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Frau zu Hause auf einer Yogamatte macht Beckenboden- und Bauchmuskelübungen
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Re­ha­bi­li­ta­ti­on der Rek­tus­dia­sta­se


Be­trof­fe­ne ha­ben häu­fig eine schlecht funk­tio­nie­ren­de tie­fe Rumpf­mus­ku­la­tur (trans­ver­sus ab­do­mi­nis, Be­cken­bo­den, Zwerch­fell und tie­fe Rü­cken­mus­ku­la­tur) und kom­pen­sie­ren mit an­de­ren Mus­keln, was die RD ver­schlim­mert.

Da bei der RD die mus­ku­lä­re und fas­zia­le Span­nung des Bauch- und Be­cken­raums be­ein­träch­tigt ist, geht es in der Re­ha­bi­li­ta­ti­on dar­um, die­se Span­nungs­ver­hält­nis­se wie­der her­zu­stel­len, zu ver­bes­sern und zu er­hal­ten. Es müs­sen im Bauch- und Be­cken­be­reich nicht we­ni­ger als 85 Ge­len­ke wäh­rend der Aus­füh­rung von all­täg­li­chen Ar­bei­ten sta­bi­li­siert wer­den! Es ist also von ho­her Be­deu­tung, ein Span­nungs­gleich­ge­wicht in alle Bauch­mus­kel­schich­ten, in Rü­cken-, Be­cken-, Be­cken­bo­den- und Hüft­mus­ku­la­tur zu brin­gen. Die Ana­to­mie und die Phy­sio­lo­gie die­ser kom­ple­xen Struk­tu­ren so­wie das Wis­sen über die kor­rek­te Trai­nings- /bzw.
Be­las­tungs­rei­ze sind enorm wich­ti­ge Vor­aus­set­zung, um in die­sem Be­reich ar­bei­ten zu kön­nen.

Wich­ti­ge Be­hand­lungs­zie­le:


Stär­kung der Li­nea alba und der vor­de­ren Bauch­wand durch

  • Ef­fi­zi­en­tes Zu­sam­men­wir­ken und op­ti­ma­les Ti­ming der Bauch- und Be­cken­bo­den­mus­ku­la­tur

  • Op­ti­ma­le Lage- und Be­we­gungs­ver­hält­nis­se der in­ne­ren Or­ga­ne, ins­be­son­de­re der Bla­se und der Ge­bär­mut­ter

  • Op­ti­mal funk­tio­nie­ren­de Ge­len­ke des Be­cken­rings (ISG und Scham­bein­fu­ge) so­wie des Brust­kor­bes

  • op­ti­ma­le Hal­tung von Fuss bis Kopf mit be­son­de­rem Au­gen­merk auf das all­täg­li­che Le­ben. Es geht dar­um die rich­ti­ge Mus­ku­la­tur tief im Bauch- und Be­cken­raum zu fin­den und zu ak­ti­vie­ren, den Kör­per in eine auf­rech­te Hal­tung zu brin­gen, um den Druck im Bauch- und Be­cken­raum zu ver­rin­gern.

  • Den Druck auf die Mit­te ver­rin­gern, um das Bin­de­ge­we­be zu stär­ken (Hus­ten, Stuhl­gang, He­ben, kor­rek­te Übungs­aus­wahl.....)

  • In­for­ma­tio­nen über DON­T¨S: so sind u.a. Rumpf­beu­gen al­ler Art nicht zu emp­feh­len, denn die­se er­hö­hen den Druck im Bauch- und Be­cken­raum und pro­vo­zie­ren u.a. eine Wöl­bung des Bau­ches und eine Sen­kung der Be­cken­or­ga­ne. Vor­sicht ist ge­bo­ten z.B. bei der Yoga Boot Hal­tung so­wie bei Planks, denn die­se Hal­tun­gen brau­chen eine voll­stän­dig funk­ti­ons­tüch­ti­ge Rumpf- und Be­cken­bo­den­mus­kul­tur, wel­che bei ei­ner Rek­tus­dia­sta­se nicht ge­ge­ben ist.

Eine er­folg­rei­che Re­ha­bi­li­ta­ti­on der RD er­for­dert täg­li­ches Trai­ning, Selbst­dis­zi­plin im All­tag und Ge­duld. Denn das Kräf­ti­gen der Struk­tu­ren un­se­rer Mit­te braucht meh­re­re Mo­na­te Zeit und stellt ein le­bens­lan­ges Trai­ning dar.

Aus die­sen Zie­len wird er­sicht­lich, dass bei der Rek­tus­dia­sta­se eine in­di­vi­du­el­le Be­hand­lung nö­tig ist, denn ein Pa­tent­re­zept für die Wie­der­her­stel­lung ei­ner voll funk­ti­ons­tüch­ti­gen Rumpf­mus­ku­la­tur gibt es nicht.

Das fol­gen­de Vi­deo wur­de uns zur Ver­fü­gung ge­stellt von www.yo­ga­ma­mi.ch:

Letzte Aktualisierung: 20.05.2020, Annatina Schorno-Pitsch
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