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Mutter im Hochzeitskleid, Baby im Kinderwagen
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Hei­ra­ten - Mit oder ohne Ba­by­bauch?


Ver­liebt, ver­lobt, ver­hei­ra­tet, 1. Kind, 2. Kind, 3. Kind - Was frü­her noch die Norm war, ist heu­te eher die Aus­nah­me, denn vie­le Paa­re den­ken erst ans Hei­ra­ten, wenn ein Baby un­ter­wegs ist. Da­mit stellt sich die gros­se Fra­ge: Vor der Ge­burt hei­ra­ten, oder war­ten, bis das Baby da ist und sich al­les ein we­nig ein­ge­spielt hat? Wie im­mer im Le­ben gibt es auch auf die­se Fra­ge kei­ne all­ge­mein gül­ti­ge Ant­wort. 

Mit Ba­by­bauch hei­ra­ten, weil...


  • die El­tern sich da­durch den ad­mi­nis­tra­ti­ven Auf­wand und die Ge­büh­ren der Va­ter­schafts­an­er­ken­nung spa­ren kön­nen, denn der Ehe­mann der Mut­ter gilt von Ge­set­zes we­gen als Va­ter des Kin­des. 

  • Mut­ter und Va­ter au­to­ma­tisch das ge­mein­sa­me Sor­ge­recht für das Kind ha­ben. Un­ver­hei­ra­te­te El­tern müs­sen da­für beim Zi­vil­stan­des­amt eine ge­mein­sa­me Er­klä­rung ab­ge­ben. 

  • es ein­fa­cher ist, eine Hoch­zeit zu pla­nen, wenn der Le­bens­rhyth­mus noch nicht durch ein Baby be­stimmt wird.

  • fei­ern ent­spann­ter ist, wenn da noch kein Baby ist, das sei­ne Be­dürf­nis­se ge­stillt ha­ben möch­te.

  • Hoch­zeits­nacht und Ho­ney­moon ohne Baby ro­man­ti­scher sind. 

  • man dann schon von An­fang an eine "rich­ti­ge" Fa­mi­lie ist, was je nach Ver­wandt­schaft trotz ge­sell­schaft­li­chem Wan­del noch im­mer ein The­ma sein kann. 

Doch nicht mit Ba­by­bauch hei­ra­ten, weil...


  • Schwan­ger­schafts­be­schwer­den die Fest­freu­de dämp­fen kön­nen.

  • das Ri­si­ko be­steht, dass das Fest ins Was­ser fällt, wenn es in der Schwan­ger­schaft zu Kom­pli­ka­tio­nen kommt.

  • man je nach Ver­lauf der Schwan­ger­schaft nicht die En­er­gie hat, ein Fest zu pla­nen.

  • die meis­ten Men­schen kei­ne Lust ha­ben, im De­zem­ber zu hei­ra­ten, bloss weil sich der Nach­wuchs auf Ja­nu­ar an­ge­kün­digt hat. 

  • die Braut mit Saft oder Was­ser auf das Ehe­glück an­stos­sen muss.

  • auch bei ge­wis­sen De­li­ka­tes­sen Vor­sicht ge­bo­ten ist, was die Me­nü­wahl ein­schränkt.

  • man­che Ho­ney­moon-De­sti­na­tio­nen in der Schwan­ger­schaft nicht in Fra­ge kom­men. 

  • das Paar sich je nach Be­kann­ten­kreis blö­de Sprü­che wie "Ach so, ihr müsst also hei­ra­ten" an­hö­ren muss.

Nach der Ge­burt hei­ra­ten, weil...


  • ein wun­der­schö­nes Fest den Start ins Fa­mi­li­en­le­ben be­sie­gelt. 

  • das Hoch­zeits­da­tum nicht vom Ent­bin­dungs­ter­min ab­hängt und so­mit ge­nü­gend Pla­nungs­zeit ein­be­rech­net wer­den kann. 

  • man auch gleich noch die Tau­fe fei­ern kann, wo schon mal die gan­ze Ver­wandt­schaft in der Kir­che ver­sam­melt ist.

  • die Braut wie­der die gan­ze Pa­let­te an schö­nen Braut­klei­dern zur Aus­wahl hat und nicht auf Um­stands-Braut­mo­de be­schränkt ist.

  • jetzt wie­der alle Le­bens­mit­tel er­laubt sind und die Braut auch wie­der Al­ko­hol trin­ken darf - so­fern sie nicht stillt. 

Der Ha­ken nach der Ge­burt ist aber, dass...


  • die Her­aus­for­de­rung, sich an das Le­ben zu dritt zu ge­wöh­nen und zu­gleich eine Hoch­zeit zu pla­nen, nicht un­ter­schätzt wer­den soll­te. 

  • ein rau­schen­des Hoch­zeits­fest für ein Baby oder Klein­kind an­stren­gend ist, was sich durch­aus mit­ten in der fei­er­li­chen Trau­ungs­ze­re­mo­nie be­merk­bar ma­chen kann.

  • eine ro­man­ti­sche Hoch­zeits­nacht und ein traum­haf­ter Ho­ney­moon nur mög­lich sind, wenn das Paar ei­nen gu­ten Ba­by­sit­ter hat. 

  • sich der Freun­des­kreis durch die Ge­burt ei­nes Kin­des in vie­len Fäl­len ver­än­dert, was die Auf­ga­be, eine Gäs­te­lis­te zu er­stel­len, nicht un­be­dingt er­leich­tert. 

  • stil­len­de Müt­ter auch wie­der ein­ge­schränkt sind bei der Wahl des Braut­klei­des.

Wie auch im­mer man es dreht und wen­det, jede Ver­si­on bringt ihre Vor- und Nach­tei­le mit sich. Am bes­ten be­währt sich des­halb viel­leicht wie im­mer der Kom­pro­miss: Vor der Ge­burt stan­des­amt­lich hei­ra­ten, da­mit die Fra­gen rund um Va­ter­schaft, Sor­ge­recht und Fa­mi­li­en­na­men ge­klärt sind und nach der Ge­burt, wenn sich das Fa­mi­li­en­le­ben ein we­nig ein­ge­spielt hat, ein rau­schen­des Hoch­zeits­fest mit al­lem Drum und Dran fei­ern. 

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