Frische Luft für gutes Raumklima

Schlafen: Das optimale Raumklima für Ihr Baby

Zu einer optimalen Schlafumgebung gehört auch eine angenehme Raumtemperatur. Die optimale Temperatur zum Schlafen liegt zwischen 16 und 18° C, zum Spielen eher bei 18-20° C. Mittlerweile gibt es kleine Folienthermometer, die man auf das Babybett kleben kann.

Die Luftfeuchtigkeit sollte im Bereich von 50-60% liegen. Bei zu feuchter Raumluft fühlen sich Hausstaubmilben und Schimmelpilze zu wohl. Liegt die Luftfeuchtigkeit dauerhaft unter 50%, leisten Raumbefeuchter mit integriertem Ventilator oder Ultraschallvernebler gute Dienste, einfacher geht es mit feuchten Tüchern oder einer Schüssel Wasser auf der Heizung. Auch Grünpflanzen tragen zur Luftfeuchtigkeit bei. Achten Sie aber darauf, dass die Blätter nicht giftig sind und die Pflanzen auch nicht zu anregend duften. Das Risiko, dass sich Ihr Baby erkältet, ist bei trockener Heizungsluft erhöht, weil die Schleimhäute Krankheitskeime nicht mehr so effektiv abwehren können. Auch wird trockene Luft subjektiv als kühler empfunden als feuchte Luft.

Auch frische Luft gehört zu einem guten Raumklima. Man sollte häufig (mehrmals täglich), aber nur kurz lüften, dazu das Fenster ganz öffnen (Stosslüftung, 2-3 mal pro Tag für ca. 10 Minuten). Die Anzahl Erkältungsviren wird dadurch reduziert. Ausserdem macht frische Luft munter - für Kinder wichtig, weil sie sich viel bewegen. Von Fenstern in Kippstellung ist im Winter abzuraten, denn so wird Heizenergie zum Fenster hinaus geworfen.

Wenn es im Hochsommer sehr heiss wird, kann man das Raumklima mit einem Ventilator (aber bitte nicht direkt neben dem Babybett) verbessern. Die beste Zeit zum Lüften ist dann nachts, wenn die Luft weniger Staub und Milben enthält. Am wichtigsten ist aber, dass Sie Ihr Baby nicht zu warm anziehen. Überwärmung ist einer von mehreren Risikofaktoren für den plötzlichen Kindstod. Ein Schlafsack reicht in der Regel, bei tropischen Temperaturen (z.B. in den Ferien) durchaus auch nur eine Windel. Eltern sollten sich immer fragen, was sie selbst am Körper brauchen, um sich wohlzufühlen, aber nicht zu überhitzen. Auf Decken und Kissen sollten Sie wegen der Erstickungsgefahr verzichten.

Babys haben häufig eine kühle Nase, kalte Hände und Füsse. Das sagt nichts über Ihre Körpertemperatur aus, denn Babys haben in den ersten Monaten noch eine schlechte Durchblutung. Die Körpertemperatur prüfen Sie am besten zwischen den Schulterblättern. Hier sollte Ihr Kind sich warm, aber nicht verschwitzt anfühlen.

Selbstverständlich sollte in Räumen, in denen sich Kinder aufhalten, niemals geraucht werden. Passivrauchen hat vor allem für Kinder sehr negative Folgen.


Wissen

Ventilator beugt Kindstod vor

Letzte Aktualisierung : 05.2016, BH

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