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Entspannen zwischen zwei Wehen

Ent­span­nung wäh­rend der We­hen


Wich­tig für Sie in den letz­ten Wo­chen Ih­rer Schwan­ger­schaft ist das Er­ler­nen der ak­ti­ven und pas­si­ven Ent­span­nung von Kör­per und Geist. Mit Hil­fe der rich­ti­gen Tech­ni­ken kön­nen Ver­kramp­fun­gen ge­löst und Ängs­te ab­ge­baut oder ver­min­dert wer­den. Das hilft Ih­nen, die Kon­trak­tio­nen ak­tiv zu un­ter­stüt­zen, statt ge­gen sie zu ar­bei­ten. So sind die We­hen­schmer­zen deut­lich bes­ser zu er­tra­gen. Die meis­ten na­tür­li­chen Ge­burts­me­tho­den ar­bei­ten mit be­wuss­ter Ent­span­nung.

Zu den Ent­span­nungs­tech­ni­ken ge­hö­ren Mas­sa­ge, Atem­tech­ni­ken und Kon­zen­tra­ti­ons­übun­gen, durch die Sie ler­nen, be­wusst und kon­trol­liert zu at­men. Aus­ser­dem gibt es Samm­lungs- und Vi­sua­li­sie­rungs­tech­ni­ken, mit de­ren Hil­fe Sie in­ner­li­che Ruhe und Ge­las­sen­heit er­lan­gen. Zur schnel­len Ent­span­nung zwi­schen zwei We­hen kann eine po­si­ti­ve Ge­fühls­wahr­neh­mung, z.B. ein in­ne­res Bild, ein Klang, ein an­ge­neh­mer Duft, bei­tra­gen. Vie­le die­ser Tech­ni­ken wer­den in den Ge­burts­vor­be­rei­tungs­kur­sen er­läu­tert und ge­übt. Und alle sind auch sehr nütz­lich zur Ent­span­nung in den letz­ten Wo­chen der Schwan­ger­schaft, wie z. B. das Ent­span­nungs­at­men.

Vie­len Müt­tern er­leich­tert Schrei­en, lau­tes Stöh­nen oder auch Sin­gen die Si­tua­ti­on. Schmerz, Ver­kramp­fun­gen und Ängs­te so­zu­sa­gen hin­aus­zu­schrei­en, ver­schafft ein Ge­fühl der Er­leich­te­rung und kann so zu Ent­span­nung und Lo­cke­rung bei­tra­gen.

Mit ent­span­nen­der und be­ru­hi­gen­der Mu­sik kann man sich eben­falls gut vom Schmerz wäh­rend der We­hen und bei der Ge­burt ab­len­ken. Un­ter­stüt­zend wirkt aus­ser­dem war­mes Was­ser - und das muss am Ende nicht zu ei­ner klas­si­schen Was­ser­ge­burt füh­ren!

At­men zur Ent­span­nung


Sind Sie et­was müde und ge­stresst oder möch­ten Sie für kur­ze Zeit auch mal et­was für sich tun? Dann ver­su­chen Sie es mit Ent­span­nungs­at­men. Die­se ein­fa­che Atem­übung ist ide­al, um sich am Ende ei­nes an­stren­gen­den Ta­ges zu ent­span­nen. Und wenn sie Ih­nen bald ganz selbst­ver­ständ­lich ge­wor­den ist, ha­ben Sie schon ein ein­fa­ches Mit­tel zur Er­leich­te­rung der We­hen­schmer­zen ge­lernt!

Set­zen Sie sich im Schnei­der­sitz auf den Bo­den, mög­lichst lo­cker. Die Hal­tung des Ober­kör­pers soll­te ganz auf­recht sein.

  • At­men Sie lang­sam aus und zäh­len Sie da­bei bis sie­ben.

  • At­men Sie schnell ein.

  • At­men Sie wie­der lang­sam aus (s.o.) und wie­der­ho­len Sie das Gan­ze zehn Mal.

  • Der Bauch be­wegt sich beim Aus­at­men nach in­nen, beim Ein­at­men nach aus­sen.

  • Ganz ein­fach und sehr ef­fek­tiv, ma­chen Sie sich die Übung zum Ri­tu­al, dann läuft das wäh­rend der Ge­burt ganz au­to­ma­tisch ab.

Was­ser zur Ent­span­nung


In den letz­ten Jah­ren kommt war­mes Was­ser im­mer häu­fi­ger auch bei Ge­bur­ten zum Ein­satz, sei es di­rekt wäh­rend des Ge­burts­vor­gangs selbst in Form ei­ner Was­ser­ge­burt oder als aus­ge­dehn­te war­me Du­sche oder war­mes Voll­bad wäh­rend der We­hen. Vie­le Kli­ni­ken sind heu­te mit Ge­bär- oder Ge­burts­be­cken, ei­nem mit war­mem Was­ser ge­füll­ten Pool, aus­ge­stat­tet. Im­mer mehr Frau­en nut­zen dort die ent­span­nen­de und schmerz­lin­dern­de Wir­kung von war­mem Was­ser. Be­son­ders die Schmer­zen im Rü­cken - die We­hen der Er­öff­nungs­pha­se strah­len dort­hin ex­trem aus - sind viel er­träg­li­cher als im Tro­cke­nen. Die Er­fah­rung zeigt, dass sich der Mut­ter­mund im Was­ser schnel­ler öff­net, die We­hen also ef­fek­ti­ver sind. Al­ler­dings kön­nen die We­hen durch ein war­mes Bad auch un­an­ge­nehm ver­stärkt wer­den.

Na­tür­lich sind Sie es, die ent­schei­det, ob und wie lang Sie in die Ba­de­wan­ne möch­ten. Und das muss nicht im­mer in ei­ner ech­ten „Un­ter­was­ser­ge­burt“ en­den. Vie­le Ge­bä­ren­de möch­ten das Was­ser nur wäh­rend der ers­ten We­hen­sta­di­en ge­nies­sen. An­de­re blei­ben bis zum Durch­tritt des Kin­des im Was­ser und nut­zen die Auf­triebs­kraft des Was­sers als na­tür­li­che Stüt­ze, die Kräf­te spa­ren hilft. Bei Was­ser­ge­bur­ten sind je­doch be­son­de­re Si­cher­heits­vor­keh­run­gen und be­stimm­te all­ge­mei­ne Mass­nah­men für den Ab­lauf er­for­der­lich, und die Be­treu­ung durch ent­spre­chend ge­schul­te Fach­kräf­te ist un­er­läss­lich. Pla­nen Sie eine Was­ser­ge­burt, so er­kun­di­gen Sie sich bei Ih­rer Kli­nik, ob die­se Ge­burts­art dort auch mög­lich ist und be­glei­tet wird. Den­ken Sie auch dar­an, dass eine Epi­du­ral-An­al­ge­sie oder Sie eine kon­ti­nu­ier­li­che Über­wa­chung per CTG im Was­ser nicht im­mer so ein­fach mög­lich ist.

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1/25/2020
Entspannen zwischen zwei Wehen

Mu­sik im Ge­bär­saal

In vie­len Be­rei­chen der Me­di­zin hat sich Mu­sik als schmerz- und angst­lin­dernd eta­bliert. Of­fen­bar funk­tio­niert das …
Letzte Aktualisierung: 08.04.2020, BH
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