Anzeige

Ich bin Rhe­sus-ne­ga­tiv und schwan­ger. Mei­ne Frau­en­ärz­tin sagt, das sei heu­te über­haupt kein Pro­blem mehr.

Tat­säch­lich ist die Rhe­sus-Un­ver­träg­lich­keit seit der Ein­füh­rung der Anti-D-Pro­phy­la­xe (Rhe­sus-Sprit­ze) und der ver­bes­ser­ten Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen nur noch eine ex­trem sel­te­ne Kom­pli­ka­ti­on. Eine Rhe­sus-ne­ga­ti­ve Frau braucht sich prak­tisch kaum mehr Sor­gen um die Ge­sund­heit ih­res un­ge­bo­re­nen Kin­des zu ma­chen als jede an­de­re Schwan­ge­re.

Wenn eine Rhe­sus-ne­ga­ti­ve Frau mit ei­nem Rhe­sus-po­si­ti­ven Part­ner ein Kind zeugt, kann es sein, dass sie ge­gen des­sen „frem­des“, Rhe­sus-po­si­ti­ves Blut An­ti­kör­per bil­det. Die­se Rhe­sus-Un­ver­träg­lich­keit ent­steht aber erst, wenn schon ein Blut­kon­takt zwi­schen Mut­ter und Kind statt­ge­fun­den hat. Das ist in der Re­gel bei der Ge­burt des ers­ten Kin­des, sel­ten aber auch bei Fehl­ge­bur­ten, Schwan­ger­schafts­ab­brü­chen oder Ein­grif­fen wie der Am­nio­zen­te­se. Hat ein sol­cher Kon­takt mög­li­cher­wei­se statt­ge­fun­den, wird der Frau vor­sorg­lich in­ner­halb von 72 Stun­den eine Sprit­ze mit „anti-D“-An­ti­kör­pern ge­ge­ben, die eine Sen­si­bi­li­sie­rung im müt­ter­li­chen Im­mun­sys­tem ver­hin­dert. So wird je­des­mal wie­der der neu­tra­le Zu­stand vor der ers­ten Schwan­ger­schaft her­ge­stellt und eine schwe­re Rhe­sus-Un­ver­träg­lich­keit beim nächs­ten Kind mit Zer­stö­rung sei­ner ro­ten Blut­kör­per­chen und dar­aus fol­gen­der An­ämie ver­hin­dert.

Letzte Aktualisierung: 29.10.2019, BH
Anzeige
Anzeige