Teilansicht einer Schwangeren im Spital
Schwangerschaft | Geburt | Geburtsvorbereitung

Hebammentipp: mentale Geburtsvorbereitung

Viele Frauen haben vor der Geburt regelrechte Albträume. So viel Unbekanntes und Unangenehmes liegt darin, das man in seinem Ausmass nicht erfassen kann. Und schliesslich ist da auch noch die Angst, während der Geburt die Kontrolle zu verlieren, nicht mehr über seinen eigenen Körper bestimmen zu können und so anderen restlos ausgeliefert zu sein.

Der Geburtsschmerz, vor allem die Wehen, machen vielen Schwangeren Angst. Aufgeregt und nervös zu sein, ist normal und versetzt sie in einen Zustand der erhöhten Aufmerksamkeit, was absolut gewollt ist. Machen Sie sich immer wieder klar, dass die Wehen nicht Ihr Gegner sind, sondern Sie zu Ihrem Baby führen. Sie sind ein natürlicher Teil des Geburtserlebnisses und Sie wissen, wofür Sie die Schmerzen ertragen. Auch das Nachgeben, das Mitgehen, das Sich-Öffnen ist für den Ablauf einer Geburt wichtig. Jede Wehe bringt Sie näher zu Ihrem Kind.

Versuchen Sie, sich positiv zu konditionieren. Sehen Sie die Wehe als eine Welle, die kommt und geht. Sie hat einen Höhepunkt flacht ab und dann gibt es eine Pause. Stellen Sie sich vor, Sie stehen im hüfthohen Wasser des Atlantiks und eine grosse Welle kommt auf Sie zu. Stehen Sie einfach nur da und bieten der Welle die Stirn, so wird diese Naturgewalt Sie umhauen. Nutzen Sie aber die Kraft der Welle und "surfen" ein Stück mit ihr, so bringt sie Sie ein gutes Stück näher an den Strand. Machen Sie sich die Wehe zum Partner. Diese positive Konditionierung ist ein wichtiger Teil der mentalen Geburtsvorbereitung. 

Letzte Aktualisierung : 23-02-21, JM

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