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Ganz­heit­li­che Mass­nah­men ge­gen Wech­sel­jahrs­be­schwer­den


Vie­le Frau­en su­chen in den Wech­sel­jah­ren Al­ter­na­ti­ven zur schul­me­di­zi­ni­schen Hor­mon­the­ra­pie. Hier­zu zäh­len psy­cho­so­zia­le Be­ra­tung, Sport wie Schwim­men, Lau­fen, Wal­ken und Fahr­rad­fah­ren, Er­näh­rungs­be­ra­tung und Ent­span­nungs­tech­ni­ken wie Yoga (bzw. spe­zi­el­les Hor­mon-Yoga).

Än­de­rung des Le­bens­stils 


  • Be­we­gung/ Sport

  • ge­sun­de, aus­ge­wo­ge­ner Er­näh­rung 

  •  Re­duk­ti­on von Kaf­fee, Al­ko­hol, Ni­ko­tin und schar­fen Ge­wür­zen

Phy­to­the­ra­pie


Dar­un­ter ver­steht man die Be­hand­lung mit Pflan­zen­wirk­stof­fen - nicht zu ver­wech­seln mit Ho­möo­pa­thie. Oft als Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel und nicht als Arz­nei­mit­tel an­ge­bo­ten, fin­det sich eine Fül­le frei­ver­käuf­li­cher Pro­duk­te auf dem Markt.  In der Pflan­zen­heil­kun­de gilt grund­sätz­lich, dass Zu­be­rei­tungs­art, An­teil der Pflan­zen­heil­stof­fe von Prä­pa­rat zu Prä­pa­rat sehr un­ter­schied­li­che sein kön­nen und da­mit star­ke Un­ter­schie­de in der Wirk­sam­keit ent­ste­hen. Wich­tig in die­sem Rah­men ist auch der Un­ter­schied zwi­schen Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­teln und Me­di­ka­men­ten/ Arz­nei­stof­fen. Letz­te­re wer­den deut­lich stren­ger kon­trol­liert und die Ent­wick­lung und Her­stel­lung un­ter­lie­gen viel stär­ke­ren ge­setz­li­chen Vor­schrif­ten. Zur Be­hand­lung von Wech­sel­jahrs­be­schwer­den wur­de nur die Wir­kung we­ni­ger Pflan­zen wis­sen­schaft­lich un­ter­sucht.

Phy­to­ös­tro­ge­ne: Dies sind pflanz­li­che Ex­trak­te, die im mensch­li­chen Kör­per eine schwa­che Ös­tro­gen­wir­kung ha­ben, weil sie Ös­tro­gen­re­zep­to­ren im Ge­we­be be­set­zen. Das kann an un­ter­schied­li­chen Or­ga­nen in un­ter­schied­li­chem Aus­maß ge­sche­hen und teils hem­men­de, bzw. teils ver­stär­ken­de Re­ak­tio­nen der Kör­per­zel­len her­vor­ru­fen. Sie sind auch in Ki­cher­erb­sen, Lin­sen und Brok­ko­li ent­hal­ten. Im Han­del er­hält­lich sind die so­ge­nann­ten Iso­fla­vo­ne (Soja), Fla­vo­noi­de (Wei­zen­kei­me),  Rha­bar­ber­wur­zel, Rot­klee, Hop­fen, Lein­sa­men und mehr. Wis­sen­schaft­li­che Un­ter­su­chun­gen brach­ten un­ter­schied­li­che Er­geb­nis­se. 

Be­son­ders be­kannt ist die So­ja­pflan­ze mit ih­rem Haupt­in­halts­stoff Iso­fla­von. Hier­zu gibt es be­son­ders aus dem asia­ti­schen Raum zahl­rei­che Stu­di­en die zei­gen konn­ten, dass ge­ra­de bei Hit­ze­wal­lun­gen eine The­ra­pie mit Iso­fla­vo­nen sehr wirk­sam sein kann. Sehr un­ter­schied­lich dis­ku­tiert wird die­se The­ra­pie bei Frau­en, die an ei­nem hor­mon­sen­si­blen Brust­krebs er­krankt sind oder wa­ren. Zum ei­nen wer­den die feh­len­den Lang­zeit­stu­di­en (län­ger als 5 Jah­re The­ra­pie) als kri­ti­scher Punkt ge­se­hen, zum an­de­ren der Wirk­me­cha­nis­mus über Ös­tro­gen­re­zep­to­ren. Wei­ter­hin ist an­zu­mer­ken, dass die meis­ten Stu­di­en im asia­ti­schen Raum durch­ge­führt wur­den und da­mit die Wir­kun­gen und Ne­ben­wir­kun­gen von Iso­fla­vo­nen nicht un­be­dingt auf eu­ro­päi­sche Frau­en über­tra­gen wer­den kön­nen.

Be­ru­hi­gend ist, dass die Be­hand­lung mit Iso­fla­vo­nen bis zu ei­ner Do­sie­rung von 100 mg /Tag bei ge­sun­den Frau­en das Krebs­ri­si­ko nicht er­höh­te. Selbst die An­wen­dung von Soja im Sin­ne ei­ner so­ja­rei­chen Er­näh­rung bei be­reits an Brust­krebs er­krank­ten Frau­en zeig­te in­ner­halb der ers­ten drei Jah­re kei­nen ne­ga­ti­ven Ef­fekt, we­der auf die Er­kran­kung selbst noch auf die lau­fen­de The­ra­pie. Ak­tu­ell gibt es auch kei­nen Hin­weis auf eine un­er­wünsch­te Wech­sel­wir­kung bei Tam­oxi­fen- oder Anastro­zol­the­ra­pie.

Trau­ben­sil­ber­ker­zen­wur­zel­stock: Ci­mici­fu­ga race­mo­sa ist eine der in­ter­na­tio­nal am bes­ten un­ter­such­ten Pflan­zen und wird vor al­lem bei Hit­ze­wal­lun­gen ger­ne ein­ge­setzt. Kli­ni­sche Stu­di­en konn­ten eine Lin­de­rung der Be­schwer­den nach­wei­sen. Lang­zeit­un­ter­su­chun­gen über mehr als fünf Jah­re feh­len noch. Brust­krebs: Ex­trak­te aus dem Rhi­zom der Trau­ben­sil­ber­ker­ze re­du­zie­ren bei prä­me­no­pau­sa­len Frau­en mit Brust­krebs (un­ter Tam­oxi­fen-The­ra­pie) Hit­ze­wal­lun­gen si­gni­fi­kant.

Mönchs­pfef­fer:  Vitex agnus cas­tus wird in der Frau­en­heil­kun­de schon lan­ge zur Un­ter­stüt­zung des hor­mo­nel­len Gleich­ge­wichts und bei Re­gel­be­schwer­den ein­ge­setzt. Die Blü­ten und Blät­ter die­ser Pflan­ze aus dem öst­li­chen Mit­tel­meer­raum wir­ken spe­zi­ell dann, wenn die Be­schwer­den vor der Mens­trua­ti­on auf­tre­ten, d.h. die­se Pflan­ze wird vor al­lem bei Blu­tungs­stö­run­gen, Brust­span­nen und beim prä­men­stru­el­len Syn­drom in der frü­hen Pe­ri­me­no­pau­se an­ge­wen­det.

Maca-Knol­len (lepi­di­um meye­nii) und Ome­ga-3-Fett­säu­ren (1100mg EPA/Tag + 150 mg DHA/Tag)  re­du­zie­ren Hit­ze­wal­lun­gen, al­ler­dings sind wei­te­re Stu­di­en für eine fi­na­le Be­ur­tei­lung not­wen­dig.

Für Yams­wur­zel, Dong Quai (4.5 g/Tag), Lein­sa­men-Ex­trakt (1g/Tag), Nacht­ker­zen­öl (500mg/Tag), Gin­seng, Hop­fen-Ex­trakt (100 bzw. 250,cg 8-Phe­nyl­nar­in­ge­nin/Tag) konn­te kei­ne wis­sen­schaft­lich mess­ba­re Wir­kung ge­gen Hit­ze­wal­lun­gen fest­ge­stellt wer­den.

Letzte Aktualisierung: 20.10.2021, BH,AS
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