Plazentakomplikationen

Plazentakomplikationen

Von Seiten der Plazenta gibt es drei wesentliche Komplikationen, die den Verlauf einer Schwangerschaft ungünstig beeinflussen können, und eine, die bei der Geburt eine gefährliche Situation verursachen kann:

  • Plazentainsuffizienz: Der Mutterkuchen funktioniert aus irgendwelchen Gründen nicht ausreichend und kann die Versorgung des Kindes nicht optimal gewährleisten.
  • Vorzeitige Plazentalösung: Der Mutterkuchen löst sich noch während der Schwangerschaft ganz oder teilweise von der Gebärmutterwand, was auch zu einer mehr oder weniger akuten Mangelversorgung des Kindes führt.
  • Plazenta praevia: Der Mutterkuchen liegt tief in der Gebärmutter und verschliesst teilweise oder ganz den inneren Muttermund, womit ein Geburtshindernis (Risiko für Blutungen vor und während der Geburt) gegeben sein kann.
  • Placenta accreta (auch: Placenta increta und percreta): In seltenen Fällen löst sich in der Nachgeburtsphase die Plazenta nicht von allein von der Gebärmutterschleimhaut (eingewachsene Plazenta) und muss vom Geburtshelfer entfernt werden. Die Gebärmutter kann sich sonst nicht zusammenziehen und es kommt zu lebensgefährlichen Blutungen.

Letzte Aktualisierung: 04.2018, BH