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Neugeborenes auf dem nackten Körper der mutter
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Heb­am­men­tipp: Ge­dicht über die Ge­burt


Schon wäh­rend der Schwan­ger­schaft ler­nen künf­ti­ge Müt­ter, was es heisst, die Kon­trol­le an den Kör­per ab­zu­ge­ben. Wir kön­nen nichts wei­ter tun, als zu hof­fen, dass al­les gut geht, uns gut zu er­näh­ren und die­ses klei­ne Mensch­lein mit un­se­rem Kör­per zu be­schüt­zen. Le­sen Sie die­ses wun­der­schö­ne Ge­dicht von Fre­de­rick Le­boy­er über die Ge­burt und freu­en Sie sich dar­auf.

Los­las­sen


Wenn du wirk­lich be­grif­fen hast, was das ist 

Los­las­sen, Hin­ga­be

wenn al­les in dei­nem Kör­per of­fen, frei und ent­spannt ist,

auch der Mund, der Hals, die Hän­de, die Au­gen,

dann brauchst du im Grun­de nichts mehr zu tun.

Es ist wie in der Lie­be

öff­ne Dich und las­se es ge­sche­hen

Lass das Kind zur Welt kom­men.

Es ge­nügt schon, dass Du ihm nichts ent­ge­gen­setzt

dass Du dich nicht fürch­test, Dich nicht ver­wir­ren lässt

von der Kraft, der un­ge­heu­ren Ge­walt

mit der das Kind ge­bo­ren wer­den will.

Es ist Dein höchs­tes Op­fer,

Dein voll­kom­me­ner Ver­zicht.

Et­was in dir muss dem Kind sa­gen kön­nen:

Ja ver­lass mich.

Das ist das Le­ben.

Vor dir.

Nimm es

(Fre­de­rick Le­boy­er)

Letzte Aktualisierung: 25.02.2021, JM
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