Schwangere in der Hocke mit Gymnastikball

Die Hockstellung

Becken und Dammgewebe müssen sich während der Geburt enorm dehnen. Mit bestimmten Übungen können Sie sich auf diese Dehnung vorbereiten. Neben der Damm-Massage ist dazu das Üben der Hockstellung sehr gut geeignet. So können Sie zum Beispiel beim Telefonieren, Fernsehen, Lesen, wann immer Sie normalerweise sitzen, statt dessen in die Hocke gehen. Dadurch wird die Beckeninnenseite und das Gewebe um die Scheide gelockert und elastischer. Ein Dammschnitt kann dann vielleicht vermieden werden.

Am Anfang wird Ihnen das Hocken nicht sehr leicht fallen und auch etwas unbequem sein. Mit einem Bücherstapel unter den Fersen wird die Übung leichter. Sie können täglich ein Buch entfernen, bis Sie es schaffen, beide Füsse ganz auf dem Boden zu haben und den Rücken dabei gestreckt zu halten. Zu Beginn genügt es auch, auf einem Kissenstapel, einem niedrigen Hocker oder einem Kinderstühlchen zu sitzen und sich so allmählich der Hockstellung zu nähern. Üben Sie in der Nähe eines Tisches, so können Sie sich bei Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht am Tischbein festhalten. Steigern Sie langsam die Dauer der Übung, bis Sie täglich bis zu 5 Minuten in dieser Stellung bleiben können, allerdings nur, solange es für Sie bequem und entspannend ist.

Die Hocke ist übrigens auch eine sehr gute Position, um das Baby zur Welt zu bringen. Dabei ist es aber vor allem wichtig, dass Sie diese Stellung als angenehm empfinden und es nirgends weh tut.

 

 

Letzte Aktualisierung : 05.2016, AG

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