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Die Nach­tei­le der Epi­du­ral-An­al­ge­sie


Bei ei­ner Epi­du­ral/Pe­ri­du­ral-An­al­ge­sie kann es ge­le­gent­lich vor­kom­men, dass sich das Be­täu­bungs­mit­tel (An­äs­the­ti­kum) nicht gleich­mäs­sig ver­teilt und in be­stimm­ten Be­rei­chen des Un­ter­leibs und der Ober­schen­kel nicht die ge­wünsch­te Wir­kung zeigt. Die Kon­trak­tio­nen sind dann in die­sen Be­rei­chen noch schmerz­haft spür­bar. Wenn die Wir­kung des Lo­kal­an­äs­the­ti­kums zu stark ist, kön­nen Ihre Bei­ne schwach und ge­fühl­los wer­den. We­gen der Fall­ge­fahr soll­ten Sie nicht ver­su­chen, auf­zu­ste­hen und um­her­zu­lau­fen. Durch Ver­rin­ge­rung der Do­sis er­ho­len sich Be­weg­lich­keit und Emp­fin­dung nach kur­zer Zeit.

Ein wei­te­rer Nach­teil ei­ner Ent­bin­dung un­ter EDA kann sein, dass sich die Mut­ter vom Ge­sche­hen aus­ge­schlos­sen und vom me­di­zi­ni­schen Per­so­nal ab­hän­gig fühlt, da sie ihr Kind und die Kon­trak­tio­nen nicht mehr gut spü­ren kann. Die Aus­trei­bungs­pha­se selbst kann un­ter dem Ein­fluss der Pe­ri­du­ral­an­äs­the­sie et­was län­ger dau­ern, es sei denn die Wir­kung des An­äs­the­ti­kums hat be­reits et­was nach­ge­las­sen, wenn der Zeit­punkt für die Press­we­hen ge­kom­men ist.

Man­che Frau­en ha­ben mit ei­ner EDA Schwie­rig­kei­ten beim Was­ser­las­sen. Dann muss even­tu­ell ein Schlauch in die Bla­se ein­ge­führt wer­den (Bla­sen­ka­the­ter), der die Ent­lee­rung der Harn­bla­se er­leich­tert bzw. er­mög­licht.

Nach ei­ner durch Epi­du­ral-An­äs­the­sie un­ter­stütz­ten Ent­bin­dung müs­sen Sie even­tu­ell noch ei­ni­ge Stun­den im Bett blei­ben, wenn Sie noch zu schwach sind auf­zu­ste­hen. In sel­te­nen Fäl­len tre­ten nach ei­ner EDA star­ke Kopf­schmer­zen auf, die nor­ma­ler­wei­se nach ein paar Ta­gen wie­der nach­las­sen und gut be­han­del­bar sind. Wei­ter­hin kann es vor­kom­men, dass nach ei­ner Ge­burt Taub­heits­ge­füh­le in den Füs­sen und Bei­nen auf­tre­ten. Die­se wer­den meis­tens durch den Druck des Kin­des auf die Be­cken­ner­ven aus­ge­löst und ste­hen sel­ten in Zu­sam­men­hang mit der Pe­ri­du­ral­an­äs­the­sie. Ge­wöhn­lich ver­ge­hen die­se Be­schwer­den nach we­ni­gen Wo­chen von selbst. Ins­ge­samt ist die Ge­fahr von Lang­zeit­schä­den an den Ner­ven oder der Wir­bel­säu­le sehr ge­ring.

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Letzte Aktualisierung: 11.03.2020, BH / HG
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