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Frauenfüsse auf der Waage
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Ge­wichts­zu­nah­me in den Wech­sel­jah­ren


Vie­le Frau­en le­gen ab 50 an Ge­wicht zu. Schuld dar­an ist zum gröss­ten Teil die Hor­mon­um­stel­lung. Was sonst noch da­hin­ter­steckt ...

Bauch­fett


Die Er­näh­rung hat sich kaum ver­än­dert, trotz­dem wer­den die Pölster­li im­mer deut­li­cher, vor al­lem am Bauch. Die­se so­ge­nann­te vis­ze­ra­le Fett­spei­che­rung – im Volks­mund die Ap­fel­form – stei­gert das Ri­si­ko für di­ver­se Er­kran­kun­gen stär­ker als die Bir­nen­form mit haupt­säch­li­cher Fett­an­samm­lung an den Hüf­ten und Bei­nen. Bauch­fett be­güns­tigt vor al­lem Blut­hoch­druck, die­ser wie­der­um Herz­in­farkt und Schlag­an­fall, aber in­di­rekt auch De­menz, Fett­le­ber, Zu­cker­krank­heit und Krebs­er­kran­kun­gen.

Was ver­ur­sacht die Ge­wichts­zu­nah­me?


  1. Die Hor­mon­um­stel­lung: Ös­tro­ge­ne ha­ben bis­her den Ap­pe­tit re­gu­liert und die Lust auf Be­we­gung ge­stei­gert. Bei­des fällt mit der ab­neh­men­den Hor­mon­pro­duk­ti­on im­mer mehr weg.

  2. Der Grund­um­satz sinkt: Die Mus­kel­mas­se, die bis­her die meis­te En­er­gie ver­brauch­te, geht be­reits ab 30 Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich zu­rück. Das ver­schärft sich mit zu­neh­men­dem Al­ter, wenn man nicht mit re­gel­mäs­si­gem Kraft­trai­ning ent­ge­gen­wirkt.

  3. Chro­ni­sche Er­kran­kun­gen: Ar­thro­se, Rü­cken­schmer­zen usw. wer­den mit dem Al­ter häu­fi­ger, was nicht ge­ra­de die Lust auf Be­we­gung oder so­gar Sport er­höht.

  4. Schlaf­stö­run­gen: Ein ty­pi­sches Sym­ptom in den Wech­sel­jah­ren - führt zur Ge­wichts­zu­nah­me.

  5. Stress: Auch psy­chi­sche Pro­ble­me ma­chen sich auf der Waa­ge be­merk­bar, wenn auch oft we­gen wohl­tu­en­der klei­ner Na­sche­rei­en zwi­schen­durch: Vie­le Frau­en füh­len sich stark un­ter Druck, wenn die Kin­der aus­zie­hen, die El­tern pfle­ge­be­dürf­tig wer­den und die An­for­de­run­gen im Be­rufs­le­ben an­hal­ten.

  6. Me­di­ka­men­te ge­gen die ty­pi­schen Wech­sel­jahrs­be­schwer­den kön­nen eine Ge­wichts­zu­nah­me wei­ter ver­stär­ken, weil sie den Ap­pe­tit stei­gern, hier sind vor al­lem An­ti­de­pres­si­va wirk­sam. Viel­leicht gibt es Al­ter­na­ti­ven mit we­ni­ger oder an­de­ren un­er­wünsch­ten Wir­kun­gen.

Hor­mon­er­satz­the­ra­pie?


Vie­le Frau­en in den Wech­sel­jah­ren be­geg­nen dem Hor­mon­man­gel auch mit ei­ner Ös­tro­gen-Er­satz­the­ra­pie, um die Be­schwer­den zu re­du­zie­ren. Es stimmt üb­ri­gens nicht, dass Frau­en un­ter ei­ner Hor­mon­er­satz­the­ra­pie zu­neh­men, sie sta­bi­li­siert so­gar das Ge­wicht. Das ist aber na­tür­lich kein aus­rei­chen­der Grund, um Hor­mo­ne zu ver­schrei­ben.

Ein neu­es Kör­per­bild ak­zep­tie­ren


Für bis­her schlan­ke Frau­en sind ein paar Ki­los mehr auf der Waa­ge kei­ne Ka­ta­stro­phe, und ein Body-Mass-In­dex (BMI) im obe­ren Norm­be­reich ist nach­weis­lich am ge­sün­des­ten. Ler­nen Sie, da­mit zu le­ben und ak­zep­tie­ren Sie ein neu­es, et­was an­de­res Kör­per­bild! Ein wei­te­rer Vor­teil: Fül­li­ge­re Frau­en ha­ben meist et­was we­ni­ger Fal­ten im Ge­sicht. Be­wegt sich das Ge­wicht je­doch deut­lich über den emp­foh­le­nen BMI hin­aus, ist eine kon­se­quen­te Er­näh­rungs­um­stel­lung, kom­bi­niert mit re­gel­mäs­si­ger Be­we­gung (Aus­dau­er- und Kraft­sport), emp­feh­lens­wert.

Letzte Aktualisierung: 21.09.2021, BH

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