Das Antidepressivum Paroxetin verursacht kardiovaskuläre Fehlbildungen

Neuere Daten weisen darauf hin, dass für Neugeborene von Müttern, die während der ersten Monate der Schwangerschaft Paroxetin eingenommen haben, ein grösseres Risiko für Missbildungen am Herzen besteht.

Das Schweizerische Heilmittelinstitut swissmedic hat deshalb mit allen beteiligten Firmen Änderungen der Arzneimittelinformationen festgelegt und neue Empfehlungen aufgrund des derzeitig erkennbaren Fehlbildungsrisikos herausgegeben:

  • Frauen, die beabsichtigen schwanger zu werden oder schon schwanger sind, sollte Paroxetin nicht neu verschrieben werden.
  • Bei Frauen, die schon schwanger sind und schon mit Paroxetin schwanger wurden, wird der behandelnde Arzt oder Ärztin die zur Verfügung stehenden Behandlungsalternativen sorgfältig abwägen müssen. Paroxetin sollte nur dann weiter verschrieben werden, falls dies absolut notwendig ist. Ein plötzliches Absetzen der Therapie sollte auch in der Schwangerschaft vermieden werden.

Quelle: www.swissmedic.ch

Stand: 04/06, BH