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Zahnarzt kontrolliert die Zähne einer Frau
Kinderwunsch | Pflege | Untersuchungen

Zeit für den Zahnarzt

Wenn Sie einen Zahnarzttermin schon länger vor sich hergeschoben haben, ist es in der Planungsphase Ihrer Schwangerschaft an der Zeit, notwendige Behandlungen in Angriff zu nehmen oder die Zähne einfach einmal kontrollieren zu lassen.

Es scheint zwar einen Zusammenhang zwischen Parodontitis (Zahnfleischentzündung) und Frühgeburt und niedrigem Geburtsgewicht des Kindes zu geben, und schon bestehende Zahnfleischerkrankungen können durch die Schwangerschaft verschlimmert werden, aber eine positive Auswirkung durch eine umfassende zahnärztliche Behandlung konnte bisher nicht eindeutig festgestellt werden.

Eindeutig ist aber: Stehen aufwändige Eingriffe an, sollten Sie diese am besten hinter sich bringen, bevor sich der Nachwuchs ankündigt. Röntgenuntersuchungen (mit Bleischürze) und Betäubungsspritzen sind in der Schwangerschaft zwar nicht verboten, sollten jedoch nur in Notfällen durchgeführt werden. Auf jeden Fall gilt: Mit der entsprechenden zahnmedizinischen Betreuung in der Schwangerschaft muss ein Kind nicht mehr wie früher „einen Zopf und einen Zahn kosten“. 

Der vermutete Zusammenhang zwischen Amalgamfüllungen (Quecksilber-Belastung) und Unfruchtbarkeit ist inzwischen in mehreren wissenschaftlichen Untersuchungen widerlegt worden. Es besteht also kein Grund, vor einer geplanten Schwangerschaft Zahnfüllungen aus Amalgam ersetzen zu lassen. Eine schädliche Wirkung auf das ungeborene Kind konnte ebenfalls nicht nachgewiesen werden. 

Newsticker

Zahn um Zahn | 20.09.2018

Was ist dran an der Redensart „Jedes Kind kostet die Mutter einen Zahn“? Nach Auswertung von Daten von mehr als 34.000 Personen aus dem „Survey of Health, Ageing, and Retirement in Europe", ist die Antwort klar. Mütter mit drei Kindern hatten in ihrer zweiten Lebenshälfte im Durchschnitt rund vier Zähne weniger als Mütter mit zwei Kindern. Offensichtlich kann die Geburt eines Kindes tatsächlich zu überdurchschnittlich häufigem Zahnverlust führen. Das ist medizinisch plausibel, weil während der Schwangerschaft das Risiko für Zahnfleischerkrankungen steigt und die Mundhygiene sehr wichtig ist. Beim Vergleich von Einzel- und Zwillingsgeburten fanden die Forscher übrigens keinen Unterschied – und auch nicht beim Zahnbestand von Vätern mit und ohne Kinder.

Letzte Aktualisierung : 04.2016, BH

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