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Wich­ti­ge Er­zie­hungs­re­geln für El­tern ei­nes Kin­des mit ADHS

Aus der For­schung

Kind mit Konzentrationsproblemen bei den Hausaufgaben
©
GettyImages
  • Neh­men Sie die gu­ten Sei­ten Ih­res Kin­des wahr. Be­stär­ken Sie es dar­in. Das hilft Ih­nen auch schwie­ri­ge Pha­sen zu über­brü­cken und dem Kind zu zei­gen, dass sie es mö­gen.

  • Lo­ben Sie Ihr Kind. Ih­rem Kind fällt es schwe­rer als an­de­ren Kin­dern, Re­geln ein­zu­hal­ten und Auf­ga­ben zu Ende zu brin­gen. Lo­ben Sie es des­halb im­mer, wenn ihm das ge­lingt. Po­si­ti­ve Ver­stär­kung för­dert er­wünsch­tes Ver­hal­ten. Be­reits die An­stren­gungsgs­be­reit­schaft soll­te an­er­kannt wer­den und auch Teil­erfol­ge.

  • Stel­len Sie kla­re Re­geln auf. Re­geln ge­ben Ih­rem Kind Halt, Ori­en­tie­rung und Si­cher­heit. Stel­len Sie ge­mein­sam er­füll­ba­re Fa­mi­li­en­re­geln auf. Set­zen Sie kla­re Gren­zen.

  • Ein­deu­ti­ge Ich-Bot­schaf­ten. Spre­chen Sie klar, ein­deu­tig und dem Kind zu­ge­wandt, zum Bei­spiel: "Ich möch­te, dass Du alle Le­go­stei­ne in die rote Kis­te räumst!" An­schlies­send kon­trol­lie­ren! Tei­len Sie da­bei Auf­ga­ben in klei­ne­re mög­lichst er­füll­ba­re Ab­schnit­te ein. Also nicht: „Räum dein Zim­mer auf!“

  • Be­mü­hen Sie sich um eine ver­läss­li­che Ta­ges­struk­tu­rie­rung und pfle­gen Sie Ri­tua­le. Da­durch kann sich das Kind im Ta­ges­ver­lauf bes­ser ori­en­tie­ren und weiss eher, wann wel­ches Ver­hal­ten er­wünscht ist.

  • Wenn Ihr Kind eine Re­gel über­tritt, re­agie­ren Sie im­mer kon­se­quent und un­mit­tel­bar.

  • Ver­su­chen Sie, Pro­ble­me vor­her­zu­se­hen. Man­che Si­tua­tio­nen sind bei Kin­dern mit ADHS be­son­ders pro­ble­ma­tisch (z. B. Be­such, Haus­auf­ga­ben). Ver­ein­ba­ren Sie vor­her recht­zei­tig Re­geln für die­se Si­tua­tio­nen und Be­loh­nun­gen bei Er­folg.

  • Be­hal­ten Sie die Ge­duld und Über­sicht. Ha­ben Sie Ver­ständ­nis für die Be­son­der­hei­ten im Ver­hal­ten des Kin­des. Ver­su­chen Sie ru­hig zu blei­ben, den in­ne­ren Ab­stand und Ge­duld zu be­wah­ren.

  • Nichts er­zwin­gen. Ver­mei­den sie Dis­kus­sio­nen, wenn die Emo­tio­nen über­ko­chen. Ge­ben Sie sich und Ih­rem Kind eine Aus­zeit, ver­las­sen Sie nö­ti­gen­falls das Zim­mer, um das Pro­blem spä­ter mit mehr Ge­las­sen­heit zu lö­sen.

  • Tun Sie et­was für sich selbst. Kin­der mit ADHS kos­ten viel Kraft. Ach­ten Sie auf Ihre ei­ge­nen Be­dürf­nis­se und aus­rei­chend Zeit zur Ent­span­nung. Da­von pro­fi­tiert auch Ihr Kind.

Aus der For­schung: AG ADHS Ar­beits­ge­mein­schaft ADHS der Kin­der- und Ju­gend­ärz­te e. V. www.agadhs.de

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Letzte Aktualisierung: 18.03.2020, BH

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