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                              Baby bekommt eine Spritze, schaut ängstlich
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                              Pneu­mo­kok­ken-Imp­fung


                              Schwe­re Pneu­mo­kok­ken-Er­kran­kun­gen stel­len ein Er­kran­kungs­ri­si­ko für Klein­kin­der dar, wel­chem mit ei­ner als si­cher und wirk­sam be­kann­ten Imp­fung be­reits im Säug­lings­al­ter be­geg­net wer­den kann. Der kon­ju­gier­te Impf­stoff ge­gen Pneu­mo­kok­ken schützt vor schwe­ren Er­kran­kun­gen wie Hirn­haut­ent­zün­dun­gen, Blut­ver­gif­tun­gen, Lun­gen­ent­zün­dun­gen und  Mit­tel­ohr­ent­zün­dun­gen. Die Imp­fung soll­te des­halb so früh als mög­lich er­fol­gen und wird seit 2011 für alle Klein­kin­der un­ter 5 Jah­ren emp­foh­len. Die Kos­ten wer­den im Rah­men der ob­li­ga­to­ri­schen Grund­ver­si­che­rung über­nom­men.   

                              Drei Do­sen des Impf­stof­fes sind not­wen­dig, um das Kind zu schüt­zen. Sie kön­nen zeit­gleich mit den Ba­sis­imp­fun­gen (Sechs­fachimp­fung) ver­ab­reicht wer­den, das heisst, im Al­ter von 2, 4 und 12 Mo­na­ten. Es ist wich­tig, den emp­foh­le­nen Zeit­punkt ein­zu­hal­ten, um ei­nen frü­hen Impf­schutz zu er­rei­chen. Al­ler­dings sol­len Kin­der mit ei­nem er­höh­ten ge­sund­heit­li­chen Ri­si­ko ge­gen Pneu­mo­kok­ken mit zu­sätz­li­chen Imp­fun­gen ge­schützt wer­den. Falls dies der Fall ist, wird Sie Ihr Arzt oder Ihre Ärz­tin in­for­mie­ren.

                              Nicht­imp­fen ge­gen Pneu­mo­kok­ken birgt Ri­si­ken. Mit der Hib-Imp­fung konn­te die An­zahl der Er­kran­kun­gen an Hirn­haut­ent­zün­dun­gen um die Hälf­te ver­rin­gert wer­den. Auf die zweit­wich­tigs­te Ur­sa­che für schwers­te bak­te­ri­el­le Er­kran­kun­gen im Klein­kin­des­al­ter, die Pneu­mo­kok­ken, hat die Hib-Imp­fung aber kei­nen Ein­fluss. Die­ser Ge­fahr kann nur mit der Pneu­mo­kok­ken­imp­fung be­geg­net wer­den. 

                              Der Impf­stoff ge­gen Pneu­mo­kok­ken-Bak­te­ri­en (Pre­ven­ar® 13) ist ein so­ge­nann­ter Kon­ju­gat-Impf­stoff, bei dem Be­stand­tei­le von Pneu­mo­kok­ken an ein Ei­weiss ge­kop­pelt sind. Die­sen 13-va­len­ten Impf­stoff (Impf­stoff ge­gen drei­zehn Ty­pen) kann man be­reits ab dem Al­ter von zwei Mo­na­ten ver­ab­rei­chen. Die Schutz­wir­kung ist be­züg­lich der so ge­nann­ten in­va­si­ven Er­kran­kun­gen wie Hirn­haut­ent­zün­dung aus­ge­zeich­net. Der Impf­stoff deckt rund 60% der bei den Klein­kin­dern in der Schweiz krank­heits­re­le­van­ten Pneu­mo­kok­ken ab.

                              Der Kon­ju­gat-Impf­stoff wur­de spe­zi­ell für Säug­lin­ge ent­wi­ckelt. Er ist ge­ne­rell gut ver­träg­lich. Er wird durch In­jek­ti­on in ei­nen Mus­kel ver­ab­reicht und ent­hält als Hilfs­stoff Alu­mi­ni­um­p­hos­phat, der die Im­mun­ant­wort ver­stärkt, ist aber frei von Queck­sil­ber. Als Ne­ben­wir­kun­gen der Imp­fung wer­den Fie­ber (1 - 2 Kin­der von 10) als auch ört­li­che Re­ak­tio­nen wie Schwel­lung, Schmer­zen und Rö­tung (1 - 2 von 10) be­schrie­ben. Fie­ber über 39°C be­ob­ach­tet man bei 1 - 3 Kin­dern von 100. Wenn das Fie­ber sehr hoch ist, kann es ei­nen Fie­ber­krampf aus­lö­sen. Aus die­sem Grund ist es wich­tig, nach der Imp­fung die Tem­pe­ra­tur des Kin­des zu kon­trol­lie­ren.

                              Die­se un­an­ge­neh­men, aber un­ge­fähr­li­chen Ne­ben­wir­kun­gen ste­hen je­doch in kei­nem Ver­hält­nis zum Nut­zen der Pneu­mo­kok­ken-Imp­fung. Schwe­re Ne­ben­wir­kun­gen nach der Pneu­mo­kok­ken-Imp­fung sind aus­ser­or­dent­lich sel­ten (1 von 100'000 oder 1 von 1'000‘000). Ent­spre­chend ist es schwie­rig zu sa­gen, ob die Imp­fung die Ur­sa­che ist oder nicht. Wich­tig ist, dass die Impf­stof­fe für Säug­lin­ge de­ren Im­mun­sys­tem nicht schwä­chen und sie nicht ein er­höh­tes Ri­si­ko für All­er­gi­en oder an­de­re Krank­hei­ten im spä­te­ren Le­ben ha­ben. Falls Sie ein spe­zi­el­les Pro­blem be­un­ru­higt, fra­gen Sie Ih­ren Arzt oder Ihre Ärz­tin.

                              Letzte Aktualisierung: 05.11.2019, BH
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