Doppler Echocardiographie

Ultraschalluntersuchungen am Herzen (Echokardiographie)

Mit Hilfe von Ultraschall kann man das Herz Ihres ungeborenen Kindes gezielt und detailliert untersuchen, und so eine Herzerkrankung oder einen Herzfehler vorgeburtlich entdecken. Diese sog. Echokardiographie wird von Ultraschall-Spezialisten durchgeführt, aber erst dann, wenn bei einer Routine-Untersuchung der Verdacht auf eine kindliche Herzfehlbildung aufgetreten ist. Denn ein gezielter Herzultraschall ist zeitaufwendig, erfordert einen erfahrenen Untersucher sowie ein hochauflösendes Ultraschallgerät. Zusätzlich kann man mit der Doppler-Sonographie den Blutfluss im Herzen und in den verschiedenen Gefässen des Feten farbig darstellen.

Angeborene Herzfehler zählen zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen, schätzungsweise 4 von 100 Neugeborenen kommen damit auf die Welt. In den meisten Fällen ist der Herzfehler allerdings eher harmloser Natur, z.B. ein kleines Loch in der Scheidewand zwischen den Herzkammern, das sich sogar von alleine wieder verschliessen kann.

Neben angeborenen Herzfehlern sind auch Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) feststellbar. In einem sehr hohen Prozentsatz handelt es sich dabei um sog. Extrasystolen, d.h. außerhalb der Reihe auftretende Extraschläge oder Aussetzer. Vor allem bis zur 24. Schwangerschaftswoche (5. Monat) beobachtet man sie relativ häufig. Sie sind Ausdruck des unreifen Herzbildungs- und Herzleitungssystems. In sehr wenigen Fällen findet Ihr Arzt beim ungeborenen Kind sehr schnelle (>200 /Minute ) oder sehr langsame Herzschläge (<100/Min). Diese können gefährlich sein und sollten umgehend behandelt werden.

Der beste Zeitpunkt für eine Echokardiographie ist die 20.-22.SSW. Grundsätzlich kann die Untersuchung aber ab der 13. SSW jederzeit bei Bedarf durchgeführt werden.

Newsticker

Herzstolpern vor der Geburt: Bei rund zwei Prozent der Ungeborenen zeigt sich im Ultraschall, dass das Herz des Kindes zu schnell oder zu langsam schlägt oder stolpert. Nach Meinung der Experten sind diese Störungen in den meisten Fällen harmlos. Mittels Doppler-Sonografie und Echokardiografie kann man herausfinden, ob eine gefährliche Rhythmusstörung vorliegt, die evtl. zu einer Herzschwäche führen kann. In solchen seltenen Fällen kann eine medikamentöse Therapie schon vor der Geburt notwendig sein. Nach der Geburt können die kleinen Patienten mit Medikamenten oder mittels eines Schrittmachers behandelt und, falls nötig, operiert werden.(swissmom-Newsticker, 17.6.13)

Letzte Aktualisierung : 30-08-16, BH

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