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                              Ver­fei­ner­te Sper­mi­en­aus­le­se

                              In­tra­zy­to­plas­ma­ti­sche Mor­pho­lo­gisch Se­lek­tier­te Sper­mi­en-In­jek­ti­on

                              icsi, künstliche Befruchtung, Spermien werden in Eizell injiziert

                              Die IMSI-Me­tho­de ist eine mi­kro­sko­pi­sche Tech­nik zur ex­ak­ten Aus­wahl von Sper­mi­en für die klas­si­sche in­tra­cy­to­plas­ma­ti­sche Sper­mien­in­jek­ti­ons-Tech­nik ICSI. Mit Hil­fe ei­nes di­gi­tal ver­stärk­ten, hoch­auf­lö­sen­den Mi­kro­skops, ei­ner Vi­deo­ka­me­ra und ei­nes Com­pu­ter­pro­gramms ge­lingt es, die Mi­kro­skop­auf­nah­men der Sper­mi­en auf das 6000- bis 10.000-Fa­che zu ver­grös­sern (ICSI = 300-fach). So kön­nen Ver­än­de­run­gen im Aus­se­hen der ein­zel­nen Sper­mi­en ex­akt dia­gnos­ti­ziert wer­den. Dazu ge­hö­ren De­fek­te im Sper­mi­en­kopf­be­reich  (z.B. win­zi­ge bläs­chen­ar­ti­ge Va­kuo­len oder Frag­men­tie­rung des Zell­kerns) als Aus­druck ei­ner DNA-Ver­än­de­rung und De­for­ma­tio­nen am Mit­tel­stück oder Schwanz. Wer­den Ei­zel­len mit die­sen Sper­mi­en be­fruch­tet, ist der ent­stan­de­ne Em­bryo mög­li­cher­wei­se we­ni­ger le­bens­fä­hig.

                              Ist durch IMSI ein un­auf­fäl­li­ges Sper­mi­um iden­ti­fi­ziert, wird es iso­liert und un­ter dem­sel­ben Mi­kro­skop in die Ei­zel­le in­ji­ziert.

                              Die­se noch sehr neue Tech­nik kann vor al­lem in sol­chen Fäl­len hilf­reich sein, in de­nen es bis­her un­ter ICSI nicht zu ei­ner Be­fruch­tung der Ei­zel­le oder Ein­nis­tung des Em­bry­os kam. Wei­te­re In­di­ka­tio­nen sind Sper­mio­gram­me mit schwe­rer Oli­go-Asthe­no- und Te­ra­to­zoo­sper­mie mit we­ni­ger als 10 % nor­mal ge­form­ten Sper­mi­en.

                              Dar­über hin­aus ist es im Vor­feld mög­lich, ein sog. High-Power-Sper­mio­gramm durch­füh­ren zu las­sen. Hier­bei lässt sich der pro­zen­tua­le An­teil der va­kuo­li­sier­ten Sper­mi­en er­mit­teln.

                              • Klas­se 1 = völ­lig un­auf­fäl­lig

                              • Klas­se 2 = mit­tel­gra­dig auf­fäl­lig

                              • Klas­se 3 = alle Sper­mi­en stark auf­fäl­lig

                              Ist der An­teil von Sper­mi­en in der Klas­se 1 un­ter 5 %, kann durch IMSI die Wahr­schein­lich­keit er­höht wer­den, äus­ser­lich un­auf­fäl­li­ge Sper­mi­en zu in­ji­zie­ren.

                              Eine Stu­die in Is­ra­el an je 50 Paa­ren, bei de­nen im glei­chen Zeit­raum zur Fer­ti­li­sa­ti­on eine re­gu­lä­re ICSI und eine IMSI durch­ge­führt wur­de, zeig­te deut­lich hö­he­re Schwan­ger­schafts­ra­ten (66% bei IMSI ge­gen­über 30% bei ICSI). Auch die Zahl der Fehl­ge­bur­ten soll­te nach IMSI nied­ri­ger sein. Wei­te­re Un­ter­su­chun­gen müs­sen dies noch be­stä­ti­gen.

                              Letzte Aktualisierung: 06.10.2022, BH

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