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Frau­en wis­sen, wel­cher Mann zum Va­ter taugt


Frau­en ah­nen sehr gut, wel­che Qua­li­tä­ten im männ­li­chen Ge­schlecht ste­cken. Es steht ihm so­zu­sa­gen im Ge­sicht ge­schrie­ben, ob das männ­li­che Ge­gen­über der "Rich­ti­ge" ist oder nicht. Kin­der­freund­lich­keit steht je­den­falls ganz hoch im Kurs, wäh­rend das ty­pisch männ­li­che Ge­ha­be eher die Lust auf ein Kurz­zeit­aben­teu­er er­regt, wie ame­ri­ka­ni­sche For­scher be­rich­te­ten.

In den Ver­su­chen hat­ten die For­scher die Tes­to­ste­ron-Wer­te von männ­li­chen Pro­ban­den ge­mes­sen und die­sen dann Bil­der von Er­wach­se­nen, Kin­dern und Ba­bys ge­zeigt. An­schlies­send wur­den die Fo­tos die­ser Män­ner Frau­en ge­zeigt, wel­che sie hin­sicht­lich Kin­der­freund­lich­keit und At­trak­ti­vi­tät be­ur­tei­len soll­ten. Tat­säch­lich schnit­ten jene Män­ner, die sich selbst als kin­der­freund­lich be­zeich­ne­ten, am bes­ten ab: Eine Lang­zeit-Be­zie­hung mit die­sen konn­ten sich die meis­ten Frau­en vor­stel­len.

Und auch bei der Männ­lich­keit wa­ren die Ur­tei­le der Frau­en ex­akt: Die Män­ner mit dem höchs­ten Tes­to­ste­ron-Wer­ten wur­den als die männ­lichs­ten be­nannt. Sie wa­ren es auch, die von den Frau­en als be­son­ders at­trak­tiv be­zeich­net wur­den – al­ler­dings nur für kurz­fris­ti­ge Af­fä­ren ein gu­ter Aus­gangs­punkt.

Die Stu­di­en­ergeb­nis­se le­gen nahe, dass mehr In­for­ma­tio­nen aus dem Ge­sicht her­aus­ge­le­sen wer­den kann, als ur­sprüng­lich an­ge­nom­men. Frau­en neh­men Män­ner, de­ren Ge­sicht durch eine hohe Do­sis des Se­xu­al­hor­mons mar­kan­te Züge (wie etwa ein brei­tes Kinn) trägt, als at­trak­tiv wahr. Es deu­tet auf ein gu­tes Im­mun­sys­tem und gute Gene hin. Wei­che, runde­re Züge spre­chen hin­ge­gen da­für, den Mann als Lang­zeit-Le­bens­part­ner zu ge­win­nen; sie ver­ra­ten gute Va­ter- und Ver­sor­ger­qua­li­tä­ten. Al­ler­dings sei im­mer das Ge­samt­bild ent­schei­dend, wenn es dar­um gehe, ei­nen Part­ner zu wäh­len.

J. R. Ro­ney et al.: Pro­cee­dings of the Roy­al So­cie­ty: Bio­lo­gi­cal Sci­en­ces, DOI 10.1098/rspb.2006.3569

Letzte Aktualisierung: 04.05.2021, BH
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