Mutter füttert Baby mit Brei am Esstisch
Baby | Ernährung | Beikost

Ran an den Babybrei!

Ab wann und warum?

Ab einem Alter von ungefähr 5 Monaten reichen Muttermilch oder Schoppennahrung nicht mehr aus, um den steigenden Bedarf Ihres Babys an Energie, Eiweiss, Vitaminen und Spurenelementen abzudecken. Ab diesem Zeitpunkt können Sie Ihrem Baby die erste Beikost anbieten. Dies bedeutet der langsame Übergang von Milch- und somit ausschliesslich flüssiger Ernährung, hin zu festerem, püriertem Essen.

 

Häufige Fragen zum Thema

Bananen können zu Problemen beim Stuhlgang, v.a. Verstopfung, führen - aber das trifft längst nicht für alle Babys zu. Ausprobieren lohnt sich in jedem Fall, denn Bananen eignen sich hervorragend für den ersten Obstbrei, weil sie süss schmecken und wenig Fruchtsäure enthalten.

Wird der Stuhl zu...

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Bei Verstopfung sollten Sie Rüebli (Karotten, Möhren), Bananen und rohen, geraffelten Apfel meiden. Gekochtes Apfelmus ist dagegen sehr gut!

Helfen kann zudem Hirse, diese lockert den Stuhl auf. Sie können auch ein paar Teelöffel frisch gepressten Orangensaft in den Brei geben.

Behandlung von...

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Beikost einführen - So geht's!

Ihrem Baby den Brei schmackhaft zu machen erfordert mitunter etwas Geduld. Ihr Kind muss erst lernen, was mit einem Löffel im Mund zu tun ist und dass sich das Schlucken von Brei anders anfühlt als das von flüssiger Nahrung.

Beginnen Sie mit kleinen Portionen und legen Sie sich auf ein Lebensmittel fest, damit sich Ihr Baby daran gewöhnen kann. Bieten Sie Ihrem Kind den selben Brei mehrere Tage hintereinander an, bevor Sie das Nahrungsmittel wechseln. So können Sie Unverträglichkeiten oder Allergien am besten erkennen.

Je nach Alter Ihres Babys können Sie die Auswahl der Lebensmittel anpassen, nicht alles ist zu früh schon geeignet.

Mit dem Einführen der Beikost stellt sich die Frage nach der Flüssigkeitszufuhr. Bieten Sie Ihrem Baby zur Breimahlzeit abgekochtes Wasser an, ab ungefähr 6 Monaten können Kinder dieses sogar aus einem kleinen Becher trinken. Da im gekochten Gemüse oder Obst bereits Wasser enthalten ist, brauchen Sie sich nicht zu sorgen, wenn Ihr Kind zum Brei nichts trinken mag. Es erhält ausserdem mit den Still- oder Schoppenmahlzeiten Flüssigkeit.

Was tun bei Brei-Verweigerung?

Wenn Ihr Kind den Brei verweigert, zwingen Sie es nicht zu essen. Versuchen Sie es aber trotzdem am nächsten Tag wieder mit dem selben Brei. Kinder brauchen viel Zeit, um sich an einen neuen Geschmack zu gewöhnen. Merken Sie aber nach einiger Zeit, dass Ihr Kind mit der Konsistenz von Brei Mühe hat, dann versuchen Sie, Ihrem Kind ein geeignetes Lebensmittel in die Hand zu geben. Wenn es Interesse am Essen hat, wird es dieses in den Mund nehmen. Mit dieser Methode (BWL= baby-led weaning/Baby-gesteuerte Beikosteinführung) soll der Übergang vom Stillen zur festen Nahrung vom Baby selbst gesteuert werden.

Häufige Fragen zum Thema

Viele meinen: Wer einen Zahn hat, ist reif für den ersten Brei.

So ganz stimmt dieser Zusammenhang aber nicht, denn manche Babys bekommen schon einen Zahn, wenn sie noch voll gestillt oder mit Säuglingsmilch gefüttert werden – manche kommen sogar mit einem ersten Zähnchen auf die Welt.

Es kann...

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Rüebli sind gut für den ersten Gemüsebrei geeignet, weil sie etwas süsslich schmecken und die meisten Babys geschickt an den Löffel gewöhnen.

Manche Kinder haben danach aber Probleme mit zu festem Stuhlgang, was sich in der Regel nach einigen Mahlzeiten normalisiert. Ansonsten können Sie bald...

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Babynahrung (Beikost) sollte bis zum ersten Geburtstag möglichst gar nicht oder nur wenig gesalzen sein. Das gilt auch für die meisten anderen Gewürze, zumindest die schärferen. Wenn möglich kochen Sie also die Speisen ohne Salzzugabe und die anderen Familienmitglieder würzen erst auf ihrem Teller. ...

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Das brauchen Sie zum Beikost-Start

Ohne Löffel geht nichts. Grundsätzlich können Sie Ihr Baby mit einem Teelöffel füttern. Allerdings sind spezielle Baby-Löffel aus Kunststoff angenehmer für das Kind. Diese Löffel sind flexibel, aus weichem Material, schmal und nehmen die Temperatur des Breis nicht an. Sie sind also bestens für den Babymund geeignet. Achten Sie beim Kauf von Kuststofflöffeln darauf, dass sie BPA (Bisphenol A) frei sind. Löffel mit einem etwas längeren Stiel eignen sich gut, um Breireste auf dem Gläschenboden zu erreichen.

Ein Lätzchen ist unverzichtbar und kann nicht gross genug sein. Ob Sie nun ein waschbares aus Baumwolle oder ein abwischbares aus Kunststoff verwenden, bleibt Ihnen überlassen. Sobald Ihr Baby beginnt, mit den Händen in den Essprozess einzugreifen, empfiehlt sich ein Lätzchen mit Ärmeln.

Um mit der Beikost zu starten, sollte Ihr Baby mit Unterstützung aufrecht sitzen und den Kopf selber halten können. Dies geht sowohl auf dem Schoss als auch in einem Hochstuhl gut.

Selbst gemacht oder aus dem Gläschen?

Wenn Ihnen die eigenhändige und liebevolle Zubereitung der Beikost wichtig ist, investieren Sie diese Zeit gern. Aber auch mit Fertigbrei ist Ihr Kind bestens mit den nötigen Nährstoffen versorgt.

Fertig-Breie können Ihnen Zeit und Arbeit ersparen. Bei Gläschenkost gibt es gewisse Inhaltsstoffe, die Sie vermeiden sollten, allen voran Zuckerzusätze und Süssungsmittel. Ausserdem wird Ihr Baby länger satt sein, wenn Sie auf nährstoffreiche Gemüsebreie setzen und bei pürierten Menüs darauf achten, dass sie Vollkorngetreide enthalten. Neben den fertigen Gläschen-Breien sind auch viele Milch-Getreide-Breie im Angebot. Diese müssen mit Wasser verrührt werden. Sämtliche Fertig- und Gläschenbreie sind mit Altersempfehlungen versehen, so das Sie einen guten Überblick über das riesige Sortiment bekommen.

Bei selbstgekochtem Brei wissen Sie ganz genau, was drin ist und das Baby kennt von Anfang an den Geschmack von frischem Gemüse. Mischen Sie unter den Brei jeweils etwas Öl mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren. Diese Fettsäuren sind wichtig für die Entwicklung des Gehirns, die Reifung der Intelligenz und des Sehvermögens. Rapsöl ist diesbezüglich sehr gut geeignet. Als Faustregel gilt: pro 100 Gramm Gemüse ein Esslöffel Öl.

Selbstgekochte Breie lassen sich sehr gut auf Vorrat kochen und einfrieren. Machen Sie dies zu Beginn in kleinen Protionen, zum Beispiel in einem Eiswürfelbehälter. Auf diese Weise verlieren Sie nicht gleich einen ganzen Becher Brei, wenn das Baby ihn nicht essen mag.

Häufige Fragen zum Thema

Das sollten Sie besser nicht tun. Die Speichelspuren am Löffel gehen in den Brei über und führen zu einer rasanten Keimvermehrung und zu Magen-Darm-Infektionen.

Beim Aufwärmen gehen ausserdem wichtige Vitamine verloren. Frisch zubereitete Speisen sind für Ihr Baby viel wertvoller. Bereiten Sie...

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Wir würden eigentlich eher davon abraten, und zwar weil die Gefahr von Keimvermehrung bei mehrtägiger Lagerung doch zu gross ist. Babys reagieren sehr empfindlich auf Lebensmittelinfektionen. Und wenn Sie den Obst- oder Gemüsebrei einmachen (also sterilisieren), ist ein Teil der Vitamine nicht mehr...

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Beikost bei allergiegefährdeten Babys

Besonders wenn in der Familie bereits Überempfindlichkeiten auf gewisse Lebensmittel bekannt sind, ist das Allergierisiko bei Ihrem Kind erhöht. Indem Sie dem Baby im ersten Lebensjahr die betreffenden Lebensmittel nicht anbieten, können Sie versuchen, eine Allergie zu vermeiden.

Kuhmilch ist für Kinder in den ersten 12 Monaten nicht geeignet, der hohe Eiweissanteil belastet die noch nicht ausgereiften Nieren des Kindes.

Fühlt sich Ihr Kind nicht wohl oder hat leichte Verdauungsstörungen, können Sie ihm mit dem passenden Brei etwas Linderung verschaffen.

 

Häufige Frage zum Thema

Ja, das ist tatsächlich so, weil durch die Milchsäuregärung der Milchzucker bereits umgewandelt ist. Nach 6 Monaten dürfen Babys löffelweise Joghurt probieren. Andere Milchprodukte wie Quark, Dickmilch, Kefir, Cottage Cheese, Blanc battu sollten im 1. Lebensjahr jedoch gemieden werden, weil der hohe...

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Zwischenmahlzeiten

Klappt es mit der Beikost gut und Sie können ganze Stillmahlzeiten mit Brei ersetzen, können Sie Ihrem Kind kleine, feste Zwischenmahlzeiten anbieten. Dafür eignen sich je nach Alter Reiswaffeln, Brot, Cracker oder Knäckebrot. Aber auch Gemüse- oder Früchtesticks sind praktisch, bereits Kleinkinder können daran saugen und lutschen.

Am Familientisch

Der Familientisch ist nicht nur ein Ort zum Essen, es werden auch Erlebnisse des Tages erzählt und Wichtiges besprochen. Schon die ganz Kleinen können aktiv daran teilnehmen, den Eltern und grösseren Geschwistern zuhören, beobachten und nachahmen. Gerade was das Essen betrifft, profitieren Babys stark davon, wenn sie anderen dabei zusehen. Vielleicht möchten Sie schon bald auch vom Essen, das auf dem Tisch steh, probieren.

Damit das Essen aber zum Vergnügen wird, die Eltern es gerne zubereiten und sich alle satt essen können, sind gewisse Regeln sinnvoll.

Letzte Aktualisierung : 11-11-19, KM

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