Junge Frau im Büro gähnt
Schwangerschaft | Behandlung | Beschwerden

Müdigkeit

Besonders zu Beginn der Schwangerschaft fühlen sich fast alle Frauen besonders müde und abgespannt. Diese Müdigkeit kann sehr extrem sein und manchmal die ganze Schwangerschaft über anhalten.

Warum bin ich sooo müde?

Die Müdigkeit ist bedingt durch einen erhöhten Blutspiegel des Hormons Progesteron, das einen beruhigenden Effekt hat. Aber auch die zusätzlichen Anstrengungen des mütterlichen Körpers für das Wachstum und die ausreichende Blutversorgung des Babys ist ermüdend. Wenn dann der Blutdruck noch abfällt, können auch Schwindelgefühle auftreten, besonders wenn Sie sich hingelegt haben und zu schnell aufstehen.

Wenn Sie unter Morgenübelkeit leiden, fühlen Sie sich in der Regel sogar noch schwächer, da der Körper mit weniger Nahrung versorgt wird und so weniger Energie zur Verfügung steht. Häufigeres Ausruhen zwischendurch und eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung können die extreme Müdigkeit auch etwas vermindern.

Wenn Sie nachts nicht genug schlafen oder sich tagsüber nicht ausruhen, können sich die Beschwerden verstärken. Versuchen Sie, sich trotz der Müdigkeit mehr zu bewegen oder treiben Sie sogar ein wenig Sport - das regt Ihren Kreislauf an und sorgt für einen zusätzlichen Energieschub, damit Sie diesen Teufelskreis durchbrechen. 

Dazwischen wir es besser

Im zweiten Schwangerschaftsdrittel werden die Energiereserven wieder aufgefüllt, weshalb sich viele Schwangere dann aktiv und fit fühlen.

Je näher aber die Geburt rückt, desto müder und erschöpfter werden Sie wieder. Eine zum Beispiel durch Eisenmangel hervorgerufene Anämie (Blutarmut) kann eine starke Müdigkeit verursachen.

Gegen Ende der Schwangerschaft sind auch Schlafstörungen für die Müdigkeit verantwortlich. Viele Schwangere finden durch die Gewichtszunahme und den grösseren Körperumfang keine bequeme Schlafposition. Ausserdem drückt die schwere Gebärmutter auf die Harnblase und dadurch wird die Nachtruhe mehrmals unterbrochen. Auch das Gedankenkarussell im Kopf kann für Nächte mit wenig Schlaf verantwortlich sein.

Häufige Fragen zum Thema

Dass Sie sich gerade im ersten Schwangerschaftsdrittel sehr müde fühlen, ist ganz typisch. Der Bauch ist zwar noch nicht zu sehen, aber trotzdem vollbringt ihr Körper Höchstleistungen. In den ersten drei Monaten wird das Versorgungssystem für Ihr Baby geschaffen und Ihr Organismus muss sich an viele...

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Der Hämoglobingehalt des Blutes (Hb) wird meist am Anfang der Schwangerschaft und dann wieder regelmässig ab dem sechsten Monat gemessen. Dazu ist nur ein Tropfen Blut, z.B. aus der Fingerkuppe, notwendig. Der Hb-Wert sollte im ersten und dritten Trimenon möglichst nicht unter 11,0 g/dl und im...

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Newsticker

Frauen brauchen mehr Schlaf | 05.03.2020

Ab sofort können sich Frauen morgens guten Gewissens im Bett nochmal umdrehen – mit Unterstützung der Wissenschaft: Britische Forscher haben bewiesen, dass Frauen im Schnitt 20 Minuten mehr Schlaf brauchen als Männer. Frauen haben komplexere Gehirne, die anders verdrahtet sind und aufwändiger arbeiten als die von Männern, weshalb sie längere Erholungsphasen benötigen. Prof. Jim Horne, Direktor des Loughborough University Sleep Research Center: „Frauen tendieren zum Multitasking – sie sind flexibel und tun mehrere Dinge gleichzeitig – und so nutzen sie einen grösseren Teil ihres Gehirns als Männer.“ Bekommen Frauen zu wenig Schlaf, wirkt sich das laut Prof. Horne auch stärker auf ihre Gemütslage und ihre Gesundheit aus: „Für Frauen hängt Schlafmangel stark mit einem hohen Mass an psychischem Leid und stärkeren Gefühlen von Feindseligkeit, Depressionen und Ärger zusammen. Bei Männern treten diese Gefühle bei dem gleichen Schlafmangel nicht auf.“

Schlaf auf der Seite | 27.11.2017

Schwangere sollten in der Spätschwangerschaft nach Möglichkeit in einer Seitenlage schlafen – egal ob links oder rechts. In Rückenlage kommt es beim Feten häufig zu Störungen der Bewegungen und der Herzaktivität, wie eine gerade veröffentlichte Schlaflabor-Studie an 30 Schwangeren in der 34. bis 38. Schwangerschaftswoche zeigt. Da der Uterus bei Rückenlage die untere Hohlvene einengt, kann die Herzleistung eingeschränkt werden (Vena-Cava-Syndrom), wodurch der Blutfluss zur Plazenta vermindert wird und der Fetus weniger Sauerstoff erhält. Darauf reagiert er mit messbarer körperlicher Passivität - was eher ein schlechtes Zeichen ist. In den meisten Fällen dürfte dies aber nur kurzfristig sein und ohne Folgen für das Kind bleiben. Die Seitenlage kann man z.B. mit einem normalen Kissen oder besser noch Lagerungskissen im Rücken stabilisieren.

Letzte Aktualisierung : 06-10-20, BH

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