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Mutter ist am Laptop, Vater ist mit den Kindern in der Küche,[Translate to FR:] IStock 1157909291
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8 Life­hacks für das Fa­mi­li­en­le­ben in Co­ro­na-Zei­ten


Die Kin­der ge­hen zwar wie­der zur Schu­le, trotz­dem ist der All­tag noch nicht ganz zu­rück­ge­kehrt, ge­ra­de wenn Sie als El­tern nach wie vor im Ho­me­of­fice ar­bei­ten. Auch wenn Ihre Kin­der zu­min­dest vor­mit­tags wie­der be­treut sind, sind im­mer noch vie­le Frei­zeit­be­schäf­ti­gun­gen nicht mög­lich und der Spa­gat zwi­schen Ar­beit und Kin­dern zu Hau­se be­steht nach wie vor. 

Da­mit der Haus­segen nicht in Schief­la­ge ge­rät oder Sie zu­min­dest re­agie­ren kön­nen, wenn er es trotz­dem tut, ha­ben wir für Sie ein paar Tipps für ein har­mo­ni­sches Fa­mi­li­en­le­ben zu­sam­men­ge­tra­gen.

1. Ver­tei­len Sie die Auf­ga­ben


Je nach be­ruf­li­cher Si­tua­ti­on müs­sen die Auf­ga­ben in vie­len Fa­mi­li­en plötz­lich neu ver­teilt wer­den. Viel­leicht hat die Mut­ter ei­nen Be­ruf, den sie nach wie vor aus­ser Haus wahr­nimmt und der Va­ter ar­bei­tet im Ho­me­of­fice oder kann sei­ner Ar­beit gar nicht nach­ge­hen. Nicht viel an­ders sieht es aus, wenn bei­de Part­ner im Ho­me­of­fice ar­bei­ten, auch dann er­for­dert die neue Si­tua­ti­on ein Um­den­ken.

Ver­tei­len Sie dar­um die Auf­ga­ben neu. Wahr­schein­lich müs­sen bei­de El­tern­tei­le ein paar Kom­pro­mis­se ein­ge­hen, zum Bei­spiel, dass Sie ei­nen Teil der Ho­me­of­fice-Ar­beit abends oder früh mor­gens er­le­di­gen, wenn die Kin­der im Bett sind. Ma­chen Sie sich ei­nen Plan, wer wann wo­für zu­stän­dig ist.

Ach­ten Sie dar­auf, die­sen Plan ins­be­son­de­re be­züg­lich Ho­me­of­fice strikt ein­zu­hal­ten. Wer zu Hau­se im Büro ar­bei­tet, soll dies in Ruhe und ohne Stö­run­gen tun kön­nen.

Er­zie­hungs­auf­ga­ben soll­ten Sie zwin­gend be­spre­chen. Wenn ein El­tern­teil es sich näm­lich ge­wohnt ist, dass der All­tag nach sei­nem Gus­to läuft, kann es schwie­rig wer­den, wenn der an­de­re jetzt auch mit­re­den möch­te. De­fi­nie­ren Sie ganz klar, wer wann was zu sa­gen hat.

2. Hal­ten Sie Fa­mi­li­en­rat


Pla­nen Sie fes­te Ter­mi­ne für den Fa­mi­li­en­rat ein. Wie häu­fig die­ser statt­fin­den soll, bleibt Ih­nen und den Be­dür­nis­sen Ih­rer Fa­mi­lie über­las­sen. Je­des Fa­mi­li­en­mit­glied sagt, was es in den ver­gan­ge­nen Ta­gen ge­nervt hat, aber auch, was es toll fand. Die an­de­ren hö­ren zu, ohne zu in­ter­ve­nie­ren. Ei­ner­seits wer­den auf die­se Wei­se Kon­flik­te ab­ge­fan­gen, an­de­rer­seits he­ben Sie so auch das Po­si­ti­ve her­vor.

Hal­ten Sie alle po­si­ti­ven As­pek­te die­ser Zeit schrift­lich fest und hän­gen Sie die­se pro­mi­nent auf. In schwie­ri­gen, kräf­te­rau­ben­den Si­tua­tio­nen kann Sie die­se Lis­te wie­der et­was er­den. Na­tür­lich darf und soll die Lis­te lau­fend er­gänzt wer­den.

3. Le­gen Sie Fa­mi­li­en­re­geln fest


Wenn sich eine ge­wis­se Träg­heit breit macht, kön­nen Sie es mit Fa­mi­li­en­re­geln ver­su­chen. Die­se Re­geln sol­len aber nicht ein­schrän­ken, son­dern viel­mehr das Fa­mi­li­en­le­ben aus­rich­ten, weil dann alle ge­nau wis­sen, was gilt. So kön­nen Sie zum Bei­spiel Es­sens­zei­ten fi­xie­ren, Ämt­li ver­tei­len und die Zei­ten für den Me­di­en­kon­sum fest­le­gen.

Hal­ten Sie ge­ra­de mit et­was grös­se­rern Kin­dern auch Re­geln zur Kom­mu­ni­ka­ti­on fest. In die­ser Aus­nah­me­si­tua­ti­on kön­nen un­ter An­span­nung schon ein­mal Wor­te fal­len, die nicht in die Fa­mi­lie ge­hö­ren. De­fi­nie­ren Sie ganz klar, wie Sie in­ner­halb der Fa­mi­lie mit­ein­an­der re­den, was ak­zep­tiert wer­den kann und was auf kei­nen Fall geht.

Schrei­ben Sie alle Re­geln gross auf und hän­gen Sie sie an die Wand. Wenn noch nicht alle Kin­der le­sen kön­nen, be­hel­fen Sie sich mit Zeich­nun­gen.

4. Neh­men Sie Fa­mi­li­en­kri­sen ernst


Auch jetzt noch kann es Mo­men­te ge­ben, in de­nen sich alle auf die Ner­ven ge­hen. Ge­ra­de nach die­sen vie­len Wo­chen des Zu­hau­se­blei­bens sind Ge­duld, Ver­ständ­nis und Ge­las­sen­heit noch nicht auf nor­ma­len Ni­veau. Auch Sie als El­tern kön­nen ner­ven und ge­ra­de Ih­nen kön­nen die Kin­der am we­nigs­ten aus dem Weg ge­hen.

  • Neh­men Sie die­se Kri­sen ernst, auch wenn Sie sich sel­ber dar­in be­fin­den. Hö­ren Sie sich die Nöte Ih­rer Kin­der an und zei­gen Sie Ver­ständ­nis.

  • Ver­su­chen Sie, je­dem Kind ei­nen Rück­zugs­ort zu ver­schaf­fen, an dem es nicht ge­stört wer­den darf. Las­sen Sie die Kids sel­ber eine "Bit­te nicht stö­ren"-Ta­fel ge­stal­ten, die es bei Be­darf und ohne Er­klä­rung an sei­nem Ort auf­hän­gen kann. Die­se Ta­feln sind üb­ri­gens auch für Sie äus­serst prak­tisch, wenn Sie im Ho­me­of­fice ar­bei­ten und zum Bei­spiel für ei­nen An­ruf un­ge­stört sein müs­sen.

  • Wenn Sie es sich räum­lich nicht ein­rich­ten kön­nen, dass sich je­des Fa­mi­li­en­mit­glied an ei­nen Ort zu­rück­zieht, kön­nen Sie sich mit Kopf­höh­rern be­hel­fen. Die­ses sol­len ge­nau wie die Ta­fel si­gna­li­sie­ren, dass Stö­ren nicht er­laubt ist.

  • Las­sen Sie die Kin­der Ag­gres­sio­nen los­wer­den. Eine Kis­sen- oder Stof­fi­tier­schlacht, lau­tes Schrei­en an ei­nem Ort, an dem es am we­nigs­ten stört oder Tan­zen zu lau­ter Mu­sik kön­nen vor­über­ge­hend hel­fen.

  • Wenn es mög­lich ist, las­sen Sie die Kin­der sich kör­per­lich aus­powern

  • Le­sen Sie die Lis­te mit den po­si­ti­ven As­pek­ten aus Punkt 2 und ver­su­chen Sie, die­se Kri­se als Chan­ce zu se­hen. Viel­leicht kön­nen Sie in Zu­kunft als Fa­mi­lie bes­ser mit schwie­ri­gen Si­tua­tio­nen um­ge­hen.

5. Ma­chen Sie mal Pau­se


Bei al­ler Lie­be, ir­gend­wann brau­chen auch Sie eine Pau­se von der Fa­mi­lie und möch­ten Ihre Ruhe. Denn selbst wenn die Kin­der ler­nen, ist Ihre Prä­senz ge­for­dert und wäh­rend der rest­li­chen Zeit des Ta­ges kann ein kon­stan­ter Lärm­pe­gel und das Ge­fühl, die Kin­der un­ter­hal­ten zu müs­sen, sehr er­mü­dend sein.

Be­vor Sie also am Li­mit lau­fen und laut wer­den, schaf­fen Sie sich Ihre täg­li­che In­sel und ver­su­chen Sie, die­se fix in den Ta­ges­ab­lauf zu in­te­grie­ren. So kön­nen sich auch die Kin­der dar­an ge­wöh­nen und wis­sen, dass Sie wäh­rend der nächs­ten Stun­de nur bei Not­fäl­len ge­stört wer­den möch­ten.

6. Be­we­gen Sie sich


In sol­chen aus­ser­or­dent­li­chen und for­dern­den Si­tua­tio­nen ist Sport ein wun­der­ba­res Ven­til, um Stress los­zu­wer­den. Da­bei wer­den En­dor­phi­ne - ei­gent­lich ein kör­per­ei­ge­nens Schmerz­mit­tel - frei­ge­setzt. Sie ha­ben aber un­ter an­de­rem eine be­ru­hi­gen­de Wir­kung und stär­ken so un­se­re psy­chi­sche Ge­sund­heit. Um­gangs­sprach­lich sind En­dor­phi­ne als Glücks­hor­mo­ne be­kannt.

Schaf­fen Sie sich im All­tag Zeit für Be­we­gung und be­spre­chen Sie sich mit dem Part­ner, wer wann sei­nen Sport aus­üben kann.

7. Se­hen Sie die Si­tua­ti­on als Chan­ce und ent­schleu­ni­gen Sie


Nie­mand hat Er­fah­rung mit ei­ner sol­chen Si­tua­ti­on, sie ist für alle neu. Sie wur­den von ei­nem Tag auf den an­de­ren da­mit kon­fron­tiert und muss­ten das Fa­mi­li­en­le­ben um­krem­peln.

Ver­su­chen Sie, die­sen Le­bens­ab­schnitt als Chan­ce zu se­hen. Die Ge­le­gen­heit, ein­ge­schlif­fe­ne Mus­ter zu hin­ter­fra­gen war noch nie so güns­tig. Un­ter Um­stän­den ent­de­cken Sie an dem Fa­mi­li­en­mo­dell, das Sie jetzt ge­zwun­ge­ner­mas­sen le­ben, ja ei­ni­ge po­si­ti­ve As­pek­te, die Sie auch nach die­ser Aus­nah­me­zeit bei­be­hal­ten möch­ten. Viel­leicht ent­wi­ckeln Ihre Kin­der plötz­lich eine nie ge­ahn­te Koch­lei­den­schaft oder der Part­ner kann viel ge­ziel­ter und spar­sa­mer ein­kau­fen als Sie.

Die Tat­sa­che, dass die Kin­der im­mer noch ver­mehrt zu Hau­se sind, zwingt Sie zum Ent­schleu­ni­gen. Denn wenn Sie jetzt nicht her­un­ter­fah­ren und die Si­tua­ti­on ak­zep­tie­ren, wird es schwie­rig, über län­ge­re Zeit so zu le­ben. Hin­ter­fra­gen Sie sich, wann Sie zu­letzt so in­ten­siv Zeit mit Ih­ren Kin­dern ver­brin­gen konn­ten. Nur schon beim ge­mein­sa­men Es­sen er­fah­ren Sie Din­ge, wel­che Ihr Kind sonst nur in der Kita oder dem­je­ni­gen El­tern­teil er­zählt, der zum Mit­tag­essen da ist. Sie sind grund­sätz­lich je­der­zeit für Ihre Kin­der an­sprech­bar und un­ter Um­stän­den ler­nen Sie sie von ei­ner ganz an­de­ren Sei­te ken­nen. Auch wenn Sie im Home Of­fice ar­bei­ten, ha­ben Sie mehr Zeit, um sich mit den Kin­dern zu be­schäf­ti­gen, denn vie­le an­de­ren Ter­mi­ne fal­len weg.

A pro­pos Ter­mi­ne: In un­se­rer Zeit, in der wir ohne Smart­pho­ne fast nicht mehr sein kön­nen, ge­fühlt tau­send Din­ge gleich­zei­tig und so­fort er­le­di­gen soll­ten und den Kin­dern im­mer et­was noch Coo­le­res bie­ten möch­ten, er­det uns die­se Vi­rus wie­der ein we­nig. Ei­gent­lich ist das Le­ben ohne die vie­len Ein­flüs­se von aus­sen doch viel ein­fa­cher und Kin­der brau­chen auch nicht mehr, als Mami und Papi, die Zeit ha­ben.

8. Sei­en Sie auch Lie­bes­paaar


So sehr Sie Ih­ren Part­ner auch lie­ben, wenn Sie bei­de plötz­lich 24/7 zu Hau­se sind, wird auch das ent­spann­tes­te und glück­lichs­te Ehe­le­ben auf die Pro­be ge­stellt.

Spre­chen Sie Un­stim­mig­kei­ten so­fort an, auch wenn es dazu manch­mal et­was Über­win­dung braucht. In­dem Sie gut mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren, blei­ben Sie of­fen für die Mei­nung des Part­ners und ver­hin­den un­ter Um­stän­den ein stun­den­lan­ges Schmol­len und di­cke Luft.

Ver­schaf­fen Sie sich Mo­men­te zu zweit und ver­su­chen Sie, sich nach die­sen Wo­chen zu Hau­se wie­der ein­mal ein schö­nes Abend­essen aus­wärts zu er­mög­li­chen.

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