Paar küsst ihr Baby auf die Backe
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Vater und Mutter sind immer noch ein Paar

In den ersten Wochen nach der Geburt werden Mutter und Vater so vollständig von ihrem neuen Familienmitglied in Anspruch genommen, dass sie nur allzu leicht vergessen, dass sie ein Paar sind – und das auch bleiben sollten.

Interviews

Kristina Pfister: Wenig Sex in der Kleinkindphase?

René Schütz:  Vater werden

Marion Sontheim: Vom "Paar zur Familie"

Zwar kann ein Baby eine schlechte Beziehung nicht retten, eine gute aber auch nicht zerstören. Die neue Konstellation kann allerdings durchaus Krisen hervorrufen. Deshalb ist es enorm wichtig, dass sich Mutter und Vater immer wieder bewusst machen, dass sie nicht nur Eltern sind. Die bisherige Zweisamkeit sollte nicht mehr als notwendig vernachlässigt werden, auch wenn die Zeit für Zärtlichkeiten weniger geworden ist – behalten Sie Ihre gute Partnerschaft im Auge. Versuchen Sie, einige Rituale von früher in den neuen Alltag zu retten:

  • Nehmen Sie sich täglich wenigstens ein paar Minuten Zeit nur füreinander.
  • Reden Sie über Ihre Gefühle, Gedanken, Ängste. Der Vater sollte nicht zum Handlanger einer gestressten Mutter werden, sondern aktiv mit einbezogen werden. Wenn Sie als frisch gebackener Vater spüren, dass das nicht so geht, wie Sie es sich wünschen, reden Sie mit Ihrer Frau freundlich darüber!
  • Als Vater sollten Sie sich aktiv an der Versorgung des Kleinen und des Haushalts beteiligen und nicht darauf warten, bis Ihre Frau Sie um etwas bittet. Darauf zielt die Initiative Fairplay at home des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Mann und Frau. Vor allem sollten Sie nicht eifersüchtig auf die innige Verbundenheit zwischen Mutter und Baby reagieren. Das Kleine braucht Sie beide.

Bei Problemen hilft Ihnen z.B. die online-Paarberatung www.paarberatung.ch.

Newsticker

Eltern-Dates | 29.09.2018

Die Geburt eines Kindes ist eine der grössten Herausforderungen, die Paare zu meistern haben. Laut einer Längsschnittstudie mit 177 Paaren lassen Zeit füreinander, Zärtlichkeit und Sex in den ersten 34 Monaten nach der Geburt drastisch nach. Die Zahl der Trennungen erreicht in den ersten zwei Jahren nach der Geburt einen Höhepunkt. Übersteigerte Erwartungen an die Elternschaft und nachlassende Sexualität sowie Alltagsstreit stellen die Beziehung in Frage. Dann hilft eine Dating-Routine mit regelmässigem Ausgang zu zweit, sich trotz Nachwuchs weiterhin als Liebespaar zu erleben. Wie eine US-Untersuchung mit Daten von mehr als 10 000 Männern und Frauen ergab, haben Paare, die viel Zeit zu zweit verbringen, ein geringeres Scheidungsrisiko.

Einmal, zweimal, dreimal? | 08.12.2017

Menschen, die viel Sex haben, sind tendenziell auch glücklicher – das belegen einige Studien. Ist die Häufigkeit von Sex deshalb ein Indikator für eine glückliche Beziehung? Und: Wie viel Sex ist genug? In einer grossen Untersuchung der University of Toronto wurden über 40 Jahre 30.000 Amerikaner dazu befragt. Das Ergebnis: Je mehr Sex jemand hat, desto glücklicher ist er oder sie grundsätzlich. Für Paare erhöht sich das Glück jedoch mit mehr als einmal Verkehr pro Woche nicht mehr. Und für Singles hängt es offenbar von weiteren Faktoren ab, bspw. von den Umständen, unter denen das Liebesspiel stattfindet und wie wohl sie sich beim Sex ausserhalb einer Beziehung fühlen. Ausserdem zeigen die Untersuchungen, dass Klischees (z.B. Männer wollen mehr Sex und ältere Menschen haben weniger Sex) nicht stimmen: Es gab keine Unterschiede nach Geschlecht, Alter oder Länge der Beziehung.

Letzte Aktualisierung : 09.2018, AG

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