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Mutter und Tochter im Gespräch
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Am wich­tigs­ten ist eine lie­be- und re­spekt­vol­le Er­zie­hungs­hal­tung

In­ter­view mit Co­rin­ne Schmid


swiss­mom: Se­xu­el­ler Miss­brauch ist eine trau­ri­ge Rea­li­tät. Gibt es Schät­zun­gen, wie vie­le Kin­der da­von be­trof­fen sind? 

Co­rin­ne Schmid: In der Op­ti­mus-Stu­die aus 2012 ga­ben 15% der be­frag­ten Ju­gend­li­chen an, se­xu­el­le Über­grif­fe mit Kör­per­kon­takt er­lebt zu ha­ben, wäh­rend 30% der Schü­le­rin­nen und Schü­ler an­ga­ben, Über­grif­fe ohne Kör­per­kon­takt er­lebt zu ha­ben. Da­bei sind Mäd­chen häu­fi­ger be­trof­fen als Jun­gen. Bei ei­nem Drit­tel der be­trof­fe­nen Kin­der und Ju­gend­li­chen wa­ren die Über­grif­fe ein­ma­lig, zwei Drit­tel be­rich­te­ten von wie­der­hol­ten Über­grif­fen. Die Zah­len va­ri­ie­ren, je nach­dem, wie se­xu­el­le Ge­walt de­fi­niert wird. Die Zah­len der Op­ti­mus Stu­die zei­gen aber deut­lich, dass se­xu­el­le Über­grif­fe an Kin­dern und Ju­gend­li­chen auch in der Schweiz ein ernst­zu­neh­men­des Pro­blem sind. 

swiss­mom: Wenn von se­xu­el­lem Miss­brauch die Rede ist, den­ken vie­le an den bö­sen Un­be­kann­ten, der Kin­der mit fal­schen Ver­spre­chun­gen zu sich lockt. Wie viel hat die­se Angst mit der Wirk­lich­keit zu tun? 

Co­rin­ne Schmid: Se­xu­el­ler Miss­brauch fin­det meist im so­zia­len Um­feld der Kin­der und Ju­gend­li­chen statt. Nur ganz we­ni­ge Tä­ter und Tä­te­rin­nen sind für die be­trof­fe­nen Kin­der und Ju­gend­li­chen wirk­lich Frem­de. Im Ge­gen­teil: Tä­ter und Tä­te­rin­nen nut­zen oft be­stehen­de Ver­trau­ens-, Macht- und Ab­hä­nig­keits­ver­hält­nis­se. Se­xu­el­ler Miss­brauch fin­det im Freun­des- oder Be­kann­ten­kreis der Fa­mi­lie, der Nach­bar­schaft, Ver­wandt­schaft, der Fa­mi­lie selbst oder in Bil­dungs-, Sport- und Frei­zeit­ein­rich­tun­gen statt. Bei Ju­gend­li­chen sind oft auch Gleich­alt­ri­ge die Tä­ter und Tä­te­rin­nen. 

Zur Per­son

Corinne Schmid foto

Als Fachstelle setzt sich Kinderschutz Schweiz dafür ein, dass Kinder in Schutz und Würde gewaltfrei aufwachsen dürfen, dass ihre Rechte gewahrt werden und ihre Integrität geschützt wird. Wie Kinder besser vor sexuellen Übergriffen geschützt werden können, erläutert Corinne Schmid, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Prävention. 

swiss­mom: Wor­auf soll­ten El­tern in der der Er­zie­hung ach­ten, da­mit das Kind mög­lichst gut vor Miss­brauch ge­schützt ist?  

Co­rin­ne Schmid: Am wich­tigs­ten ist die Er­zie­hungs­hal­tung, mit der El­tern ih­ren Kin­dern im All­tag be­geg­nen. Be­geg­ne ich als Mut­ter oder Va­ter mei­nen Kin­dern mit Lie­be und Re­spekt, neh­me ich ihre Per­sön­lich­keit wahr und ernst, för­de­re ich ihre Ent­wick­lung und Selbst­be­stim­mung und re­spek­tie­re ich ihre Kör­per­gren­zen? Bin ich sen­si­bel für die Be­dürf­nis­se mei­ner Kin­der? Er­mu­ti­ge und un­ter­stüt­ze ich mei­ne Kin­der dar­in, sich selbst zu sein und ihre Wün­sche zu äus­sern, ohne da­bei die Gren­zen an­de­rer zu über­schrei­ten? Die­se Grund­hal­tung ist die wich­tigs­te prä­ven­ti­ve Mass­nah­me in der Er­zie­hung. 

swiss­mom: Wie sieht das ganz kon­kret aus?
Co­rin­ne Schmid: Kon­kret be­deu­tet das: Wenn Kin­der sich selbst als Per­son und gleich­zei­tig auch ih­ren ei­ge­nen Kör­per als wert­voll, schön und lie­bens­wert ent­de­cken und er­fah­ren dür­fen und er­le­ben, dass sie selbst über ih­ren Kör­per be­stim­men kön­nen (und an­de­re ihn bei­spiels­wei­se nicht un­ge­fragt an­fas­sen dür­fen, auch nicht als Lie­bes­be­zeu­gung), ist das ein wich­ti­ger Schutz­fak­tor. Se­xu­al­erzie­hung ist ein wei­te­rer Schutz­fak­tor. Kin­der brau­chen Er­wach­se­ne, die auf eine ih­rem Al­ter an­ge­mes­se­ne Wei­se mit ih­nen über den Kör­per und Se­xua­li­tät spre­chen. Kind­li­che Un­wis­sen­heit wird von Tä­tern und Tä­te­rin­nen aus­ge­nutzt. Wenn Kin­der kei­ne Wör­ter für ihre Ge­schlechts­or­ga­ne und für se­xua­li­sier­te Be­rüh­run­gen und Hand­lun­gen ha­ben, ist es schwie­rig, dar­über zu spre­chen, wenn et­was pas­siert ist. Es hilft Kin­dern zu­dem, wenn sie Übung dar­in ha­ben, ihre ei­ge­nen Ge­füh­le wahr­zu­neh­men und aus­zu­drü­cken. Das un­ter­stützt sie dar­in, ihre Gren­zen zu ach­ten und zu ver­tei­di­gen so­wie über un­an­ge­neh­me Ge­scheh­nis­se zu spre­chen. 

swiss­mom: Was soll­ten Kin­der im Be­zug auf Er­wach­se­ne wis­sen?
Co­rin­ne Schmid: Er­wach­se­ne ha­ben nicht im­mer recht! Es ist wich­tig, dass Kin­der die Er­fah­rung ma­chen, dass Er­wach­se­ne sich ge­nau­so ir­ren und Feh­ler ma­chen. Kin­der kön­nen dazu er­mu­tigt wer­den, Er­wach­se­nen wi­der­spre­chen zu dür­fen. Es ist wich­tig, dass sie er­fah­ren, dass ihr Nein nicht ein­fach über­gan­gen wird und dass sie in Ent­schei­dun­gen ein Mit­spra­che­recht ha­ben. El­tern sind gut be­ra­ten, wenn sie da­für sor­gen, dass sich zu­hau­se kei­ne "Ge­heim­nis­kul­tur" ent­wi­ckelt. Wenn Kin­der er­le­ben, dass auch un­an­ge­neh­me Din­ge be­spro­chen wer­den, trau­en sie sich eher, sel­ber eben­falls über un­an­ge­neh­me oder be­schä­men­de Er­leb­nis­se zu spre­chen. Aus­ser­dem kann Kin­dern ver­mit­telt wer­den, zwi­schen gu­ten und schlech­ten Ge­heim­nis­sen zu un­ter­schei­den: Über schlech­te Ge­heim­nis­se, also Ge­heim­nis­se, die sich schlecht an­füh­len, muss ge­spro­chen wer­den! Kin­der, die er­fah­ren ha­ben, dass sich ihre El­tern und an­de­re Per­so­nen aus ih­rem Um­feld für ihre Sor­gen und Pro­ble­me in­ter­es­sie­ren und ih­nen zur Sei­te ste­hen, kön­nen sich auch bei se­xu­el­lem Miss­brauch eher je­man­dem an­ver­trau­en. 

swiss­mom: Un­ter kei­nen Um­stän­den mit ei­ner frem­den er­wach­se­nen Per­son spre­chen, ein Pass­wort ver­ein­ba­ren, da­mit sich das Kind nicht von ei­ner un­be­fug­ten Per­son ab­ho­len lässt, laut schrei­end weg­ren­nen, wenn es an­ge­spro­chen wird - sol­che Ver­hal­tens­wei­sen schär­fen El­tern ih­ren Kin­dern im­mer und im­mer wie­der ein. Kön­nen sie dazu bei­tra­gen, Kin­der zu schüt­zen? 

Co­rin­ne Schmid: Die­se Ver­hal­tens­re­geln sind nicht falsch. Selbst­ver­ständ­lich soll­ten El­tern mit ih­ren Kin­dern ver­ein­ba­ren, dass sie nicht mit frem­den Per­so­nen mit­ge­hen sol­len und dass Er­wach­se­nen grund­sätz­lich an­de­re Er­wach­se­ne und nicht Kin­der um Hil­fe bit­ten sol­len, usw. Wich­tig ist da­bei aber, dass El­tern ih­rem Kind nicht sug­ge­rie­ren, dass hin­ter je­der Ecke eine Ge­fahr lau­ert. Dies kann ein Kind stark ver­un­si­chern und ängs­ti­gen. Da die Ge­fahr aber oft nicht von un­be­kann­ten Men­schen aus­geht, schüt­zen sol­che Ver­hal­tens­re­geln die Kin­der in vie­len Fäl­len nicht vor Über­grif­fen. Ein se­xu­el­ler Über­griff von ei­nem Er­wach­se­nen ge­gen­über ei­nem Kind oder Ju­gend­li­chen er­eig­net sich nie zu­fäl­lig aus ei­nem Mo­ment her­aus. Tä­ter und Tä­te­rin­nen pla­nen ihre Über­grif­fe oft von lan­ger Hand und in­ten­si­vie­ren den Kon­takt zu ei­nem Kind oder Ju­gend­li­chen über Wo­chen oder so­gar Mo­na­te, ohne da­bei Gren­zen zu über­schrei­ten. So ge­win­nen sie das Ver­trau­en des Kin­des und der gan­zen Fa­mi­lie. Zu den Über­grif­fen kommt es häu­fig erst, wenn be­reits eine ver­trau­ens­vol­le und freund­schaft­li­che Bin­dung zu dem Kind oder Ju­gend­li­chen be­steht. Das ist mit ein Grund da­für, dass es für die Be­trof­fe­nen dann so schwie­rig ist, die Über­grif­fe als sol­che zu er­ken­nen und dar­über zu spre­chen. 

swiss­mom: Gibt es Kin­der, die be­son­ders ge­fähr­det sind, Op­fer von se­xu­el­lem Miss­brauch zu wer­den? 

Co­rin­ne Schmid: Tä­ter und Tä­te­rin­nen su­chen sich häu­fig Kin­der aus, von de­nen sie an­neh­men, dass sie aus ei­nem der fol­gen­den Grün­de leich­te­re Op­fer sind und eher nicht über Über­grif­fe spre­chen wer­den. Dies kön­nen Kin­der sein, die be­reits psy­chi­sche, kör­per­li­che oder se­xu­el­le Ge­walt oder Ver­nach­läs­si­gung in der Fa­mi­lie er­le­ben oder er­lebt ha­ben, oder Kin­der, die sich von den Gleich­alt­ri­gen nicht ak­zep­tiert füh­len. Auch Kin­der, die zu­hau­se zu un­be­ding­tem Ge­hor­sam er­zo­gen wer­den oder Kin­der, die nicht ge­lernt ha­ben, sich bei Pro­ble­men je­man­dem an­zu­ver­trau­en, ha­ben ein hö­he­res Ri­si­ko, Op­fer ei­nes se­xu­el­len Über­griffs zu wer­den. All die­se Kin­der brau­chen ei­nen be­son­de­ren Schutz! Sie ha­ben ei­ner­seits ein be­son­ders gros­ses Be­dürf­nis nach Ak­zep­tanz und Nähe, an­de­rer­seits ha­ben sie oft­mals ver­lernt, ihre ei­ge­nen Gren­zen wahr­zu­neh­men und sie auch ge­gen­über an­de­ren zu ver­tei­di­gen. Eine be­son­ders ge­fähr­de­te Grup­pe stel­len zu­dem Kin­der und Ju­gend­li­che mit ei­ner kör­per­li­chen, geis­ti­gen oder psy­chi­schen Be­hin­de­rung oder Be­ein­träch­ti­gung dar. 

swiss­mom: Oft ist der Tä­ter eben nicht der böse Un­be­kann­te, son­dern eine Per­son aus dem ver­trau­ten Um­feld. Dies macht es schwie­rig, Vor­fäl­le zu er­ken­nen. Gibt es An­zei­chen, bei de­nen El­tern hell­hö­rig wer­den soll­ten? 

Co­rin­ne Schmid: Wenn ein Kind se­xu­el­le Ge­walt er­lebt, kann dies ganz un­ter­schied­li­che Aus­wir­kun­gen ha­ben. Je­des Kind re­agiert an­ders. Ein­deu­ti­ge An­zei­chen oder Sym­pto­me für se­xu­el­len Miss­brauch gibt es nicht. Nur sel­ten sind Ver­let­zun­gen im Ge­ni­tal- oder Anal­be­reich er­kenn­bar. Auch die im Fol­gen­den auf­ge­zähl­ten An­zei­chen oder Sym­pto­me sind un­spe­zi­fisch. Das be­deu­tet, dass sie vie­le ver­schie­de­ne Ur­sa­chen ha­ben kön­nen. El­tern ken­nen aber ihr Kind und soll­ten im­mer dann hell­hö­rig wer­den, wenn das Kind sich ver­än­dert, bei­spiels­wei­se sein Ver­hal­ten än­dert und plötz­lich viel ängst­li­cher oder ag­gres­si­ver ist als vor­her, sich stär­ker zu­rück­zieht oder sich nicht mehr kon­zen­trie­ren kann oder ein se­xua­li­sier­tes Ver­hal­ten zeigt. Auch kör­per­li­che Sym­pto­me, Kopf- oder Bauch­schmer­zen, Schlaf­stö­run­gen kön­nen An­zei­chen sein. 

swiss­mom: Wie sol­len El­tern vor­ge­hen, wenn sie den Ver­dacht ha­ben, dass et­was vor­ge­fal­len ist?  

Co­rin­ne Schmid: Wenn ein Kind sich den El­tern an­ver­trau­en kann, ist es von äus­sers­ter Wich­tig­keit, dass die El­tern ihm glau­ben. Da die be­trof­fe­nen Kin­der und Ju­gend­li­chen sich oft mit­schul­dig füh­len für das Ge­sche­he­ne, sich da­für schä­men und aus­ser­dem vom Tä­ter oder der Tä­te­rin un­ter Druck ge­setzt und zur Ge­heim­hal­tung ver­pflich­tet wer­den, ist es für die be­trof­fe­nen Kin­der schwie­rig, das Ge­sche­he­ne an­zu­spre­chen. Je frü­her aber ein Kind sich je­man­dem an­ver­trau­en kann, der / die ihm glaubt, umso grös­ser ist die Chan­ce, dass das Kind das Ge­sche­hen ver­ar­bei­ten kann und des­to ge­rin­ger ist die Ge­fahr schwer­wie­gen­der Fol­gen. Als El­tern kön­nen Sie in ei­nem sol­chen Fall dem Kind mög­lichst ru­hig zu­hö­ren und es trös­ten. Las­sen Sie das Kind so viel er­zäh­len, wie es möch­te, fra­gen Sie es nicht aus. Mel­den Sie sich um­ge­hend bei ei­ner Op­fer­hil­fe­be­ra­tungs­stel­le in Ih­rer Re­gi­on oder ei­ner auf se­xu­el­le Ge­walt spe­zia­li­sier­te Op­fer­hil­fe­be­ra­tungs­stel­le wie Cas­ta­gna (ZH) oder Lan­ta­na (BE). Wenn Sie als El­tern den Ver­dacht ha­ben, dass Ihr Kind se­xu­el­le Ge­walt er­lebt hat, wen­den Sie sich eben­falls an eine die­ser Stel­len. Die­se kön­nen Ih­nen hel­fen, die Si­tua­ti­on ein­zu­schät­zen und Sie im Be­zug auf das wei­te­re Vor­ge­hen be­ra­ten. 

swiss­mom: Miss­brauchs­prä­ven­ti­on ist auch in Be­treu­ungs­ein­rich­tun­gen, in Schu­len und bei Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten ein wich­ti­ges The­ma. Wel­che Mög­lich­kei­ten ha­ben In­sti­tu­tio­nen und Ver­ei­ne, um Kin­der wirk­sam zu schüt­zen? 

Co­rin­ne Schmid: Über­all dort, wo Kin­der in ei­nem Ver­trau­ens- und Ab­hän­gig­keits­ver­hält­nis zu Er­wach­se­nen ste­hen, kann dies po­ten­ti­ell von Er­wach­se­nen aus­ge­nutzt wer­den. In je­der Ein­rich­tung, sei es eine der Schu­le, ein Fuss­ball­ver­ein oder eine Kin­der­ta­ges­stät­te, braucht es des­halb Schutz­kon­zep­te. 

swiss­mom: Wie wird ein sol­ches Schutz­kon­zept er­ar­bei­tet? 
Co­rin­ne Schmid: Am bes­ten wird zu­erst ein ge­mein­sa­mes Ver­ständ­nis er­ar­bei­tet, was grenz­ver­let­zen­des Ver­hal­ten dar­stellt. Da­nach kann ein Ver­hal­tens­ko­dex er­ar­bei­tet wer­den. Ar­beits­ab­läu­fe, Rah­men­be­din­gun­gen und Re­geln wer­den so ge­stal­tet, dass Si­tua­tio­nen, in de­nen Über­grif­fe ge­sche­hen kön­nen, mi­ni­miert wer­den. So kann eine Schu­le bei­spiels­wei­se die Re­gel auf­stel­len, dass kran­ke Kin­der in der Land­schul­wo­che nie­mals im Zim­mer ei­ner Lehr­per­son über­nach­ten oder dass Lehr- und Be­treu­ungs­per­so­nen kei­nen pri­va­ten Kon­takt mit den Kin­dern und Ju­gend­li­chen pfle­gen. Im Fuss­ball­ver­ein wer­den Re­geln auf­ge­stellt für den Um­gang von Trai­nern und Trai­ne­rin­nen mit der Gar­de­ro­ben- und Dusch­si­tua­ti­on. Und in der Kita be­stehen Re­geln für die in­ti­me Pfle­ge­si­tua­ti­on beim Wi­ckeln ei­nes Säug­lings oder Klein­kin­des. Als ein Teil der Feed­back­kul­tur sol­len Fach­per­so­nen, die mit Kin­dern und Ju­gend­li­chen ar­bei­ten, er­mu­tigt wer­den, ei­nen Kol­le­gen oder eine Kol­le­gin dar­auf an­zu­spre­chen, wenn ge­wis­se Ver­hal­tens­wei­sen als grenz­ver­let­zend emp­fun­den wer­den. Aus­ser­dem muss al­len Mit­ar­bei­ten­den klar sein, wie in ei­ner Ver­dachts­si­tua­ti­on vor­zu­ge­hen ist. 

swiss­mom: Was kann ein sol­ches Kon­zept be­wir­ken? 
Co­rin­ne Schmid: Sol­che Mass­nah­men füh­ren dazu, dass die be­tref­fen­de In­sti­tu­ti­on für ei­nen po­ten­ti­el­len Tä­ter oder eine po­ten­ti­el­le Tä­te­rin ex­trem un­at­trak­tiv wird, was den ef­fek­tivs­ten Schutz für die be­tref­fen­den Kin­der und Ju­gend­li­chen dar­stellt. Er­kun­di­gen Sie sich als El­tern, ob an der Schu­le, in der Kita oder in dem Sport­ver­ein Ih­res Kin­des sol­che Schutz­kon­zep­te be­stehen. In der Deutsch­schweiz un­ter­stützt bei­spiels­wei­se die Fach­stel­le Li­mi­ta In­sti­tu­tio­nen bei der Er­ar­bei­tung sol­cher Schutz­kon­zep­te. 

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