Hautpflege am Babybauch

Schwangerschaftsstreifen

Vor allem am Bauch, aber auch an den Oberschenkeln und an den Brüsten wird die Haut in der Schwangerschaft extrem stark gedehnt. Bis zu einem Meter und mehr kann der Taillenumfang in den letzten Wochen betragen!

Dann können sich die ersten Schwangerschaftsstreifen, sogenannte Striae distensae zeigen. Das sind feine Risse der Muskelfasern im Unterhautgewebe, durch die rötlich-bläulich die Blutgefässe durchschimmern. Sie treten v.a. an den Brüsten, auf dem Bauch, am Gesäss oder an den Oberschenkeln auf. Auf den Brüsten verlaufen sie eher sternförmig, an Bauch und Oberschenkeln dagegen eher quer. Aber nicht nur die Dehnung des Gewebes fördert die Streifenbildung. Auch hormonelle Ursachen tragen dazu bei: In der Schwangerschaft wird vermehrt das Hormon Cortison (Glukokortikoide) produziert, das die Regeneration der Haut vermindert und sie "brüchig" werden lässt.

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Ob eine Frau Schwangerschaftsstreifen bekommt oder nicht, ist dennoch individuell verschieden und letztlich vom Hauttyp und der Hautelastizität abhängig. Weil schwaches Bindegewebe leichter reisst, sind hell- und dünnhäutige Frauen mehr gefährdet als dunkelhaarige. Insgesamt sind Schwangerschaftsstreifen heute aber viel seltener als früher - sicher bedingt durch bessere Ernährung, geringere Gewichtszunahme in der Schwangerschaft, Körperpflege und unterstützende Massnahmen. Übergewichtige Schwangere, die sich nicht sportlich betätigen und bei der Körperpflege nachlässig sind, müssen allerdings immer noch mit einem recht hohen Risiko rechnen, dass Streifen entstehen. Sie haben aber auf jeden Fall ein genetisch bedingtes höheres Risiko für Schwangerschaftsstreifen, wenn Ihre Mutter schon Schwangerschaftsstreifen bekommen hat. Fragen Sie danach!

Nach der Geburt, wenn sich die Haut wieder zusammenzieht, bleiben Schwangerschaftsstreifen - wie Narben - als feine silbrig-weisse Linien zurück, die aber oft kaum noch sichtbar sind. Deutlicher werden sie immer dann wieder, wenn die umgebende Haut von der Sonne gebräunt wird.

Zahlreiche Produkte zur Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen sind auf dem Markt, aber einen vollständigen Schutz kann man sich davon nicht erhoffen. Auf jeden Fall ist die mit dem Einreiben verbundene durchblutungsfördernde Massage sehr nützlich. Unterstützend wirken dabei spezielle Cremes, Salben und Butter (z.B. Karitébutter). Studien konnten aufzeigen, dass eine regelmässige Körperpflege mit guten Produkten ab der 14. Schwangerschaftswoche das Entstehen von Schwangerschaftsstreifen stark vermindern. Unbedingt zu empfehlen sind auch sanfte Trockenmassagen (Trockenbürsten), kalt-warme Wechselduschen und vorsichtig dehnende Gymnastik, wie Stretching, Tai-Chi und sanftes Bodyforming.


Kolumne
Frei-Öl und Co.

Ihr habt sicherlich den Newsletter von dieser Woche bereits durchgelesen und musstet auch ein wenig schmunzeln bei der Rubrik „Ammenmärchen“? Mir kann man ja einfach alles erzählen, und auch wenn ich mit einem gelassenen Lächeln reagiere und äusserlich unbeeindruckt mit der Schulter zucke, wenn mir jemand ganz genau sagen kann, dass es „auf jeden Fall ein Junge wird“ oder ich „ja jetzt für zwei essen muss“, bleibt doch das ein oder andere hängen und ich komme nicht umhin, mir Gedanken zu machen. Ist aber gut zu wissen, dass offenbar alle Schwangeren früher oder später mit irgendeiner wunderlichen Weissagung konfrontiert werden.    ... >>>


Letzte Aktualisierung : 05.2016, BH