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Hand mit Medikament und Wasserglas
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Me­di­ka­men­te ge­gen Übel­keit


Hel­fen vor­beu­gen­des Ver­hal­ten und sanf­te Mass­nah­men nicht, kön­nen auch Me­di­ka­men­te ge­gen Schwan­ger­schafts­übel­keit ver­ord­net wer­den.

Mit­tel der ers­ten Wahl


Bei ei­ner gan­zen Rei­he von Prä­pa­ra­ten konn­te in­zwi­schen in gros­sen Stu­di­en wäh­rend der Schwan­ger­schaft kein er­höh­tes Ri­si­ko für kind­li­che Fehl­bil­dung nach­ge­wie­sen wer­den. Dazu ge­hö­ren die In­halts­stof­fe Py­ri­do­xin (Vit­amin B6, z.B. Bena­don®, Vit­amin B6 Streu­li®) und Me­clo­zin (Iti­ne­rol®). Me­clo­zin ist ei­ner der am längs­ten er­prob­ten Wirk­stof­fe in der Schwan­ger­schaft, zu dem zahl­rei­che Stu­di­en zur Un­be­denk­lich­keit so­wohl für die wer­den­de Mut­ter als auch für das un­ge­bo­re­ne Kind exis­tie­ren. Me­clo­zin ist auch als Fix­kom­bi­na­ti­on mit Cof­fe­in und dem Vit­amin Py­ri­do­xin in Form von Kap­seln und Zäpf­chen im Han­del (Iti­ne­rol B6®).

Mit­tel der zwei­ten Wahl


Wei­te­re be­währ­te Prä­pa­ra­te sind Me­to­clo­pra­mid (Pas­per­tin®, Prim­pe­r­an®) und Chlor­pro­ma­zin (Chlora­zin®). 

Mit­tel der drit­ten Wahl


Als drit­te Wahl gel­ten Dom­pe­ri­don (Moti­li­um®), An­ti­hist­ami­ni­ka wie Di­phen­hy­dra­min, Di­men­hy­dri­nat, Do­xyl­amin (im Han­del als Lö­sung: Sanalep­si N® und in Kom­bi­na­ti­on mit Py­ri­do­xin: Ca­ri­ban®) und Kor­ti­kos­te­roi­de. Di­men­hy­dri­nat und Di­phen­hy­dra­min soll­ten bei vor­zei­ti­ger We­hen­tä­tig­keit in hö­he­ren Wo­chen zu­rück­hal­tend an­ge­wen­det wer­den.

An­ti­hist­ami­ni­ka mit der In­di­ka­ti­on Schwan­ger­schafts­er­bre­chen sind ver­schrei­bungs­pflich­tig. Las­sen Sie sich durch Ih­ren Arzt/-in oder Apo­the­ker/-in be­ra­ten, wel­che die­ser Me­di­ka­men­te für Sie am bes­ten ge­eig­net sind.

Un­er­laub­te Mit­tel


Ond­an­se­tron (Zo­fran®) darf wäh­rend der gan­zen Schwan­ger­schaft nicht mehr ver­ord­net wer­den, weil es im Ver­dacht steht, spe­zi­fi­sche Fehl­bil­dun­gen ein­schliess­lich Lip­pen-Kie­fer-Gau­men-Spal­ten und Herz­fehl­bil­dun­gen beim Kind zu ver­ur­sa­chen. Frau­en im ge­bär­fä­hi­gen Al­ter soll­ten wäh­rend der Ein­nah­me und 2 Tage nach Ab­set­zen ein Ver­hü­tungs­mit­tel an­wen­den.

FAQHäu­fi­ge Fra­gen zum The­ma

Wenn Sie alle Haus­mit­tel und al­ter­na­ti­ve Me­tho­den aus­ge­schöpft ha­ben, kann Ihr Arzt oder Ihre Ärz­tin Ih­nen ein Me­di­ka­ment ge­gen die Übel­keit ver­schrei­ben. Nach heu­ti­gem Wis­sens­stand sind die fol­gen­den Wirk­stof­fe ge­gen Übel­keit auch in der Früh­schwan­ger­schaft un­be­denk­lich: Me­clo­zin, Py­ri­do­xin …
Letzte Aktualisierung: 31.12.2020, BH/AS
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