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Ess­stö­run­gen

Ess­stö­run­gen in der Schwan­ger­schaft kön­nen für die Ent­wick­lung des Ba­bys pro­ble­ma­tisch wer­den.

Mann bietet seiner schwangeren Frau einen Apfel an
©
iStock

Wenn das Ess­ver­hal­ten schwer ge­stört ist, in­dem sich die Be­trof­fe­nen über­durch­schnitt­lich häu­fig Ge­dan­ken über das Es­sen ma­chen und auch emo­tio­nal stän­dig da­mit be­schäf­tigt sind, spricht man von Ess­stö­run­gen. 

For­men von Ess­stö­run­gen


Die so­ge­nann­ten Ess­stö­run­gen ha­ben nicht di­rekt mit fal­schem, un­ge­sun­dem oder über­reich­li­chem Es­sen in un­se­rer Ge­sell­schaft zu tun. Als Krank­heit be­zieht sich eine Ess­stö­rung aus­schliess­lich auf das in­di­vi­du­ell ge­stör­te Ess­ver­hal­ten, zum Bei­spiel Miss­brauch von Nah­rung. 

Zu den psy­chisch be­ding­ten Ess­stö­run­gen ge­hö­ren:

  • Bul­li­mia ner­vo­sa, auch Ess-Brech-Sucht ge­nannt

  • Ma­ger­sucht (Ano­rex­ia ne­ro­sa)

  • Bin­ge-Ea­ting-Stö­rung (Ess­at­ta­cken mit Kon­troll­ver­lust)

  • Über­ge­wicht (Adi­po­si­tas)

Frau­en mit Ano­re­xie oder Bu­li­mie ha­ben oft Schwie­rig­kei­ten, schwan­ger zu wer­den. Sind sie es aber, ge­fähr­den sie mit ih­rer Er­näh­rungs­wei­se die Ge­sund­heit ih­res Kin­des. Die­se sind bei der Ge­burt meist un­ter­ge­wich­tig und wei­sen schwe­re Ent­wick­lungs­de­fi­zi­te auf. Spä­ter ha­ben sie ein er­höh­tes Ri­si­ko, ein chro­ni­sches Lei­den zu ent­wi­ckeln. Das hat eine Stu­die an hol­län­di­schen Kin­dern ge­zeigt, die nach dem zwei­ten Welt­krieg von stark un­ter­ge­wich­ti­gen Frau­en ge­bo­ren wur­den und als Er­wach­se­ne in ho­hem Mas­se an­fäl­lig für Dia­be­tes mel­li­tus, Blut­hoch­druck und Herz­er­kran­kun­gen wa­ren.

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