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Wie funk­tio­niert Ul­tra­schall ei­gent­lich?

So läuft die Ul­tra­schall­un­ter­su­chung in der Schwan­ger­schaft ab - und das kön­nen Sie da­bei se­hen...

Schwangere hält Ultraschallbild vor ein Tablet
©
GettyImages

Bei ei­ner Ul­tra­schall­un­ter­su­chung (So­no­gra­phie) wer­den hoch­fre­quen­te, un­hör­ba­re Schall­wel­len durch Ihr Kör­per­ge­we­be ge­schickt, als Echo zu­rück­ge­wor­fen und als Schwarz-Weiss-Bild um­ge­wan­delt und sicht­bar ge­macht.

Schall­wel­len zei­gen un­ter­schied­li­che Ge­we­be


Die Schall­wel­len wer­den im­mer dort re­flek­tiert, wo sich Ge­we­be­schich­ten än­dern, z.B. an der Grenz­flä­che zwi­schen Frucht­was­ser und Ge­bär­mut­ter­wand oder dem kind­li­chen Ge­we­be. So ent­steht ein Bild Ih­res Kin­des in der Ge­bär­mut­ter, das im­mer zwei­di­men­sio­nal, also ein Schnitt­bild ist.

Auch Sie selbst und Ihr Part­ner kön­nen die­ses Bild auf ei­nem Mo­ni­tor se­hen. Weil es aber eine für Lai­en eher un­deut­li­che, sche­men­haf­te Dar­stel­lung ist, wird Ih­nen wäh­rend der Un­ter­su­chung auf dem Bild­schirm er­klärt, was al­les zu se­hen ist. Sie kön­nen mög­li­cher­wei­se ein Schwarz­weiss-Bild von Ih­rem Kind mit nach Hau­se neh­men.

Der Ab­lauf der Ul­tra­schall­un­ter­su­chung


Vor der Ul­tra­schall­un­ter­su­chung durch Ihre Bauch­de­cken (Ab­do­mi­nal-So­no­gra­phie) müs­sen Sie viel trin­ken. Die vol­le Bla­se drückt dann von un­ten ge­gen die Ge­bär­mut­ter und die Flüs­sig­keit dar­in gibt ei­nen gu­ten Kon­trast, wo­durch das Kind bes­ser sicht­bar wird. Dies ist be­son­ders in der ers­ten Schwan­ger­schafts­hälf­te sehr wich­tig. Sie lie­gen auf dem Rü­cken. Ihr Bauch wird mit ei­nem Gel be­stri­chen wur­de, das den Haut­kon­takt, das Ein­drin­gen der Ul­tra­schall­wel­len und die Bild­qua­li­tät ver­bes­sert. Dann wird ein Schall­kopf (Scan­ner) über Ihre Bauch­de­cke ge­führt. Wie deut­lich Ihr Baby zu se­hen ist, hängt nicht nur vom Ge­rät, son­dern auch von der fe­ta­len Lage, von der Frucht­was­ser­men­ge und von der Di­cke der müt­ter­li­chen Bauch­wand ab.

Ul­tra­schall­un­ter­su­chun­gen kön­nen an­statt über die Bauch­de­cken auch über die Schei­de durch­ge­führt wer­den. Die so­ge­nann­te Va­gi­nal­so­no­gra­phie lie­fert be­son­ders in der Früh­schwan­ger­schaft bis zur 12. Wo­che sehr gute Bil­der vom noch win­zi­gen Em­bryo. Auch bei der Dia­gno­se ei­ner dro­hen­den Fehl­ge­burt oder ei­ner Ei­lei­ter- oder Bauch­höh­len­schwan­ger­schaft ist die Va­gi­nal­so­no­gra­phie der Un­ter­su­chung über die Bauch­de­cken über­le­gen.

Ul­tra­schall­un­ter­su­chun­gen sind voll­kom­men schmerz­los. Und bis jetzt deu­tet nichts dar­auf hin, dass die Un­ter­su­chung der Schwan­ge­ren oder dem Kind scha­det. Im Ge­gen­teil, die Be­we­gun­gen Ih­res Kin­des wäh­rend der Un­ter­su­chung se­hen zu kön­nen, ist ein schö­nes und be­ru­hi­gen­des Er­leb­nis und stärkt die Bin­dung zum Un­ge­bo­re­nen.

Spe­zi­el­le Me­tho­den der So­no­gra­phie


Spe­zi­el­le zu­sätz­li­che Ul­tra­schall­me­tho­den, die aber in der Rou­ti­ne­dia­gnos­tik kei­ne Rol­le spie­len, sind Dopp­ler-Ul­tra­schall­un­ter­su­chun­gen und drei­di­men­sio­na­le Ul­tra­schall­un­ter­su­chun­gen. Die spe­zia­li­sier­te Un­ter­su­chung des kind­li­chen Her­zens nennt man Echo­kar­dio­gra­phie.

Wie oft darf eine So­no­gra­phie durch­ge­führt wer­den?


Ul­tra­schall­un­ter­su­chun­gen soll­ten nicht zum “Baby-Fern­se­hen” miss­braucht wer­den. Für wei­te­re Un­ter­su­chun­gen, zu­sätz­lich zu den zwei vor­ge­se­he­nen Rou­ti­ne­un­ter­su­chun­gen, soll­te im­mer ein me­di­zi­ni­scher Grund vor­lie­gen.

Aus der For­schung


Letzte Aktualisierung: 02.09.2022, BH

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