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Enthaarungscremes und Intimrasur

Werdende Mütter können auch weiterhin wie gewohnt unerwünschten Haarwuchs entfernen. Eindeutig ist: Für das ungeborene Kind stellen weder Rasiercremes noch Enthaarungscremes ein Risiko dar. Einige Vorsichtsmassnahmen sind trotzdem zu beachten:

Bei einer Nassrasur des Schambereichs sollte stets eine frische Rasierklinge benutzt werden, denn dadurch kann die Gefahr von Verletzungen im Intimbereich erheblich verringert werden. Eine scharfe Klinge erleichtert die Rasur, verhindert ein Rupfen an den Haaren und vermindert Hautreizungen. Mit Hilfe guter Klingen vermeidet man wiederholtes Rasieren auf der gleichen Stelle und damit, dass die Oberhaut partiell entfernt und dadurch das Infektionsrisiko erhöht wird. Auch sollte aus hygienischen Gründen keinesfalls die Klinge einer anderen Person benutzt werden, weil dadurch Bakterien verschleppt und Entzündungen am Haarbalg hervorgerufen können.

Vor einer ersten Nassrasur empfiehlt es sich, die Haare zunächst mit einer Schere oder einem Elektrorasierer zu kürzen. Anschliessend sollte die Klinge in Wuchsrichtung der Schamhaare über die Haut geführt werden. Weil weiche Haut unter einer Klinge leichter nachgibt und dadurch Einschnitten vorgebeugt wird, ist die Verletzungsgefahr während des Duschens bzw. direkt danach geringer. Die Verwendung von Duschgel oder Rasierschaum kann darüber hinaus das Gleiten des Rasierapparates über die Haut erleichtern.

Eine Alternative zur Nassrasur ist das Epilieren mit einem elektrischen Epiliergerät, Warm- oder Kaltwachs oder Zuckerlösungen (Sugaring). Da die Haare mit ihrer Wurzel herausgerissen werden, kann der Effekt ein bis anderthalb Monate anhalten. Nicht zu unterschätzen ist hierbei jedoch die Schmerzempfindlichkeit der Haut im Intimbereich. Daher kann es vor der flächigen Anwendung sinnvoll sein, die Massnahme zunächst an einer kleinen Stelle auszuprobieren.

Die Trockenrasur ist für den Intimbereich eher ungeeignet, da sie die Haut stark reizt. Auch bei der Verwendung von Enthaarungscremes ist Vorsicht geboten, da diese zu unangenehmen Hautreizungen und Allergien führen können.

Frauen, die sich im Intimbereich rasieren, sind oft anfälliger für Haarwurzelentzündungen. Bei Haarwurzelentzündungen dringen Bakterien durch die Poren in die Haut ein und können unangenehme Entzündungen verursachen. Sollten sich derartige Beschwerden häufen, kann es sinnvoll sein, nach der Rasur ein alkoholfreies Antiseptikum aufzutragen. Desinfektionsmittel, Cremes oder Öle sollten jedoch nie in den Bereich der genitalen Schleimhäute gelangen, da diese angegriffen werden können. Bei anhaltenden Entzündungen oder Schnittverletzungen sollten sich Frauen an einen Gynäkologen wenden, der die Beschwerden gegebenenfalls behandeln kann.


Häufige Frage zum Thema

Darf ich in der Schwangerschaft Enthaarungscreme benutzen?


Letzte Aktualisierung : 02.2019, BH

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