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Kinderärztin untersucht das Ohr

Gu­tes Hö­ren ist für Kin­der wich­tig


Die Welt der Ge­räu­sche, der Klän­ge und der Spra­che er­öff­net sich durch das Ge­hör. Ne­ben den Au­gen ist das Ohr un­ser wich­tigs­tes Sin­nes­or­gan. Gu­tes Hö­ren ist für das Spre­chen mit an­de­ren Men­schen äus­serst wich­tig - und von Ge­burt an gut zu hö­ren, ist für eine ge­sun­de Ent­wick­lung eine nicht zu un­ter­schät­zen­de Vor­aus­set­zung. Nur durch gu­tes Hö­ren ler­nen Kin­der zu spre­chen und zu ver­ste­hen.

Stän­di­ger Lärm durch Ver­kehr oder zu lau­te Mu­sik er­zeu­gen ei­nen Dau­er­stress und kön­nen sich ne­ga­tiv auf das Ge­hör von Kin­dern aus­wir­ken. In Eu­ro­pa ha­ben be­reits 10% der Ju­gend­li­chen ein ein­ge­schränk­tes Hör­ver­mö­gen. Des­halb soll­ten El­tern die Ent­wick­lung ih­res Kin­des auf­merk­sam be­ob­ach­ten und selbst ge­le­gent­lich eine ein­fa­che Hör­prü­fung durch­füh­ren. Schon bei Neu­ge­bo­re­nen wird des­halb an den meis­ten Ge­burts­kli­ni­ken ein Hör­s­cree­ning durch­ge­führt. Zur früh­zei­ti­gen Er­ken­nung von Hör­pro­ble­men emp­feh­len sich aus­ser­dem re­gel­mäs­si­ge Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen durch die Kin­der­ärz­tin / den Kin­der­arzt. Die­se / die­ser kann durch ei­nen Hör­test fest­stel­len, ob das Ge­hör Ih­res Kin­des ge­sund ist.

Schall wird vom äus­se­ren Ge­hör­gang an das Trom­mel­fell und wei­ter über das Mit­tel­ohr in das In­nen­ohr ge­lei­tet. Über eine Ak­ti­vie­rung des Hör­nervs wird das Ge­hör­te im Ge­hirn ver­ar­bei­tet. Eine Hör­stö­rung kann an­ge­bo­ren oder er­wor­ben sein und über­all im Ohr auf­tre­ten. Mög­li­che Grün­de da­für sind:

Fol­gen­de Be­ob­ach­tun­gen kön­nen An­zei­chen für ein Hör­pro­blem bei Ih­rem Kind sein:

  • Ihr Kind lei­det an häu­fi­gen Ohr­ent­zün­dun­gen

  • Ihr Kind macht kei­ne Fort­schrit­te in sei­ner Sprach­ent­wick­lung

  • Ihr Kind ant­wor­tet nur ver­zö­gert oder gar nicht, wenn es an­ge­spro­chen wird. 

  • Ihr Kind hat nur we­ni­ge so­zia­le Kon­tak­te oder ist Ein­zel­gän­ger. 

  • Bei lau­ten Ge­räu­schen, wie z.B. Tü­ren schla­gen, er­wacht oder er­schrickt Ihr Kind nicht. 

  • Auf Spra­che aus­ser­halb sei­nes Blick­fel­des re­agiert Ihr Kind nicht und es hat Mühe, Ge­räu­sche zu lo­ka­li­sie­ren. 

  • Ihr Kind kann aus dem All­tag be­kann­te Ge­gen­stän­de, z. B. Klei­dungs­stü­cke oder Kör­per­tei­le, nicht be­zeich­nen. 

  • Ihr Kind hat in der Schu­le und beim Ler­nen Schwie­rig­kei­ten. 

  • Es sind Hör­pro­ble­me in der Fa­mi­lie be­kannt.

Gut in­for­miert

Nütz­li­che Links

www.svehk.ch

www.jugehoerig.ch 

www.gebaerden-sprache.ch

Bücher, DVDs und Spiele für gehörlose Kinder: www.fingershop.ch

Was kön­nen Sie selbst tun?

  • Neh­men Sie Oh­ren­ent­zün­dun­gen ernst und las­sen Sie die­se ärzt­lich kon­trol­lie­ren.

  • Füh­ren Sie selbst bei Ih­rem Kind ei­nen ein­fa­chen Hör­test durch

  • Durch lau­tes Spiel­zeug, wie z.B. Tril­ler­pfei­fen, Kin­der­trom­pe­ten u.ä., kann das Ge­hör von Kin­dern dau­er­haft ge­schä­digt wer­den. 

  • Le­gen Sie zum Ein­schla­fen kei­ne Spiel­uh­ren di­rekt ne­ben den Kopf Ih­res Kin­des. 

  • Ach­ten Sie dar­auf, dass Kin­der oder Ju­gend­li­che Mu­sik nicht zu laut hö­ren. 

  • Re­agie­ren Sie schon bei den ers­ten An­zei­chen ei­ner Hör­ver­min­de­rung.

Für wei­te­re Fra­gen wen­den Sie sich bit­te an Ihre Kin­der­ärz­tin / Ih­ren Kin­der­arzt.

Quel­le: Kin­der- und Ju­gend­ge­sund­heits­dienst Ba­sel-Stadt

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