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                              Die Au­gen­far­be Ih­res Ba­bys im ers­ten Le­bens­jahr

                              Die Gene be­stim­men, ob die Au­gen blau blei­ben oder sich die Far­be in den kom­men­den Mo­na­ten noch ver­än­dert.

                              Lächelndes Baby
                              ©
                              GettyImages

                              Vie­le Ba­bys ha­ben bei der Ge­burt blaue Au­gen. Die de­fi­ni­ti­ve Au­gen­far­be ent­wi­ckelt sich aber erst im Lau­fe des ers­ten Le­bens­jah­res.

                              Dar­um ha­ben vie­le Neu­ge­bo­re­ne blaue Au­gen


                              Mit der Au­gen­far­be ist die Far­be der Iris ge­meint. Sie um­hüllt die Pu­pil­le und steu­ert, wie viel Licht ins Auge ge­lan­gen soll. Für die Fär­bung der Iris, auch Re­gen­bo­gen­haut ge­nannt, ist das Pig­ment Me­la­nin zu­stän­dig. Die­ses sorgt üb­ri­gens auch für die Tö­nung der Haut oder der Haa­re. Eine hohe Me­lanin­kon­zen­tra­ti­on be­wirkt eine dunk­le Tö­nung, also zum Bei­spiel brau­ne Au­gen, eine nied­ri­ge Me­la­nin­men­ge be­deu­tet blaue, grü­ne oder graue Au­gen.

                              Bei der Ge­burt ist die Ent­wick­lung der Pig­ment­zel­len auf der Iris noch nicht ab­ge­schlos­sen. Bis sich Me­la­nin in die Zel­len der Re­gen­bo­gen­haut ein­la­gern kann und die de­fi­ni­ti­ve Au­gen­far­be fest­steht, kann es bis zum Ende des ers­ten Le­bens­jah­res dau­ern. Die nied­ri­ge Men­ge an Me­la­nin führt dazu, dass das Licht, das ins Auge fällt, zu­nächst kaum ab­sor­biert wird. Das wie­der aus dem Auge her­aus­fal­len­de Licht er­scheint bläu­lich, da nur die lang­wel­li­gen Licht­an­tei­le re­sor­biert, die kurz­wel­li­gen hin­ge­gen re­flek­tiert wer­den.

                              Auf­grund der spär­li­chen Pig­men­tie­rung sind blau­äu­gi­ge Säug­lin­ge auch ex­trem licht­emp­find­lich, ver­tra­gen kein pral­les Son­nen­licht und müs­sen vor der Son­ne ge­schützt wer­den.

                              Die de­fi­ni­ti­ve Au­gen­far­be


                              Wel­che Au­gen­far­be letzt­lich ent­steht, ist ge­ne­tisch fest­ge­legt, wird also ver­erbt. Je nach­dem, wel­che Erb­infor­ma­ti­on ein El­tern­teil wei­ter­gibt, wird die Au­gen­far­be des Kin­des sein. Ge­ben bei­de El­tern­tei­le die­sel­be Au­gen­far­be wei­ter, wer­den die Au­gen des Kin­des spä­ter auch die­se Far­be ha­ben. Hat aber ein El­tern­teil die Au­gen­far­be braun in der Erb­infor­ma­ti­on – auch wenn er sel­ber viel­leicht gar nicht braun­äu­gig ist, wird sich die­se ge­gen blaue, grü­ne oder graue Au­gen durch­set­zen. So kann es also sein, dass El­tern mit blau­en Au­gen Kin­der mit ei­ner brau­nen Au­gen­far­be ha­ben.

                              Bei blau­äu­gi­gen Ba­bys kann man ein we­nig ab­schät­zen, in wel­che Rich­tung sich die Far­be ent­wi­ckelt: Hell­blaue Au­gen bei der Ge­burt wer­den wahr­schein­lich blau blei­ben, dun­kel­blaue oder grau­blaue wer­den eher braun wer­den.

                              Die Au­gen von Ba­bys, die be­reits mit brau­nen Au­gen ge­bo­ren wer­den, ha­ben zu die­sem Zeit­punkt schon ei­nen ho­hen An­teil an Me­la­nin auf der Re­gen­bo­gen­haut ein­ge­la­gert. Die­se Far­be wird sich nicht mehr ver­än­dern.  

                              Nur 2 bis 4 Pro­zent al­ler Men­schen hat grü­ne Au­gen. Grü­nes Pig­ment gibt es trotz schein­bar grün aus­se­hen­den Au­gen nicht. Bei nä­he­rer Be­trach­tung mit au­gen­ärzt­li­chen In­stru­men­ten sind dies blaue Au­gen mit gelb­brau­nen Pig­ment­fle­cken auf der Ober­flä­che der Iris. 

                              Die Funk­ti­on der Au­gen­far­be


                              Die Häu­fig­keit der ver­schie­de­nen Au­gen­far­ben ist von der Her­kunft ab­hän­gig. Nur 10% der Welt­be­völ­ke­rung ist blau­äu­gig. Die meis­ten blau­en Au­gen fin­den sich in den bal­ti­schen Staa­ten und in Skan­di­na­vi­en. Das ist kein Zu­fall, denn Me­la­nin schützt vor UV-Strah­lung. Des­halb ha­ben Men­schen in Län­dern mit in­ten­si­ver Son­nen­ein­strah­lung meist brau­ne Au­gen und eine dunk­le­re Haut, also eine hohe Kon­zen­tra­ti­on an Me­la­nin in den Pig­ment­zel­len der Au­gen und Haut. Die Häu­fig­keit von blau­en Au­gen in den Län­dern, die nicht das ganz Jahr son­nen­ver­wöhnt sind, macht Sinn, weil durch den nied­ri­ge Me­la­ni­n­an­teil in der Iris mehr Son­nen­licht ins Auge trifft, was für die Vit­amin D-Pro­duk­ti­on von Vor­teil ist.

                              Bei Al­bi­nis­mus sind die Au­gen bei der Ge­burt röt­lich, weil die Pig­ment­zel­len kom­plett feh­len und da­durch kein Me­la­nin ein­ge­la­gert wer­den kann. So ist der Au­gen­hin­ter­grund sicht­bar, der durch die star­ke Durch­blu­tung rot er­scheint. Die­se Me­schen sind durch das feh­len­de Me­la­nin äus­serst licht­emp­find­lich.

                              Letzte Aktualisierung: 05.10.2022, BH/KM

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