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Blutabnahme bei einer Schwangeren,Blutentnahme
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Blut­un­ter­su­chung auf To­xo­plas­mo­se


Im Rah­men der Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen kann Ihr Frau­en­arzt, Ihre Frau­en­ärz­tin gleich zu An­fang ei­nen An­ti­kör­per­test in Ih­rem Blut durch­füh­ren, der Ih­nen be­stä­tigt, ob Sie ge­gen To­xo­plas­mo­se im­mun sind oder nicht. Die­se Un­ter­su­chung müs­sen Sie selbst be­zah­len.

Die Be­deu­tung ei­ner sol­chen Un­ter­su­chung wird aber in neue­ren Un­ter­su­chun­gen in Fra­ge ge­stellt, wes­halb das Bun­des­amt für Ge­sund­heit sei­ne Emp­feh­lun­gen über­ar­bei­tet hat. Kommt als Er­geb­nis die­ser Un­ter­su­chung je­den­falls her­aus, dass Sie kei­ne An­ti­kör­per im Blut ha­ben, sind be­stimm­te Vor­sichts­mass­nah­men für Sie be­son­ders wich­tig. Ihr An­ti­kör­per­test muss dann auch zwi­schen der 16. und 32. SSW etwa alle vier Wo­chen wie­der­holt wer­den, um eine fri­sche In­fek­ti­on recht­zei­tig zu ent­de­cken.

Be­sit­zen Sie An­ti­kör­per, ist zu un­ter­schei­den, ob es alte oder neue sind. Alte An­ti­kör­per re­sul­tie­ren aus ei­ner zu­rück­lie­gen­den In­fek­ti­on, d.h. Sie sind im­mun und kön­nen auch Ihr Baby nicht an­ste­cken. Fri­sche An­ti­kör­per re­sul­tie­ren aus ei­ner so­eben erst er­folg­ten Erst-In­fek­ti­on, d.h. Ihr Baby ist mög­li­cher­wei­se ge­fähr­det.

To­xo­plas­mo­se kann man wäh­rend der Schwan­ger­schaft mit An­ti­bio­ti­ka me­di­ka­men­tös be­han­deln, um das Ri­si­ko ei­ner An­ste­ckung des Kin­des bzw. ei­ner Or­gan­schä­di­gung zu sen­ken. Die Be­hand­lung dau­ert min­des­tens vier Wo­chen. Auch kön­nen im Fal­le ei­ner ge­si­cher­ten To­xo­plas­mo­se-Erst­in­fek­ti­on eine Am­nio­zen­te­se oder eine Cordo­zen­te­se und in re­gel­mäs­si­gen Ab­stän­den Ul­tra­schall­un­ter­su­chun­gen durch­ge­führt wer­den, um si­cher­zu­stel­len, dass Ihr Baby nicht in­fi­ziert wur­de. Glück­li­cher­wei­se ist es heut­zu­ta­ge nicht mehr nö­tig, die Schwan­ger­schaft ab­zu­bre­chen, wenn die Mut­ter mit To­xo­plas­mo­se in­fi­ziert ist, so­lan­ge eine In­fek­ti­on des Kin­des nicht durch spe­zia­li­sier­te Un­ter­su­chun­gen ein­deu­tig nach­ge­wie­sen ist.

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Letzte Aktualisierung: 28.01.2019, BH

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