken und dem Hin­ter­kopf zum Bauch der Mut­ter zu lie­gen kom­men. Ei­ni­ge Ba­bys dre­hen sich aber nicht in die­se op­ti­ma­le Ge­burts­po­si­ti­on und wer­den als so­ge­nann­te "Stern­gu­cker" oder in der Be­cken­end­la­ge mit den Füs­sen oder dem Ge­säss vor­an ge­bo­ren. In den sel­te­nen Fäl­len, in de­nen ein Un­ge­bo­re­nes bis zur Ge­burt in der Quer­la­ge lie­gen bleibt, wird es per Kai­ser­schnitt zur Welt kom­men.

Wenn es nicht rich­tig vor­wärts geht


Von ei­ner We­hen­schwä­che spricht man, wenn die We­hen zu kurz, zu schwach oder oder zu sel­ten sind. Häu­fig ge­schieht dies, wenn die Ge­bä­ren­de er­schöpft ist, aber auch eine vol­le Harn­bla­se kann dazu füh­ren, dass sich die Ge­bär­mut­ter nicht mehr zu­sam­men­zieht. Im un­güns­tigs­ten Fall kommt es zu ei­nem Still­stand der Ge­burt.

Sturz­ge­burt


Eine über­stürz­te Ge­burt oder eine so­ge­nann­te Sturz­ge­burt kommt sehr sel­ten vorn und wenn, dann meist bei Frau­en, die be­reits ein­mal ein Kind ge­bo­ren ha­ben. Eine sol­che Ge­burt dau­ert von der ers­ten Wehe – wel­che in ei­ni­gen Fäl­len gleich eine Press­we­he ist – bis zur Ge­burt des Kin­des we­ni­ger als zwei Stun­den.

Der Be­griff Sturz­ge­burt be­schreibt üb­ri­gens in der Rechts­me­di­zin den Fall, wenn das Kind di­rekt aus dem Ge­burts­ka­nal der Mut­ter stürzt und sich da­bei ver­letzt.

Blu­tun­gen


Die Pla­zen­ta ver­sorgt Ihr Baby durch die Na­bel­schnur mit Blut und da­mit auch mit al­len le­bens­wich­ti­gen Nähr­stof­fen. Dar­um ist die Pla­zen­ta sehr stark durch­blu­tet und wäh­rend der Schwan­ger­schaft fest mir der In­nen­wand der Ge­bär­mut­ter ver­wach­sen. Wenn Sie sich nach der Ge­burt ab­löst, ent­steht eine gros­se blu­ten­de Wund­flä­che.

Blu­tun­gen, die wäh­rend oder nach der Ge­burt ent­ste­hen, ha­ben aus die­sem Grund in vie­len Fäl­len mit der Pla­zen­ta zu tun.

Wenn es dem Baby nicht gut geht


Wie es ih­rem Kind wäh­rend der Ge­burt geht, kann bis zu ei­nem ge­wis­sen Grad an­hand des CTG fest­ge­stellt wer­den. Die­ses misst ne­ben der We­hen­tä­tig­keit auch die Herz­fre­quenz des Ba­bys. Fällt die­se bei­spiels­wei­se plötz­lich ab und er­holt sich nicht wie­der, kann dies dar­auf hin­deu­ten, dass es dem Kind nicht gut geht und es so schnell wie mög­lich ge­bo­ren wer­den soll­te.

Die Ge­burts­zan­ge so­wie die Saug­glo­cke sind hilf­reich, wenn das Baby aus dem Ge­burts­ka­nal her­aus­ge­zo­gen wer­den muss. Häu­fig ist dies der Fall, wenn die wer­den­de Mut­ter so er­schöpft ist, dass sie nicht mehr ge­nü­gend pres­sen kann. Aber auch, wenn es dem Kind nicht gut geht, es aber be­reits zu tief ins Be­cken ge­rutscht ist, als dass man es mit ei­nem Kai­ser­schnitt auf die Welt ho­len könn­te.

Ge­burts­ver­let­zun­gen


Wäh­rend ei­ner va­gi­na­len Ge­burt kön­nen auf Grund der star­ken Deh­nung Ver­let­zun­gen im Ge­burts­be­reich ent­ste­hen. Ne­ben dem all­ge­mei­nen Ge­fühl des "Wund seins", wel­ches häu­fig durch klei­ne Fa­ser­ris­se ent­steht, sind vor al­lem der Damm­riss oder-schnitt be­kannt und ge­fürch­tet. Un­ge­fähr bei 10% der Ge­bä­ren­den reisst das Ge­we­be zwi­schen Va­gi­na und Af­ter wäh­rend der Ge­burt.

Ri­si­ko­schwan­ger­schaft gleich Ri­si­ko­ge­burt?


Je nach dem, mit wel­chem Ri­si­ko Ihre Schwan­ger­schaft ver­bun­den ist, wird Ihr Arzt oder Ihre Ärz­tin früh­zei­tig die Ge­burt mit Ih­nen pla­nen. Wahr­schein­lich sind Sie auch wäh­rend der Schwan­ger­schaft inten­si­ver be­treut und über­wacht wor­den.

In vie­len Fäl­len wird die Ge­burt vor dem er­rech­ne­ten Ter­min ein­ge­lei­tet, da so­wohl die Mut­ter als auch das Kind zu die­sem Zeit­punkt eher da­von pro­fi­tie­ren, wenn das Kind ge­bo­ren wird.

Letzte Aktualisierung: 11.06.2021, KM
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