Anzeige
Gebärende mit Wehen im Spital

Die En­dor­phi­ne

Kör­per­ei­ge­ne Be­täu­bungs­mit­tel


En­dor­phi­ne sind mor­phi­um­ähn­li­che kör­per­ei­ge­ne Stof­fe, die schmerz­lin­dernd bis schmerz­hem­mend wir­ken. Ha­ben die We­hen eine be­stimm­te In­ten­si­tät er­reicht, wer­den au­to­ma­tisch En­dor­phi­ne in gros­sen Men­gen aus­ge­schüt­tet, die dem We­hen­schmer­zen ent­ge­gen­wir­ken. Je stär­ker die Kon­trak­tio­nen, des­to mehr steigt der Ge­halt an En­dor­phi­nen im Kör­per, und je na­tür­li­cher Ihre We­hen ab­lau­fen, umso schnel­ler geht die Pro­duk­ti­on von En­dor­phi­nen vor­an, umso ra­scher tritt ihre Wir­kung ein.

Die­ser Vor­gang äh­nelt dem Ef­fekt, der bei gros­ser sport­li­cher An­stren­gung wie z. B. ei­nem Ma­ra­thon-Lauf ein­setzt. Ab ei­nem be­stimm­ten Punkt wer­den gros­se Men­gen an En­dor­phi­nen frei­ge­setzt, und so kann der Sport­ler sei­ne Leis­tungs­fä­hig­keit auf­recht­erhal­ten. Dies könn­te auch der Grund da­für sein, dass Frau­en mit gu­ter Kon­di­ti­on, die wäh­rend der Schwan­ger­schaft re­gel­mäs­sig Sport trei­ben, mit den We­hen- und Ge­burts­schmer­zen bes­ser zu­recht­kom­men. Bei den meis­ten Frau­en scheint sich die En­dor­phin-Re­ak­ti­on an ei­nem be­stimm­ten Zeit­punkt wäh­rend der Ge­burt ein­zu­schal­ten, von da an sind die We­hen im­mer noch an­stren­gend, aber er­träg­li­cher.

Um­ge­kehrt wird un­ter Stress, in Angst- und An­span­nungs­zu­stän­den mehr Ad­re­na­lin frei­ge­setzt, das sich ne­ga­tiv auf die We­hen­tä­tig­keit aus­wirkt. Die We­hen wer­den da­durch schwä­cher, aber gleich­zei­tig schwe­rer zu er­tra­gen. Schon des­halb ist es ex­trem wich­tig, die Ge­burt in ei­ner ent­spann­ten und ru­hi­gen Um­ge­bung zu er­le­ben.

Letzte Aktualisierung: 08.04.2020, swissmom-Team
Anzeige
Anzeige