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Die Wahl des pas­sen­den Vor­na­mens

Bunte Namensketten mit Mädchennamen
©
GettyImages

Der Vor­na­me ei­nes Men­schen wird ihn ein Le­ben lang be­glei­ten. Die Aus­wahl des pas­sen­den Na­mens ist des­halb eine sehr ver­ant­wor­tungs­vol­le Auf­ga­be, die Sie als El­tern ganz in­di­vi­du­ell se­hen soll­ten. Neh­men Sie sich Zeit und su­chen Sie gut aus.

Bei der Vor­na­men­wahl zu be­ach­ten...


Be­den­ken Sie da­bei im­mer, dass ein Name ei­nen spe­zi­el­len Ein­druck macht, der die Per­sön­lich­keit des Trä­gers vor al­lem in der Kind­heit in ge­wis­ser Wei­se wi­der­spie­gelt, und dass sehr alt­mo­di­sche oder aus­ge­fal­le­ne Na­men das Selbst­be­wusst­sein stän­dig auf die Pro­be stel­len kön­nen. An­de­rer­seits ge­ra­ten aus­ge­fal­le­ne Vor­na­men we­ni­ger schnell in Ver­ges­sen­heit.

Ver­mei­den Sie am bes­ten Vor­na­men, die schwer aus­zu­spre­chen oder miss­ver­ständ­lich sind, oder die zu Wort­spie­le­rei­en oder Ver­un­stal­tun­gen An­lass ge­ben. Über­le­gen Sie sich gründ­lich, wel­che Kose- und Spitz­na­men sich aus Ih­ren be­vor­zug­ten Na­men er­ge­ben kön­nen. Manch­mal sind aber ge­ra­de die­se Kurz­for­men be­son­ders an­spre­chend und kön­nen als ei­gen­stän­di­ger Name ge­wählt wer­den.

Un­güns­tig sind grund­sätz­lich Na­men, die bei Klein­kin­dern noch nied­lich sind, bei Se­nio­ren aber ein­fach lä­cher­lich wir­ken. Oder Na­men von Stars, an de­nen sich das arme Kind Zeit sei­nes Le­bens mes­sen muss. Die Stan­des­äm­ter ha­ben üb­ri­gens das Recht, all­zu aus­ge­fal­le­ne Vor­na­men ab­zu­leh­nen, vor al­lem, wenn das Ge­schlecht des Kin­des nicht er­kenn­bar ist oder sei­ne Per­sön­lich­keits­rech­te zu sehr be­schränkt wer­den.

Wich­ti­ge Punk­te:

  • Der Vor­na­me soll­te vom Klang und von der Län­ge her zum Nach­na­men pas­sen. Es stört z.B. beim Aus­spre­chen, wenn die End­sil­be oder der End­kon­so­nant des Vor­na­mens iden­tisch ist mit der ers­ten Sil­be oder dem An­fangs­kon­so­nan­ten des Nach­na­mens.

  • Vor ei­nem Nach­na­men, der mit ei­nem Vo­kal be­ginnt, soll­te kein Vor­na­me ste­hen, der mit ei­nem Vo­kal en­det.

  • Vor­na­me und Nach­na­me soll­ten sich bes­ser nicht rei­men.

  • Die In­itia­len soll­ten mög­lichst nicht zu Spott An­lass ge­ben.

  • Vie­le emp­fin­den es als wohl­klin­gend, wenn Vor- und Nach­na­me mit dem­sel­ben Buch­sta­ben be­gin­nen.

  • Zu lan­gen Nach­na­men pas­sen am bes­ten kur­ze Vor­na­men und um­ge­kehrt.

  • Über­le­gen Sie sich, ob der Name gut zu Ih­rem ei­ge­nen Vor­na­men oder dem der Ge­schwis­ter passt.

Wann muss der Name spä­tes­tens fest­ste­hen?


Schon vor der Ge­burt sind sich die meis­ten El­tern ei­nig, wie ihr Kind mit Vor­na­men heis­sen soll. Denn nach der Ge­burt eilt es, da das Kind in­ner­halb von drei Ta­gen beim Zi­vil­stands­amt des Ge­burts­or­tes an­ge­mel­det wer­den muss. Ein Baby kann be­lie­big vie­le Vor­na­men be­kom­men, denn im Schwei­zer Na­mens­recht gibt es kei­ne „Ruf­na­men“. Die Ein­tra­gung im Ge­burts­re­gis­ter legt die Rei­hen­fol­ge der Vor­na­men fest.

Der Na­mens­trä­ger kann im Lau­fe sei­nes Le­bens sei­nen Vor­na­men un­ter den ein­ge­tra­ge­nen Na­men wech­seln.

VOR­NA­MEN

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Die be­lieb­tes­ten Vor­na­men in der Schweiz


Die je­weils neu­en be­lieb­tes­ten Vor­na­men 2020 in der Deutsch­schweiz wa­ren nach der jähr­li­chen Er­he­bung des Bun­des­amts für Sta­tis­tik (ver­öf­fent­licht im Au­gust 2021):

  • Mia, Emma, Mila, Emi­lia, So­fia und Lina (die letz­ten bei­den gleich­auf)

  • Noah, Liam, Matteo, Leon und Luca

Trotz der Häu­fung ein­zel­ner Na­men brau­chen sich wer­den­de El­tern aber kei­ne all­zu­gros­sen Sor­gen ma­chen, dass ihr Kind meh­re­re Na­mens­glei­che in der Schul­klas­se ha­ben wird. 507 neu­ge­bo­re­ne Kna­ben wur­den Noah ge­nannt wor­den, das macht nur ca. 1% al­ler Kna­ben aus. Mit dem Na­men Mia ver­hält es sich ähn­lich (461 Mal).

Die Top-Vor­na­men un­ter­schei­den sich je nach Sprach­ge­biet. Die Deutsch­schweiz hat Mia und Noah als be­lieb­tes­te Vor­na­men er­ko­ren. In der Ro­man­die do­mi­nie­ren Emma und Ga­bri­el. In der ita­lie­ni­schen Schweiz zie­ren So­fia und Leo­nar­do das obers­te Po­dest. Weil es ver­hält­nis­mäs­sig we­ni­ge Ge­bur­ten in der rä­to­ro­ma­ni­schen Schweiz gab, lie­gen dort gleich meh­re­re Na­men gleich­auf: Je­weils zwei­mal (und da­mit be­reits am häu­figs­ten) ge­wählt wur­den Daria, Lau­ra, Lea, Lo­re­na und Yuna. Bei den Bu­ben stan­den Le­vin und Nic mit drei Neu­ge­bo­re­nen zu­oberst auf dem Trepp­chen.

Die aus­führ­li­che Vor­na­men­hit­pa­ra­de des Bun­des­am­tes für Sta­tis­tik fin­den Sie un­ter: www.bfs.ad­min.ch

Mami-Ko­lum­ne: "Seit heu­te heis­se ich Noah Num­mer fünf"


Zum Glück ha­ben wir ihn nicht Noah ge­nannt. Nichts ge­gen den Na­men an sich, der ge­fällt mir näm­lich sehr gut. So gut, dass wir da­mals, vor sie­ben Jah­ren bei­na­he un­ser drit­tes Kind so ge­nannt hät­ten. Noah, das ist doch der per­fek­te Name: kurz, schö­ner Klang und kei­ner fragt ent­nervt „Wie bit­te?“ oder „Kön­nen Sie das bit­te buch­sta­bie­ren?“ wenn man sagt, wie das Kind heisst. Und dann erst die­se Be­deu­tung: „der Ru­he­brin­ger“. Wie vie­le El­tern ha­ben wohl die­sen Na­men ge­wählt, weil sie ins­ge­heim hoff­ten, dass in der Be­deu­tung nicht bloss ein lee­res Ver­spre­chen liegt? Okay, auch der Name Noah hat sei­ne Ma­kel. Da wäre zum Bei­spiel die klei­ne Un­klar­heit, ob mit oder ohne h am Ende. Hin und wie­der wird man auch die Fra­ge „Jun­ge oder Mäd­chen“ ge­stellt be­kom­men, weil der Name ja für bei­de Ge­schlech­ter passt, aber an­sons­ten ist an dem Na­men wirk­lich nichts aus­zu­set­zen. >>>wei­ter­le­sen

Letzte Aktualisierung: 31.12.2020, CF

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