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Wie kann ich trotz Stil­len schwan­ger wer­den?

Stil­len ist als Me­tho­de zur Emp­fäng­nis­ver­hü­tung zu 98% zu­ver­läs­sig, wenn fol­gen­de Punk­te be­ach­tet wer­den:

  • Das Kind ist jün­ger als sechs Mo­na­te alt

  • Es ist nach Ab­schluss des Wo­chen­flus­ses (sechs Wo­chen nach der Ge­burt) noch kei­ne Mo­nats­blu­tung ein­ge­tre­ten

  • Sie stil­len fast voll­stän­dig. Das heisst, höchs­tens eine von zehn Mahl­zei­ten wird aus der Fla­sche oder mit dem Löf­fel bei­gefüt­tert.

  • Die Still­mahl­zei­ten fin­den im Ab­stand von we­ni­ger als vier Stun­den am Tag und sechs Stun­den in der Nacht statt.

Dar­aus er­gibt sich: Je län­ger man stillt und je we­ni­ger Mahl­zei­ten das Baby be­kommt, umso grös­ser wird das Ri­si­ko (oder in Ih­rem Fall die Wahr­schein­lich­keit), wie­der schwan­ger zu wer­den.

Ob schon wie­der ein re­gel­mäs­si­ger Zy­klus mit Ei­sprung statt­fin­det, kann man sehr gut an der Be­schaf­fen­heit des Zer­vi­kal­se­krets er­ken­nen, d.h. des Schleim­pfropfs, der den Ge­bär­mut­ter­hals (die Zer­vix) nach aus­sen hin ver­schliesst. Zu Be­ginn des Zy­klus, nach der Mens­trua­ti­on, ist die Schei­de eher tro­cken und es tritt we­nig Zer­vi­kal­schleim aus. Der Schleim­pfropf ist zäh­flüs­sig und prak­tisch un­durch­dring­bar für Sper­mi­en. Ge­gen den Ei­sprung hin ent­fal­tet das Hor­mon Ös­tro­gen sei­ne Wir­kung: Es be­fin­det sich mehr Schleim am Schei­den­aus­gang und er ist dünn­flüs­si­ger und durch­sich­ti­ger. Zwei Tage vor dem Ei­sprung, also an den ers­ten frucht­ba­ren Ta­gen, zieht er so­gar Fä­den zwi­schen Dau­men und Zei­ge­fin­ger, man nennt das „spinn­bar“. Vie­le Frau­en ver­glei­chen den Va­gi­nal­schleim in die­ser Zeit mit ro­hem Ei­weiss. Am Tag nach dem Ei­sprung ist der Schleim dann wie­der zä­her bis so­gar fast tro­cken. Die frucht­ba­ren Tage sind da­mit vor­bei. Zu­sätz­lich kann die Mes­sung der Ba­sal­t­em­pe­ra­tur durch­ge­führt wer­den, al­ler­dings sind hier­zu meh­re­re Zy­klen als Ver­gleich sinn­voll - und wenn noch kei­ne Mens­trua­ti­on statt­fin­det, ist das sehr schwie­rig zu be­ur­tei­len. Ein Ovu­la­ti­ons­test (LH-Ei­sprung­test) ist nach ei­ner Schwan­ger­schaft noch nicht sehr zu­ver­läs­sig.

Um die Wahr­schein­lich­keit ei­ner Be­fruch­tung zu er­hö­hen, soll­te aus­ser­dem in der frucht­ba­ren Zeit täg­lich oder min­des­tens an je­dem zwei­ten Tag Ge­schlechts­ver­kehr statt­fin­den.

Letzte Aktualisierung: 28.11.2019, BH

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