Ka­li­um in der Schwan­ger­schaft

Wo­für Ka­li­um im Kör­per zu­stän­dig ist und wie es zu ei­nem Elek­tro­lyt-Un­gleich­ge­wicht kom­men kann.

Gesunde und farbige Nahrungsmittel
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Ka­li­um schafft als Elek­tro­lyt (elek­tri­sche Im­pul­se lei­ten­der Mi­ne­ral­stoff) die Grund­la­ge für die Ner­ven­er­re­gung, den stän­di­gen Auf­bau und die an­schlies­sen­de Ent­la­dung ei­nes elek­tri­schen Po­ten­zi­als. Zu­sam­men mit Na­tri­um ist es an ver­schie­de­nen Trans­port­vor­gän­gen, der Ner­ven­reiz­lei­tung und der Mus­kel­ak­ti­vi­tät be­tei­ligt. Es be­ein­flusst aber auch den Was­ser­haus­halt und re­gelt den Blut­druck.

Zu ei­nem Ka­li­um­man­gel mit Mus­kel­schwä­che, Mü­dig­keit, Schwin­del und Kopf­schmer­zen, im Ex­trem­fall Herz­rhyth­mus­stö­run­gen und Herz­ver­sa­gen kommt es vor al­lem bei Durch­fall oder Miss­brauch von Ab­führ­mit­teln, da hier gros­se Men­gen Ka­li­um über den Darm ver­lo­ren ge­hen kön­nen. Aber auch Men­schen mit chro­nisch-ent­zünd­li­chen Darm­er­kran­kun­gen, Dia­be­ti­ker, Se­nio­ren und Leis­tungs­sport­ler, Schwan­ge­re und Stil­len­de ha­ben ei­nen er­höh­ten Be­darf. Emp­foh­len wird eine an­ge­mes­se­ne Ka­li­um­zu­fuhr von 4400 mg pro Tag.

Nor­ma­ler­wei­se lässt sich der täg­li­che Ka­li­um­be­darf gut über die Er­näh­rung de­cken. Be­son­ders ka­li­um­reich sind weis­se Boh­nen, Kar­tof­feln, Spi­nat, To­ma­ten, Avo­ca­dos, Hül­sen­früch­te, Ba­na­nen, ge­trock­ne­te Apri­ko­sen, Dat­teln, Ro­si­nen, ge­rös­te­te Erd­nüs­se und Son­nen­blu­men­ker­ne. Wird ka­li­um­hal­ti­ges Ge­mü­se aber zu lan­ge ge­kocht oder bleibt im Koch­was­ser lie­gen, geht das Ka­li­um in die Flüs­sig­keit ver­lo­ren. Sanf­tes Düns­ten ist des­halb eher zu emp­feh­len als lan­ges Sie­den. Ka­li­um­hal­ti­ges Mi­ne­ral­was­ser kann un­ter­stüt­zend wir­ken, es ent­hält eine Min­dest­men­ge von 25mg Ka­li­um pro Li­ter.

We­nig Ka­li­um steckt da­ge­gen in Milch­pro­duk­ten. Und kof­fe­in­hal­ti­ge Ge­trän­ken wie Cola und Kaf­fee sind so­gar Ka­li­um-Räu­ber, weil durch Kof­fe­in, Glu­ko­se und Fruk­to­se die Ka­li­um-Aus­schei­dung ge­för­dert wird. 

Ka­li­um kann bei ei­nem Man­gel als Nah­rungs­er­gän­zungs­mit­tel ge­nom­men wer­den. Weil die Do­sie­rung schwie­rig ist und es schnell zu ei­nem Über­schuss an Ka­li­um kom­men kann, soll­ten ka­li­um­hal­ti­ge Me­di­ka­men­te und Nah­rungs­er­gän­zun­gen nur nach Ab­spra­che mit ei­nem Arzt an­ge­wen­det wer­den.

 

Letzte Aktualisierung: 23.01.2023, BH

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