Die Wochen vor der Geburt
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Die schweren letzten Wochen

Der ganz normale Alltag ist in den letzten Wochen der Schwangerschaft ganz schön schwer. Die Organe laufen auf Hochtouren, und haben doch gleichzeitig kaum noch Platz, bedrängt von dem enormen Bauch. Der Uterus hat jetzt die Grösse von zwei Fussbällen und ist ständig im Weg. Eine bequeme Position gibt es kaum noch, weder im Liegen noch im Sitzen, und auch Stehen ist beschwerlich. Viele Schwangere haben in den letzten Wochen mit Taubheitsgefühlen in den Armen und Wadenkrämpfen zu tun. Diese Tipps helfen Ihnen, sich jetzt besser zu fühlen!

Essen und Trinken

  • Anstatt der üblichen drei grossen Mahlzeiten nehmen Sie lieber fünfmal am Tag einen kleinen Imbiss - möglichst fettarm - zu sich. Mit den so verteilten Kalorien kommt der Körper besser zurecht, und Sie bekommen nicht so leicht Magenbrennen. Vorbeugend wirken ausserdem Magnesiumtabletten. Trockenes Brot mit viel Wasser, ein Glas Milch oder eine Banane helfen rasch im Akutfall.
  • Leinsamen soll eine gute Wirkung nicht nur auf die Darmtätigkeit sondern auch auf die Schleimhäute haben und die Geburt so erleichtern. Ein Esslöffel pro Tag mit viel Flüssigkeit einnehmen.
  • Trinken Sie viel, mindestens zwei Liter am Tag, das hilft gegen die lästige Verstopfung und bringt den Stoffwechsel in Schwung. Mineralwasser oder dünner Früchtetee sind richtig. Mit Kräutertees sollten Sie allerdings vorsichtig sein! Die ätherischen Öle zum Beispiel in Pfefferminztee sind jetzt zu intensiv, die entwässernde Wirkung etwa von Brennesseltee zu stark.

Geburtsvorbereitung

  • Viele Hebammen schwören auf Himbeerblättertee, der in den letzten Schwangerschaftswochen die Muskulatur des Beckens lockern soll. Dosierung: Drei bis vier Tassen täglich.
  • Eine Damm-Massage mit Johanniskrautöl, Weizenkeimöl oder den ätherischen Ölen von Muskatellersalbei und Rose kann einen Dammschnitt verhindern.

Wellness und Entspannung

  • Gönnen Sie sich viele Verschnaufpausen im Liegen, damit sich die schweren Beine erholen können. Lümmeln und Faulenzen ist jetzt so wichtig wie noch nie in Ihrem Leben! Hauptsache bequem. Die Beine sollten in der Waagrechten liegen, wenig höher als die Hüften. Der Oberkörper sollte beim Sitzen etwas nach hinten gebeugt sein, damit Becken- und grosse Hohlvene (Vena Cava) nicht abgedrückt werden.
  • Aber auch die schwerelose Bewegung im Wasser tut gut: dem Rücken, den schweren Beinen, dem Kreislauf und auch der Verdauung. Deshalb: Gehen sie schwimmen.
  • Versuchen Sie, auf Vorrat zu schlafen. Wenn Ihr Baby genau dann munter wird, wenn Sie schlafen wollen, sollten Sie die Seitenlage wählen. Liegen Sie nämlich auf dem Rücken, fühlt sich für das Baby Ihre Wirbelsäule wie ein knorriger Ast an und es zappelt, um ihm auszuweichen. Viele Kissen, mit denen Sie den Rücken abstützen, helfen Ihnen, trotz Riesenbauch einigermassen entspannt zu liegen. Klemmen Sie sich ausserdem ein kleines Kissen oder ein Lagerungskissen (Stillkissen) zwischen die Knie - eine Wohltat, weil sich dann der Rücken entkrampft. Nützt weder dies noch Baldriantropfen oder Honigmilch, sollten Sie die Nacht zum Tag machen und anstattdessen einen langen Mittagsschlaf einlegen, sofern nicht Berufstätigkeit oder Kinderbetreuung dagegen sprechen.
  • Massieren Sie abends ihre Füsse (oder noch besser - bitten Sie Ihren Partner, das zu tun) mit Babyöl, dem Sie ein paar Tropfen Lavendel- oder Orangenöl zufügen. Das kühlt und entspannt. Das wohlriechende Öl wirkt sich auch positiv auf Ihre seelische Verfassung aus, die jetzt von Vorfreude, Ungeduld, Nervosität und Angst geprägt wird. Streicheleinheiten bei sanfter Musik und Kerzenschein tun gut!

Pflege

  • Ihr Busen und der Bauch brauchen viel Pflege. Jetzt sollten Sie der Haut mehrmals am Tag mit einer reichhaltigen Lotion helfen. Sie muss viel Dehnung ertragen - möglichst ohne Dehnungsstreifen.
  • Vorsicht beim Eincremen des Busens! Nur ganz vorsichtig und sanft kreisen, nicht kneten oder gar zupfen. Denn die Stimulation der Brustwarzen kann schon Wehen auslösen.
  • Wenn Ihnen danach ist, dürfen Sie auch jetzt noch baden. Ein Vollbad löst Spannungen und erleichtert das Einschlafen. Kalt-warme Wechselduschen bringen dagegen den Kreislauf morgens in Schwung und helfen gegen geschwollene Beine. Aber steigen Sie nur in die Wanne, wenn noch jemand im Haus ist. Wenn Ihnen schwindlig wird, sollte Ihnen jemand helfen können.

Wehenanregung

Wussten Sie schon, dass Sex zur natürlichen Wehenanregung geeignet ist? Aber das funktioniert nur, wenn Ihr Baby schon soweit ist! 

Häufige Fragen zum Thema

So einfach lässt sich das nicht sagen, weil es jede Frau etwas anders empfindet. Schwangere sehr unterschiedlich auf Wehenschmerzen, je nach persönlicher Situation.

Viele sagen, es sei wie Mensschmerzen, nur sehr viel schlimmer. Oft wird auch beschrieben, dass sich die Kontraktion wie ein Band...

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Die angenehmste Form der Wehenanregung ist Sex: Prostaglandine in der Samenflüssigkeit wirken gegen Ende der Schwangerschaft aufweichend auf den Gebärmutterhals, Brustwarzenstimulation führt zu einer Ausschüttung des Wehenhormons Oxytocin.

Zügiges Treppensteigen - wie jede andere Form der...

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Rezepte für sogenannte Wehencocktails mit Rizinusöl werden von Schwangeren untereinander weitergegeben und sogar von manchen Hebammen und Frauenärzten und Frauenärztinnen empfohlen, um bei Überschreitung des Geburtstermins die Wehen auf alternative Weise anzuregen. Über die Wirkung wird aber sehr...

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Diese Befürchtung ist sehr häufig, aber unbegründet. Weder die Bewegungen beim Sex noch die Kontraktionen in der Gebärmutter beim und nach dem Orgasmus schaden in der Schwangerschaft. Vorzeitige Wehen werden dadurch in einer unkomplizierten Schwangerschaft nicht ausgelöst.

Anders sieht es aus, wenn...

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Himbeerblättertee wird von Hebammen empfohlen und soll das Gewebe des Beckenbodens und der Gebärmutter lockern und so empfindlicher für Wehen machen - allerdings erst, wenn die Gebärmutter auch wehenbereit ist. Trotzdem vorsichtshalber erst ab der 36. SSW trinken! Als Dosierung wird täglich drei bis...

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Wehencocktails sind Getränke zur Wehenförderung, die über eine Anregung der Darmtätigkeit Wehen auslösen können. Deshalb ist in den meisten Rezepten auch eine ordentliche Portion Rhizinusöl enthalten. Das kann, muss aber nicht, zu Darmkrämpfen oder Durchfall führen. Ärzte raten aus gutem Grund von...

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Ablenken - und geniessen!

  • Es gibt einige Dinge, die Sie bewusst geniessen sollten, solange das Baby noch im Bauch ist. Dinge, die Ihnen jetzt noch ganz alltäglich erscheinen, die aber schon bald nicht mehr selbstverständlich sein werden. Wir haben unten einige davon für Sie zusammengestellt!
  • Nicht nur körperlich sind die letzten Wochen und Tage beschwerlich - auch die Ungeduld wächst. Wir haben Tipps zur Ablenkung!
  • Wie wäre es mit einem Gipsabdruck von Ihrem noch-schwangeren Bauch?
  • Guite Unterhaltung: Kennen Sie schon unsere Sammlung von Kinofilmen zum Thema Schwangerschaft und Geburt?
  • Für professionelle Fotos empfehlen wir Ihnen die Foto-Studios in unserer Linksammlung, die sich auf Schwangerschafts- und Kinderfotos spezialisiert haben.
  • Jetzt ist die Zeit, um die Geburtsanzeigen auszusuchen oder vorzubereiten. Nach der Geburt brauchen dann nur noch Details ergänzt zu werden.

Linksammlung "Geburtskarten"

Linksammlung "Fotografie"


Wissen

Schwanger nicht auf dem Rücken schlafen


Häufige Fragen zum Thema

Schwangere schnarchen oft im Schlaf, denn ihre Nasenschleimhäute sind stärker durchblutet und deshalb angeschwollenen. Das Schnarchen selbst kann zwar störend für Ihren Partner sein, ist aber für Sie oder Ihr Kind nicht gefährlich.

Trotzdem: Wenn Sie sich tagsüber müde und abgespannt fühlen, weil...

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Vorwehen spüren Schwangere, die nicht ihr erstes Kind bekommen, oft schon ab der 20. SSW, aber die noch etwas stärkeren Senkwehen sind typisch für die letzten vier Wochen vor der Geburt. Das Köpfchen Ihres Babys wird damit in Richtung auf das kleine Becken gedrückt. Sie merken das daran, dass Sie...

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Wenn Sie keine Anzeichen für einen vorzeitigen Blasensprung oder vorzeitige Wehen haben, dürfen Sie ohne Bedenken ein warmes Bad zur Entspannung nehmen. Warmes Wasser kann zwar schon vorhandene echte, auch vorzeitige Wehen verstärken. Es ist aber sehr unwahrscheinlich, dass ein Vollbad geburtsaktive...

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Newsticker

Schlaf auf der Seite | 27.11.2017

Schwangere sollten in der Spätschwangerschaft nach Möglichkeit in einer Seitenlage schlafen – egal ob links oder rechts. In Rückenlage kommt es beim Feten häufig zu Störungen der Bewegungen und der Herzaktivität, wie eine gerade veröffentlichte Schlaflabor-Studie an 30 Schwangeren in der 34. bis 38. Schwangerschaftswoche zeigt. Da der Uterus bei Rückenlage die untere Hohlvene einengt, kann die Herzleistung eingeschränkt werden (Vena-Cava-Syndrom), wodurch der Blutfluss zur Plazenta vermindert wird und der Fetus weniger Sauerstoff erhält. Darauf reagiert er mit messbarer körperlicher Passivität - was eher ein schlechtes Zeichen ist. In den meisten Fällen dürfte dies aber nur kurzfristig sein und ohne Folgen für das Kind bleiben. Die Seitenlage kann man z.B. mit einem normalen Kissen oder besser noch Lagerungskissen im Rücken stabilisieren.

Letzte Aktualisierung : 04-05-20, AG

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