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                              Mutter kuschelt mit weinendem Baby
                              ©
                              GettyImages

                              Durch­fall und Er­bre­chen


                              Säug­lin­ge ha­ben häu­fi­ger klei­ne­re Ver­dau­ungs­pro­ble­me mit Durch­fall und Er­bre­chen. Ihr Im­mun­sys­tem und der Ver­dau­ungs­ap­pa­rat sind noch nicht voll ent­wi­ckelt und müs­sen sich auf neue Nah­rungs­mit­tel, Bak­te­ri­en und Vi­ren erst ein­stel­len.

                              Ge­still­te Ba­bys sind we­ni­ger an­fäl­lig für Ma­gen-Darm-Pro­ble­me, da sie durch die An­ti­kör­per in der Mut­ter­milch bes­ser ge­schützt wer­den. Ge­still­te Kin­der ha­ben meist ei­nen dün­nen Stuhl, der gelb­lich ist und nicht un­an­ge­nehm riecht.

                              Wie er­ken­ne ich, ob mein Baby Durch­fall hat?


                              Durch­fall­stüh­le sind un­ge­formt bis hin zu dünn­flüs­sig, rie­chen schlecht, es bil­det sich ein wäss­ri­ger Rand in der Win­del und manch­mal ist der Stuhl so­gar grün­lich. Grün­li­che Stüh­le kön­nen aber auch ganz ge­sun­de Ba­bys ha­ben, wenn sie mit hy­po­all­er­ge­ner An­fangs­nah­rung ge­füt­tert wer­den. Durch­fall al­lein ist bei Ba­bys noch kein Grund zur Be­sorg­nis, erst mit zu­sätz­li­chem Er­bre­chen kann eine ge­fähr­li­che De­hy­drie­rung (Aus­trock­nung) ent­ste­hen.

                              Was steckt hin­ter Durch­fall und Er­bre­chen?


                              Ver­dau­ung­stö­run­gen bei Säug­lin­gen kön­nen viel­fäl­ti­ge Ur­sa­chen ha­ben:

                              • Er­kran­kun­gen wie Hus­ten und Er­käl­tun­gen, Ohr­in­fek­tio­nen,

                              • Ma­gen-Darm-In­fek­tio­nen v.a. mit Ro­ta­vi­ren oder No­ro­vi­ren,

                              • eine so­ge­nann­te "Rei­se­di­ar­r­höe" durch Stress, deut­li­che Kli­ma­ver­än­de­run­gen oder Es­sens­um­stel­lun­gen mit un­ge­wohnt fet­ti­gen oder schar­fen Spei­sen,

                              • Zahn­durch­bruch,

                              • Nah­rungs­mit­tel­all­er­gi­en wie die Lak­to­se­into­le­ranz oder Zölia­kie ,

                              • ver­dor­be­ne Nah­rungs­mit­tel,

                              • eine Un­ver­träg­lich­keit von Me­di­ka­men­ten, spe­zi­ell An­ti­bio­ti­ka,

                              • oder ein­fach Er­näh­rungs­feh­ler wie zu viel Frucht­saft 

                              Ist Spei­en auch Er­bre­chen?


                              Häu­fig er­bre­chen Ba­bys nach dem Stil­len oder Schöp­peln ge­ron­ne­ne Milch (schlaf­fes Er­bre­chen, Köt­ze­len oder Spei­en). Das ist in den ers­ten Mo­na­ten fast nor­mal und kein Grund zur Sor­ge, wenn Ihr Baby gut ge­deiht und an Ge­wicht zu­nimmt. War­ten Sie ab, bis es auf­ge­stos­sen hat und le­gen Sie Ihr Kind dann auf die Sei­te, am bes­ten mit ei­ner Win­del­rol­le im Rü­cken.

                              Ab wann muss man et­was ge­gen die Ver­dau­ungs­stö­rung tun?


                              Bei ein­ma­li­gem Er­bre­chen ohne er­höh­te Tem­pe­ra­tur kön­nen Sie erst ein­mal ab­war­ten, dem Baby et­was Tee ge­ben und es be­ru­hi­gend in den Arm neh­men. Wenn Ihr Baby sich al­ler­dings wie­der­holt über­gibt oder wenn es über ei­nen Zeit­raum von sechs Stun­den sämt­li­che Nah­rung, die es zu sich ge­nom­men hat­te, im­mer wie­der er­bricht, soll­ten Sie sich an ei­nen Arzt, eine Ärz­tin wen­den. Auch bei Fie­ber (Tem­pe­ra­tur über 38.5°C), Mat­tig­keit, Oh­ren­schmer­zen oder grün­li­chem, wäss­ri­gem Durch­fall soll­ten Sie in je­dem Fall ei­nen Arzt, eine Ärz­tin in­for­mie­ren. Eben­so, wenn das Baby mehr als sechs wäss­ri­ge Durch­fäl­le pro Tag hat, der Stuhl blu­tig ist oder wei­te­re Fa­mi­li­en­mit­glie­der be­trof­fen sind.

                              Vor­sicht: Flüs­sig­keits­ver­lust!


                              Häu­fi­ges Er­bre­chen und Durch­fall kann für Ba­bys im ers­ten hal­ben Le­bens­jahr recht ge­fähr­lich wer­den, weil sie in­ner­halb kur­zer Zeit Flüs­sig­keit ver­lie­ren und leicht aus­trock­nen. Wenn das Klei­ne le­thar­gisch wird, eine tro­cke­ne Zun­ge oder eine ein­ge­sun­ke­ne Fon­ta­nel­le hat, müs­sen El­tern so­fort den Arzt auf­su­chen. Aus­ser­dem soll­te das Ge­wicht des Kin­des kon­trol­liert wer­den, denn Ba­bys dür­fen nicht mehr als zehn Pro­zent ih­res Ge­wich­tes ver­lie­ren.

                              Elek­tro­lyt­lö­sung, Rüeb­li­sup­pe und mehr...


                              Des­halb muss un­be­dingt dar­auf ge­ach­tet wer­den, dass das Kind aus­rei­chend Flüs­sig­keit zu sich nimmt. Still­kin­der kön­nen wei­ter­hin ge­stillt wer­den und soll­ten so oft wie mög­lich an­ge­legt wer­den; Schop­pen­kin­der soll­ten bis zur Un­ter­su­chung und Ab­klä­rung beim Kin­der­arzt, bei der Kin­der­ärz­tin nur eine spe­zi­el­le Elek­tro­lyt­lö­sung aus der Apo­the­ke be­kom­men. Ide­al und schnell zur Hand ist aber auch mit Trau­ben­zu­cker ge­süss­ter Schwarz­tee mit ei­ner Pri­se Salz (1/2 TL auf 1/2 l Tee), evtl. mit Oran­gen­saft ver­fei­nert. Die be­währ­te "Drit­tel­lö­sung" be­steht aus 1/3 stil­lem Mi­ne­ral­was­ser, 1/3 dün­ner Schwarz­tee und 1/3 Oran­gen­saft, dazu 1 EL Trau­ben­zu­cker und eine Pri­se Salz.

                              Da­mit die Kin­der die­se un­ge­wohnt schme­cken­de Flüs­sig­keit nicht gleich wie­der aus­spu­cken, muss lang­sam und mit Ge­duld vor­ge­gan­gen wer­den. Über drei bis vier Stun­den be­kom­men sie mit ei­nem Tee­löf­fel alle ein bis zwei Mi­nu­ten 5ml der Lö­sung. Wenn sie das gut ver­tra­gen, kön­nen die Men­gen ver­grös­sert und die Ab­stän­de ver­rin­gert wer­den. Zu­sätz­lich kann eine Rüeb­li­sup­pe ge­ge­ben wer­den, die sehr gut ge­gen den Durch­fall wirkt. Bei Trink­ver­wei­ge­rung und an­hal­ten­dem Er­bre­chen ge­lingt es meist mit ei­ner Na­sen­son­de, die Flüs­sig­keit zu ver­ab­rei­chen.

                              Emp­feh­lung der Kin­der­ärz­te

                              Kinderärztin untersucht einen kleinen Jungen

                              Bei Kindern mit mittlerem oder grossem Flüssigkeitsverlust (z. Bsp. bei einer Magen-Darm-Grippe mit Erbrechen und/oder Durchfall) sollte die fehlende Flüssigkeit durch den Mund und nicht als Infusion zugeführt werden. MEHR DAZU

                              Wenn Ihr Baby (äl­ter als 6 Mo­na­te) die ers­te Durch­fall- und Er­bre­chens­pha­se über­stan­den hat, kann es wie­der sei­ne nor­ma­le Nah­rung ge­nies­sen. Nach Mei­nung der Fach­leu­te ist die Ver­dün­nung der Milch, das Weg­las­sen von Fett und eine spe­zi­el­le Heil­nah­rung über­flüs­sig. Und ganz falsch sei die weit ver­brei­te­te "Tee- oder Fas­ten­pau­se". Im Ge­gen­teil, jetzt braucht es "stop­fen­de Kost". Das wäre z.B. ein Brei aus ge­koch­ten Rüeb­li, ge­rie­be­ner Ap­fel, Hei­del­bee­ren, Reis­schleim oder pü­rier­te Ba­na­ne.

                              Me­di­ka­men­te sind bei Durch­fall­kin­dern nur sel­ten an­ge­bracht. Anti-Brech­mit­tel (An­ti­eme­ti­ka) soll­ten bei Klein­kin­dern grund­sätz­lich nicht ge­ge­ben wer­den. An­ti­bio­ti­ka sind in der Re­gel sinn­los. Ein­zig ge­gen ein fie­ber­sen­ken­des Arz­nei­mit­tel ist nichts ein­zu­wen­den, zu­mal die Kin­der dann bes­ser trin­ken und es­sen.

                              FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

                              Eine An­ste­ckung kön­nen Sie kaum ver­mei­den, wenn Sie im sel­ben Haus­halt le­ben und en­gen kör­per­li­chen Kon­takt ha­ben, und das gilt na­tür­lich auch für die üb­ri­gen Fa­mi­li­en­mit­glie­der. Das Kind ist je­den­falls min­des­tens so lan­ge an­ste­ckend, wie es Sym­pto­me hat. Aber es muss ja gar nichts An­ste­cken­des …
                              Es ist recht häu­fig und zu­nächst nicht be­sorg­nis­er­re­gend, dass ein Säug­ling mit dem Görps­li nach dem Schop­pen et­was Milch wie­der von sich gibt (güt­schelt oder so­gar köt­zelt). Das kann so­gar noch eine hal­be Stun­de spä­ter pas­sie­ren. Schuld dar­an ist die Un­rei­fe ei­nes Mus­kel­rings zwi­schen Spei­se­röh­re …
                              Nicht un­be­dingt. Ex­per­ten schlies­sen nicht aus, dass der Stress beim Zahn­durch­bruch die Darm­tä­tig­keit be­schleu­nigt und zu leich­tem Durch­fall füh­ren kann. Vie­le Ba­bys ha­ben auch Fie­ber, wenn die Zäh­ne kom­men – doch das ist eine zu­fäl­li­ge Über­schnei­dung. Für ei­ni­ge Weh­weh­chen, die das Kind jetzt …
                              Mit sechs Mo­na­ten ist die Ge­fahr ei­ner Ma­gen-Darm-In­fek­ti­on nicht mehr sehr gross. Trotz­dem ist es bes­ser, das Lei­tungs­was­ser grund­sätz­lich ab­zu­ko­chen. Tat­säch­lich ge­hö­ren in der Schweiz so­wohl Trink­was­ser als auch Past­milch (pas­teu­ri­sier­te Milch) zu den best­kon­trol­lier­ten Nah­rungs­mit­teln. Die …
                              Schop­pen soll­ten ei­gent­lich im­mer frisch zu­be­rei­tet wer­den. Un­ter gu­ten hy­gie­ni­schen Be­din­gun­gen ist es aber mög­lich, eine Ta­ges­ra­ti­on oder ein­zel­ne Schop­pen vor­zu­be­rei­ten. Wich­tig ist dann, dass sie im Kühl­schrank ge­la­gert wer­den. Bei Ge­brauch wer­den sie ein­zeln im Was­ser­bad er­wärmt. Res­ten ei­nes …
                              Letzte Aktualisierung: 10.05.2021, BH
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