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                              Die Au­gen­far­be Ih­res Ba­bys im ers­ten Le­bens­jahr

                              Ob die Au­gen blau blei­ben, oder ob sich das im Lau­fe der Mo­na­te än­dert, be­stim­men die Gene. In wel­che Rich­tung sich die Far­be ent­wi­ckelt, zeigt sich schon bald.

                              Baby mit Spitzenhaube

                              Neu­ge­bo­re­ne ha­ben blaue Au­gen


                              Alle Neu­ge­bo­re­nen eu­ro­päi­scher Ab­stam­mung, also die meis­ten in Eu­ro­pa und Nord­ame­ri­ka ge­bo­re­nen Kin­der, ha­ben blaue Au­gen. Die tat­säch­li­che Au­gen­far­be ent­wi­ckelt sich aber erst im Lau­fe des ers­ten Le­bens­jah­res. 

                              Wenn ein Kind zur Welt kommt, ist die Ent­wick­lung der Pig­ment­zel­len auf sei­ner Iris (Re­gen­bo­gen­haut) und dem re­ti­na­len Pig­ment-Epi­thel (Zell­schicht un­ter der Netz­haut) noch nicht ab­ge­schlos­sen. Das Farb­pig­ment Me­la­nin la­gert sich wäh­rend der Schwan­ger­schaft und noch wäh­rend der ers­ten sechs bis sie­ben Le­bens­mo­na­te in die Re­gen­bo­gen­haut ein. Das führt dazu, dass das Licht, das durch die Iris ins Auge fällt, zu­nächst kaum ab­sor­biert wird. Das wie­der aus dem Auge her­aus­fal­len­de Licht er­scheint bläu­lich, da nur die lang­wel­li­gen Licht­an­tei­le re­sor­biert, die kurz­wel­li­gen hin­ge­gen re­flek­tiert wer­den.

                              Auf­grund der spär­li­chen Pig­men­tie­rung sind die Säug­lin­ge auch ex­trem licht­emp­find­lich, ver­tra­gen da­her kein pral­les Son­nen­licht. Ach­ten Sie auf aus­rei­chen­den Son­nen­schutz!

                              Für die Far­be Blau ist am we­nigs­ten vom Farb­pig­ments Me­la­nin nö­tig, für grü­ne Au­gen et­was mehr. Grü­nes Pig­ment gibt es also trotz schein­bar grün aus­se­hen­den Au­gen nicht. Bei nä­he­rer Be­trach­tung mit au­gen­ärzt­li­chen In­stru­men­ten sind dies blaue Au­gen mit gelb­brau­nen Pig­ment­fle­cken auf der Ober­flä­che der Iris. Je mehr Me­la­nin sich ein­la­gert, umso dunk­ler wer­den die Au­gen. Mit dem 6. Le­bens­mo­nat er­reicht die Re­gen­bo­gen­haut beim nor­ma­len Auge erst ihre vol­le ge­ne­tisch vor­ge­ge­be­ne Fär­bung.

                              Wie ent­wi­ckelt sich die Au­gen­far­be?


                              Wel­che Au­gen­far­be letzt­lich ent­steht, ist erb­lich fest­ge­legt. Bei der Ge­burt kann man je­doch schon ab­schät­zen in wel­che Rich­tung es geht. Hell­blaue Au­gen bei der Ge­burt wer­den blau blei­ben. Dun­kel­blaue oder grau­blaue wer­den eher braun wer­den. Dun­kel­häu­ti­ge Kin­der aus süd­li­chen Län­dern ha­ben schon sehr früh brau­ne Au­gen, weil bei ih­nen ge­ne­tisch be­dingt eine grös­se­re Men­ge Me­la­nin als na­tür­li­cher Son­nen­schutz ein­ge­la­gert wird. 

                              Die Häu­fig­keit der ver­schie­de­nen Au­gen­far­ben ist also stark vom Land und der Her­kunft sei­ner Be­völ­ke­rung ab­hän­gig. Die meis­ten blau­en Au­gen fin­den sich in den bal­ti­schen Staa­ten und in Skan­di­na­vi­en. Ins­ge­samt sind 10% der Welt­be­völ­ke­rung blau­äu­gig.

                              Für die Au­gen­far­be spielt auch die Dich­te des Iris­ge­we­bes eine Rol­le. Je dich­ter, des­to dunk­ler die Au­gen. Auch dies ist ver­erbt.

                              Nur bei Al­bi­nos sind die Au­gen bei der Ge­burt röt­lich, weil die Pig­ment­zel­len feh­len und der rote Au­gen­hin­ter­grund durch­scheint. Die­ser ist rot, weil er ein sehr stark durch­blu­te­tes Ge­we­be ist.

                              Quel­le: DGK

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                              Letzte Aktualisierung: 17.01.2022, BH

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