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Kinderfüsse und Massband
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GettyImages

Warn­si­gna­le für Klein­wuchs oder Hoch­wuchs


Ver­dacht auf Klein­wuchs:


  • Das Kind ist im­mer klei­ner als gleich­alt­ri­ge Spiel­ka­me­ra­den.

  • Dem Kind pas­sen noch die Klei­dungs­stü­cke vom letz­ten Jahr.

Ver­dacht auf Hoch­wuchs:


  • Das Kind ist im­mer grös­ser als gleich­alt­ri­ge Spiel­ka­me­ra­den.

  • Das Kind über­holt an­de­re Kin­der in der Kör­per­län­ge, die vor­her gleich gross wa­ren.

  • Das Kind will klei­ner wir­ken und ge­wöhnt sich eine „klein­ma­chen­de“ Hal­tung an.

Durch re­gel­mäs­si­ges Mes­sen der Kör­per­grös­se bei den Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen (Kon­trol­len), aber auch da­heim mit ei­ner Mess­lat­te und Ein­tra­gen der Wer­te in eine Per­zen­ti­len­kur­ve lässt sich das Län­gen­wachs­tum Ih­res Kin­des sehr ein­fach ver­fol­gen und mit Gleich­alt­ri­gen ver­glei­chen. Al­ters­ge­mäs­ses - so­ge­nann­tes per­zen­til­ge­rech­tes - Wachs­tum be­deu­tet, dass Ihr Kind auf sei­ner ei­ge­nen Wachs­tums­kur­ve par­al­lel zu den Wer­ten der Nor­mal­be­völ­ke­rung wächst.

Die fol­gen­de Ta­bel­le zeigt links nor­ma­les Wachs­tum an. Rechts er­kennt man den Ver­lauf der Kur­ve bei ei­ner Wachs­tums­stö­rung.

Wachstumskurven Wachstumsstoerung

Nor­ma­les Wachs­tum ist hier in der lin­ken Gra­fik mit der blau­en Li­nie am Bei­spiel ei­nes Mäd­chens dar­ge­stellt. Es bleibt im­mer in sei­nem „Wachs­tums­kor­ri­dor“ in der Nähe sei­ner Per­zen­til­kur­ve. Je nach Fa­mi­lie wach­sen Kin­der von klei­ne­ren El­tern eher im un­te­ren Be­reich, Kin­der grös­se­rer El­tern eher im obe­ren. Durch die Wachs­tums­kur­ve kön­nen Sie als El­tern schon recht früh se­hen, wie gross Ihr Kind z.B. mit 18 Jah­ren sein könn­te.

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Ist Ihr Kind zu klein für das Al­ter? War­um Wachs­tum wich­tig ist.

Wachs­tum ist ein Zei­chen für Ge­sund­heit und Wohl­be­fin­den. Ist Ihr Kind viel klei­ner, als es in sei­nem Al­ter sein soll­te? Dann über­prü­fen Sie sein Wachs­tum jetzt.pixel

Wie sich das Wachs­tum ei­nes Kin­des ent­wi­ckeln kann, wenn es sei­nen „Wachs­tums­kor­ri­dor“ ver­lässt, wird in der rech­ten Gra­fik  ge­zeigt. Die blaue Li­nie zeigt hier, dass die­ses Mäd­chen - im Ver­gleich zu Gleich­alt­ri­gen - in den ers­ten drei Le­bens­jah­ren eher gross ge­we­sen ist, und dass sie mit 18 Jah­ren etwa 1,80 m wer­den soll­te. Ab dem 4. Le­bens­jahr fällt ihre Wachs­tums­kur­ve aber be­stän­dig ab, und sie wird da­durch auch nur ca. 1,50 m gross oder so­gar klei­ner. In sol­chen oder ähn­li­chen Fäl­len soll­ten El­tern dies bei ih­rem nächs­ten Kin­der­arzt­be­such an­spre­chen. Das gilt auch für Kin­der, de­ren Wachs­tums­kur­ve nicht nach un­ten son­dern nach oben ab­weicht.

Er­gibt sich der Ver­dacht auf ein zu lang­sa­mes oder zu schnel­les Wachs­tum, wird Ihr Kin­der­arzt, Ihre Kin­der­ärz­tin wei­te­re Un­ter­su­chun­gen vor­neh­men. Dazu kön­nen die Be­stim­mun­gen von Hor­mon­spie­geln im Blut und des Kno­chen­al­ters am Hand­ske­lett oder so­gar eine Com­pu­ter­to­mo­gra­phie oder Kern­spin­to­mo­gra­phie zur bild­li­chen Dar­stel­lung der Hirn­an­hang­drü­se und ih­rer Um­ge­bung ge­hö­ren.

Ver­schie­de­ne Ur­sa­chen ­kön­nen der Grund für eine Wachs­tums­stö­rung sein, dazu ge­hö­ren chro­ni­sche Er­kran­kun­gen, die eine Auf­nah­me von Nähr­stof­fen er­schwe­ren (z.B. Zölia­kie), Man­gel­er­näh­rung (schlecht kon­trol­lier­te ve­ge­ta­ri­sche oder ve­ga­ne Er­näh­rung), ge­ne­ti­sche ­Stö­run­gen oder ­ei­ne Man­gel­ver­sor­gung wäh­rend der Schwan­ger­­schaft. Nicht sel­ten ste­cken hor­mo­nel­le Ur­sa­chen da­hin­ter, wie ­z.B. eine Schild­drü­sen­un­ter­funk­ti­on oder ein Man­gel des Wachs­tums­hor­mons (So­ma­to­tro­pin). Dann braucht das Kind eine Hor­mon­er­satz­the­ra­pie.

In vie­len Fäl­len ist ein Kind mit Ver­dacht auf Wachs­tums­stö­rung aber auch nur ein­fach sehr gross oder sehr klein, ohne dass es da­für - nach den ent­spre­chen­den Un­ter­su­chun­gen - eine Ur­sa­che gibt und ob­wohl die Grös­se der El­tern eine an­de­re Kör­per­län­ge er­war­ten lies­se. Dann müs­sen die El­tern ih­rem Kind hel­fen, mit die­ser Her­aus­for­de­rung zu­recht­zu­kom­men. Das kann in der Schu­le und Frei­zeit un­ter sei­nen Kol­le­gen mit­un­ter schwie­rig sein. Klein­ge­wach­se­ne Kin­der ver­su­chen meist von sich aus, ihre Grös­se zu kom­pen­sie­ren, in­dem sie im Un­terr­richt zu den Bes­ten ge­hö­ren. Ist ein Kind für sein Al­ter sehr gross, müs­sen ­­­El­tern be­son­ders auf­pas­sen, denn dann wird es leicht als äl­ter und rei­fer ein­ge­schätzt und da­durch über­for­dert.

Letzte Aktualisierung: 14.01.2020, BH
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