Flaschen mit Muttermilch, fertig zum Einfrieren

Aufbewahrung von abgepumpter Muttermilch

Die abgepumpte Milch sollte in sauberen, d.h. ausgekochten Behältern aus Plastik oder Glas aufbewahrt werden. Im Fachhandel gibt es auch spezielle Plastikbeutel, die direkt ans Pumpset gemacht werden können. Dadurch entfällt das Umgiessen der Milch von einem Behälter in einen anderen und eine Verunreinigung mit Keimen wird so gering wie möglich gehalten.

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Es ist sinnvoll, die Milch in Mengen von 60 bis 120 ml einzufrieren. Kleine Mengen tauen schnell auf, lassen sich schnell aufwärmen und es bleibt weniger Milch übrig, die verworfen werden muss, wenn das Baby nicht alles trinkt. Lassen Sie beim Einfüllen etwa 2 cm Platz, damit sich die Milch beim Einfrieren ausdehnen kann, ohne dass die Flasche platzt. Frische Milch kann zu gefrorener Milch hinzugefügt werden, vorausgesetzt, sie wird zuerst abgekühlt und es ist weniger frische als gefrorene Milch vorhanden (die obere Schicht der bereits gefrorenen Milch darf nicht auftauen). Jegliche aufbewahrte Milch sollte beschriftet und mit Datum versehen werden.

Gefrorene Milch können Sie im warmen Wasserbad oder über Nacht im Kühlschrank auftauen. Frieren Sie einmal aufgetaute Milch nicht wieder ein. Ist die Milch aufgetaut, muss sie sofort bis zum Verbrauch wieder in den Kühlschrank. Aufgetaute Muttermilch kann ebenfalls für 24 Stunden ungeöffnet bei +4 °C aufbewahrt werden. Nach dem Öffnen des Gefässes muss aufgetaute Muttermilch bei +4 °C aufbewahrt und innerhalb von 12 Stunden verbraucht werden. Reste einer erwärmten Muttermilchmahlzeit müssen weggeworfen werden.

Generell gelten folgende Regeln zur Haltbarkeit von abgepumpter Muttermilch:

  • 6 Monate und länger in einem separaten Tiefkühlgerät bei konstant mindestens -19 °C.
  • 3 Monate in einem Tiefkühlabteil eines Kühlschranks mit eigenständiger Kühlung (unterschiedliche Temperatur, weil die Tür häufig geöffnet und geschlossen wird)
  • bis 3 Tage bei 4 bis 6 °C im Kühlschrank 
  • 4-8 Stunden bei Raumtemperatur (frisch abgepumpt)

Erwärmen Sie die Milch auf Körper- oder wenigstens auf Zimmertemperatur, bevor Sie Ihr Kind füttern. Das kann relativ schnell im 37°C warmen Wasserbad geschehen. Benützen Sie dazu besser kein Mikrowellengerät. Durch die ungleichmässige Erhitzung kann es zu Verbrennungen beim Säugling kommen. Ausserdem kann der Gehalt an Abwehrstoffen (Immunglobulin A) und der antibakteriellen Substanz Lysozym beträchtlich sinken. Sie dürfen die Muttermilch auch nicht aufkochen. Allerdings kann man die herkömmlichen Flaschenwärmer benutzen.


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Letzte Aktualisierung: 05.2016, BH